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Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten

Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.

Im Fokus unserer Forschung stehen diese Forschungsschwerpunkte.

Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.

Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.

Aktuelles

18.Juni 2026

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche*r Direktor*in des ILS

Gemeinsam mit der TU Dortmund suchen wir eine wissenschaftlich ausgewiesene Persönlichkeit für die Leitung des ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung. Die Position ist mit der W3-Professur „Nachhaltige Immobilien- und Flächenentwicklung“ an der TU Dortmund verbunden. Gesucht wird eine Führungspersönlichkeit mit international sichtbarer Forschungsexpertise, die die strategische Weiterentwicklung des ILS gestaltet und Impulse für die nachhaltige Transformation von Städten und Regionen setzt. Bewerbungsschluss ist der 29. Juli 2026. Weitere Informationen zu den Anforderungen und dem Verfahren finden Sie in der Stellenausschreibung.

18.Juni 2026

Pressemitteilung – Mehr als nur Fahrspaß: Welche Rolle E-Scooter für die Mobilitätswende spielen können

Der eine ärgert sich über querstehende E-Scooter auf dem Gehweg, die andere sieht in ihnen einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende. Die Debatte um E-Scooterdienste in deutschen Städten wird seit ihrer Einführung kontrovers geführt. Wissenschaftler*innen des ILS – Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung in Dortmund haben die Diskussion nun auf eine empirische Grundlage gestellt. Ihre Ergebnisse zur Alltagsmobilität der Nutzenden und das Potenzial der Dienste für eine stärkere Multimodalität sind jetzt als ILS-TRENDS „E-Scooterdienste als neuer Mobilitätsbaustein auf dem Weg zur multimodalen Stadt?“ erschienen. Zur Pressemitteilung

17.Juni 2026

STARTUP: Projekttreffen in der Kulturhauptstadt

Vom 8. bis 10. Juni 2026 versammelten sich die Partner des europäischen Forschungsprojekts STARTUP (Sustainable Transitions. Action Research and Training in Urban Perspective) zu einem intensiven Austausch in der Slowakei. Besonders bedeutsam war die Wahl von Trenčín als Tagungsort, da die Stadt im Jahr 2026 die Europäische Kulturhauptstadt ist und somit den idealen Rahmen bietet, um über die transformative Kraft von Kultur und Kreativität in der Stadtentwicklung zu diskutieren. Das Treffen markierte eine wichtige Etappe in der laufenden empirischen Phase, in der die theoretischen Konzepte des Projekts mit den Erfahrungen der befragten Kulturschaffenden und der gelebten Realität vor Ort abgeglichen wurden. Mehr…

12.Juni 2026

ILS-Studie: „Untersuchung der Entfernungen zwischen Apotheken und der betroffenen Bevölkerung“

Mehr als 4 Millionen Bürger*innen müssen mehr als 6 Kilometer bis zur nächsten Apotheke zurücklegen. Damit leben 4,9 Prozent der 82,6 Millionen Menschen in Deutschland in einer mit Arzneimitteln schwach versorgten Region. Die absolute Zahl der vom Apothekenmangel betroffenen Menschen ist in Bayern besonders hoch (knapp 900.000 Menschen), während in Mecklenburg-Vorpommern ein besonders großer Anteil der Bevölkerung (21,7 Prozent) weite Wege bis zur nächsten Apotheke auf sich nehmen muss. Das zeigt die ILS-Studie „Untersuchung der Entfernungen zwischen Apotheken und der betroffenen Bevölkerung“, die im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände erstellt wurde. Mehr…

9.Juni 2026

Nachbericht zur 25. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW: Transformation der Infrastruktur

Ob intakte Straßen und Brücken, wohnortnahe Grünflächen oder eine funktionierende Energieversorgung – Infrastruktur prägt den Alltag und entscheidet maßgeblich über Lebensqualität und Teilhabe. Vielerorts zeigen sich deutliche Mängel, und auch soziale Infrastrukturen wie Schulen oder Krankenhäuser stehen unter Druck. Die grüne Transformation stellt Städte und Regionen vor eine doppelte Herausforderung: Bestehende Defizite beheben und zugleich zukunftsfähige Lösungen entwickeln. Wie kann das gelingen? Dazu diskutierte die 25. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW unter dem Thema „Infrastrukturen – Herausforderungen in der Transformation“ im März in Essen. Zum Nachbericht

Publikationen

18.Mai 2026

Mixed-use ideals, market pressures, and the marginalization of crafts in contemporary urban development: evidence from five German cities

