Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Aktuelles
15-MinutenStadt – Von der Idee bis zur Umsetzung
Beim JRF-WissensLunch Ende Oktober hat ILS-Wissenschaftler Dr. Thomas Klinger über die Idee der 15-Minuten-Stadt gesprochen. Aber nicht nur die Entstehung der Idee war Thema, sondern auch Beispiele aus der Praxis, wie die 15-Minuten-Stadt umgesetzt werden kann. Die Aufzeichnung des Digitalen JRF-WissensLunch gibt es hier.
ILS auf der NRW-Nachhaltigkeitstagung
Bereits zum 11. Mal lädt das NRW-Umweltministerium zur Nachhaltigkeitstagung ein. Am 4. Dezember stehen in der Stadthalle Mühlheim aktuelle Erkenntnisse der Forschung, Best-Practice-Beispiele und die Vernetzung zu verschiedenen Themen rund um Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Das ILS ist wieder mit einem Stand vertreten. Wir geben dort Einblicke in unsere Begleitforschung zum Landeswettbewerb „ways2work“ sowie in das Projekt FoodConnectRuhr. Mehr…
ILS-TRENDS 05/25: Kooperatives Mobilitätsmanagement: Von der Idee zur Breitenwirkung?
Schafft kooperatives Mobilitätsmanagement den Sprung von der Idee in die Praxis erfolgreich? Im Landeswettbewerb ways2work befinden sich die Modellvorhaben in der Umsetzungsphase. Aus guten Ideen entstehen zunehmend gelebte Projekte mit unterschiedlichen Inhalten und Vorgehensweisen. Das ILS-TRENDS von Dr. Andrea Dittrich-Wesbuer, Dr. Lisa Garde und Jan Garde (VRR AöR) gibt einen Blick in die laufende Begleitforschung und skizziert mögliche Erfolgsfaktoren, damit die Mobilitätswende auch auf dem Weg zur Arbeit gelingen kann. Zum Heft
Konferenz für Planerinnen und Planer NRW
Save the Date: Am Freitag, 13. März 2026 findet beim Regionalverband Ruhr in Essen die 25. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW zum Thema „Infrastrukturen – Herausforderungen in der Transformation“ statt. Mehr…
Agrarsysteme der Zukunft: Durchstarten in die zweite Förderphase
Innerhalb der BMFTR-Förderlinie „Agrarsysteme der Zukunft“ fand am 11. und 12. November das diesjährige Statusseminar an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin statt. Beim ersten Statusseminar innerhalb der zweiten Förderphase kamen Wissenschaftler*innen und Koordinatori*innen aller sechs Verbundprojekte sowie Vertreterinnen aus Politik und Wirtschaft zusammen, um aktuelle Forschungsergebnisse, Erfahrungen und Perspektiven zur Transformation landwirtschaftlicher und ernährungsbezogener Systeme auszutauschen. ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith ist Ko-Koordinator der Zentralen Koordinierungsstelle. Mehr…
Publikationen
Integration Otherwise Inspiration Kit. A Guide for Practioners, Policymakers and Community Builder
Im Rahmen des Horizon 2020 Projekt ReRoot hat Cornelia Tippel, ILS-Wissenschaftlerin aus der Forschungsgruppe „Sozialraum Stadt“, als Co-Autorin an der Entstehung des „Integration Otherwise Inspiration Kit“ mitgewirkt. Die Veröffentlichung ist ein praktisches Handbuch, das „bottom-up“-Integration in den Mittelpunkt stellt und damit polarisierte Debatten über Integrationsunwilligkeit oder mangelnde Willkommenskultur hinter sich lässt. Die Autor*innen führen das Konzept „arrival infrastructuring“ ein, den interaktiven Prozess, in dem Neuankömmlinge, gemeinsam mit anderen, die Bedingungen ihrer Ankunft aktiv gestalten und transformieren. Durch Erfahrungsberichte und Werkzeuge für Reflektion und Handeln werden Praxis, Politik und Gemeinwesen mit tieferem Verständnis für die diversen Formen von „arrvival infrastructuring“ und die Erfolge und Herausforderungen alltäglicher Integrationsprozesse ausgestattet. https://doi.org/10.11116/9789461666758. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Erhalt der Mobilität älterer Menschen in urbanen Räumen im Zeichen des Klimawandels. Empirische Befunde zu wahrgenommener Hitzebelastung und möglichen Verhaltensanpassungen
ILS-Forscherin Kerstin Conrad hat gemeinsam mit Susanne Penger von der Universität Siegen einen Artikel in der „Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie” veröffentlicht. Der Artikel behandelt die Wahrnehmung von extremer Hitze durch ältere Menschen. Er stellt die Ergebnisse einer Befragung von 211 Personen im Alter von 65 bis 92 Jahren in Stuttgart dar. Dabei wurde ein Cluster von Vulnerabilitätsfaktoren entdeckt, bei denen es zu starker Reduzierung von außerhäuslichen Aktivitäten bei hoher wahrgenommener Hitzebelastung kam. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit zielgruppenspezifischer Hitzeschutz- und Hitzepräventionsmaßnahmen, die in kommunalen Hitzeaktionsplänen adressiert werden. https://doi.org/10.1007/s00391-025-02456-y. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Segregation an Grundschulen: Strukturen und Praktiken institutioneller Diskriminierung
ILS-Wissenschaftlerin Isabel Ramos Lobato hat gemeinsam mit Heike Hanhörster von der TU Berlin verschiedene Formen der institutionellen Diskriminierung untersucht, die schulische Segregation verstärken und der Funktion von Grundschulen als Ort der Begegnung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen entgegenwirken. Für ihren nun veröffentlichten Artikel in der Fachzeitschrift „Berichte. Geographie und Landeskunde“ führten sie dazu Interviews mit Expert*innen und Eltern und analysierten das Zusammenspiel zwischen institutionellen Strukturen und Praktiken und schulischer Segregation. Dabei wurden drei Dimensionen der institutionellen Diskriminierung beim Zugang zu Grundschulen ermittelt: die strategischen Ziele einer Schule im Umgang mit Segregation, den Aufnahmeprozess sowie die Profilbildung- und Informationspolitik einer Schule. Diese Faktoren erweisen sich als eher subtile, aber entscheidende Facetten der institutionellen Diskriminierung, die räumliche und bildungsbezogene Ungleichheiten mitproduzieren und aufrechterhalten. https://doi.org/10.25162/bgl-2025-0013. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Zwischen Networked Publics und Orten der Begegnung. Ein qualitativ-explorativer Beitrag zur Konzeptualisierung von Online-Nachbarschaftsgruppen
Simon Liebig aus der ILS-Forschungsgruppe „Sozialraum Stadt“ hat gemeinsam mit Jan Üblacker von der EBZ Business School einen Artikel in der Fachzeitschrift „Berichte. Geographie und Länderkunde“ veröffentlicht. In dem Beitrag werden Online-Nachbarschaftsgruppen auf verschiedenen Plattformen als lokale Kommunikationsräume untersucht. Auf der Basis von 20 Interviews wird analysiert, inwiefern Raumvorstellungen die Zugänglichkeit dieser Gruppen prägen und wie sich Interaktionen unter den Bedingungen virtueller Ko-Präsenz gestalten. Die Ergebnisse zeigen, dass Online-Nachbarschaftsgruppen als lokalisierte vernetzte Öffentlichkeiten zu verstehen sind, die sich durch persistente Kontakte und einen geographischen Ortsbezug auszeichnen. Die Raumvorstellungen der Nutzer*innen bilden den inhaltlichen Kommunikationsrahmen, fungieren als symbolische Verbindung zwischen den Gruppenmitgliedern und bedingen die Zugänglichkeit. https://doi.org/10.25162/bgl-2025-0016. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
A decolonial and participatory research approach to envision equitable transformations towards sustainability in the Amazon
ILS-Wissenschaftlerin Barbara Schröter hat gemeinsam mit Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift „Futures“ veröffentlicht. Darin stellen sie drei radikale Visionen für den Amazonas vor, die sie gemeinsam mit 20 Black, Indigenous und anderen Women of Color (BIWOC) aus dem Department Putumayo in Kolumbien entwickelt haben. Storytelling dient dabei als Werkzeug, um die ausdifferenzierten Erfahrungen der BIWOC zu erfassen und ihre kollektive Emanzipation von verschiedenen Formen der Unterdrückung abzubilden. Damit werden westliche, dominante Imaginationen hinterfragt und dekoloniale Praktiken für der Erforschung der Nachhaltigen Transformation erschlossen. https://doi.org/10.1016/j.futures.2025.103638. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Veranstaltungen
ILS bei der Science Night in Dortmund
Am 27. September startet die erste „Science Night – Die Dortmunder Nacht der Wissenschaft“ um 16 Uhr. Dort werden die zahlreichen Facetten der Dortmunder Wissenschaft präsentiert. 40 Einrichtungen und Akteur*innen öffnen ihre Türen und präsentieren ihre Arbeit. Das ILS wird im Foyer des U-Turms mit einem Multi-Touch-Tisch zum Thema „Agrarsysteme der Zukunft“ zu finden sein: Unkrautroboter, virtuelle Zäune für Kühe, Quallen und Algen auf dem Teller- dies und vieles mehr gibt es zu dort zu entdecken. Außerdem beteiligt sich das ILS an einer Führung durch die Dortmunder Nordstadt mit dem Schwerpunkt „Ankunftsquartiere“. Ankommen und Bleiben in Dortmund. Zum Programm
DOKORP 2025 – Einreichungsfrist verlängert für Call for Abstracts
Für die Dortmunder Konferenz Raum- und Planungsforschung 2025 vom 10. bis 12. Februar 2025 zum Thema „Grund zum Planen in Zeiten multipler Krisen“ wurde die Einreichungsfrist für Call for Abstracts & Roundtables bis zum 7. Oktober 2024 verlängert. Mehr…
Abschlussveranstaltung: Digitalisierung und Nachbarschaft – Sind wir schon drin?
Wie verändert die Digitalisierung das Zusammenleben in unseren Nachbarschaften? Unter dieser Fragestellung setzte sich das von der Stiftung Mercator geförderte Forschungsprojekt „Bin ich schon drin?“ mit den Formen digitalen sozialen Zusammenhalts auseinander. Die Ergebnisse des Projekts werden auf der Abschlusstagung am 10. September 2024 in Essen vorgestellt. Mehr…
24. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW: Programm veröffentlicht
Am 31. Oktober 2024 findet unter dem Titel „(Neue) Flächenansprüche und die Flächenwende“ die 24. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW bei der NRW.BANK in Düsseldorf statt. Das Programm der Konferenz ist nun fertiggestellt und veröffentlicht. Auch die Anmeldung ist ab sofort möglich. Mehr…
Forum StadtBauKultur: PHOENIX West – Stadtspaziergang 2.0
Die insgesamt etwa 110 Hektar des ehemaligen Hochofenareals (PHOENIX West) wurden aufwendig saniert, aufbereitet und für neue Nutzungen erschlossen. Das Forum Stadtbaukultur Dortmund besucht am Montag, 27. Mai, um 18 Uhr das Gelände, das beispielhaft für den gelungenen Strukturwandel steht. Bereits 2017 waren Teilnehmer*innen des Forums dort zu Gast. Um die Fortentwicklung dieses städtebaulichen Vorzeigeprojektes erneut in Augenschein zu nehmen, lädt das Forum zu einem Stadtspaziergang mit Architekturführung ein. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie auf der Internetseite des Forums



