ILS-Wissenschaftler Bastian Heider hat zusammen mit Stefan Siedentop von der TU Dortmund einen Artikel in Planning, Practice and Research veröffentlicht. Die Arbeit beschäftigt sich mit funktionalen Entmischungsprozessen und der Verdrängung von Handwerksbetrieben aus verdichteten Stadtgebieten in Nordrhein-Westfalen und identifiziert dabei ein komplexes Zusammenspiel von unterschiedlichen Wirkungsfaktoren wie der Überplanung von Gewerbeflächen, den Anstieg von Boden- und Immobilienpreisen, Emmissionskonflikte durch heranrückende Wohnbebauung sowie den Mangel an geeigneten Expansionsflächen. Die Stadtplanung hat diese Verdrängungsprozesse in der Vergangenheit oftmals ignoriert oder sogar indirekt befördert. Jüngere Initiativen zur Standortsicherung des Handwerks deuten aber auf eine zunehmende Sensibilisierung der Planung für die Belange des Handwerks und dessen Bedeutung für eine resiliente und funktional durchmischte Stadt hin. https://doi.org/10.1080/02697459.2026.2668492. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

27.Apr. 2026

Free access until June 14, 2026:
Assessing the potential to scale-up urban agriculture in the Global North.

Urban Agriculture (UA) wird häufig als Weg zur Verbesserung der städtischen Nachhaltigkeit, Ernährungssicherheit und Resilienz angepriesen, doch liegen städteübergreifende Belege für ihre skalierbaren, systemweiten Auswirkungen nach wie vor nur in begrenztem Umfang vor und sind methodisch uneinheitlich. Wir bewerten das theoretische Skalierungspotenzial und die Auswirkungen auf den Nahrungsmittel-Energie-Wasser-Stoffwechsel (FEW) von ausgeweiteter, technisch einfacher UA in fünf Städten des Globalen Nordens – London, New York City, Paris, Dortmund, and Gorzów Wielkopolski – unter Verwendung eines harmonisierten zweiteiligen Rahmens. Die Ergebnisse liefern eine übertragbare, städteübergreifende Methodik und identifizieren politikrelevante Ansatzpunkte – insbesondere die Förderung von Hausgärten, die Sicherung von Landnutzungsrechten, die Unterstützung neuer Landwirte oder Gärtner sowie die Verknüpfung der Ausweitung mit Kompostierungs- und Wassergewinnungspraktiken –, um kontextsensitive Strategien zur Skalierung der UA zu entwerfen. https://authors.elsevier.com/c/1muYocUG5e8ki. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

20.Apr. 2026

Company bikes in Germany – Are they associated with the frequency of bicycle commuting and everyday cycling?

Janina Welsch und Frederic Rudolph vom T3 Transportation Think Tank haben gemeinsam einen Artikel in der Fachzeitschrift „Active Travel Studies: An Interdisciplinary Journal“ veröffentlicht. In der Studie geht es um Diensträder, die Teil des Mobilitätsmanagements und der Fahrradförderung von Arbeitgebern sein können. Bisher war allerdings unklar, ob und wie stark sie die tatsächliche Fahrradnutzung beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen für die Häufigkeit der Fahrradnutzung auf dem Weg zur Arbeit, dass das Dienstrad ein signifikant positiver Faktor ist. Im Vergleich zur niedrigsten Nutzung gilt dies allerdings nur für die mittlere und nicht für die höchste Stufe. Ein „Dienstrad-Effekt“ ist zwar bei der alltäglichen Fahrradnutzung ebenfalls nicht direkt nachweisbar. Es können aber indirekte Effekte angenommen werden. Diensträder sind mehrheitlich E-Bikes und diese sind sowohl positiv signifikant mit der Fahrradnutzung auf dem Weg zur Arbeit als auch mit der im Alltag assoziiert. Gerade angesichts aktuell steigender Kosten für Benzin und Diesel könnte das Fahrrad für kürzere und mittlere Distanzen für viele Beschäftigte eine zunehmend attraktivere Alternative werden. Hier steht den Arbeitgebern mit dem Dienstrad ein wirksames Instrument zur Verfügung, um nachhaltigeres Pendeln zu fördern. https://doi.org/10.16997/ats.1774. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

26.März 2026

Industrial Land Conversion in German Regions: Extent, Spatial Patterns and the Role of Urban Policy

ILS-Wissenschaftler Bastian Heider hat gemeinsam mit Kolleg*innen der TU Dortmund und des IÖR und einen Artikel in der Fachzeitschrift European Planning Studies veröffentlicht. Der Beitrag analysiert langfristige Entwicklungen und räumliche Muster der Umnutzung von Gewerbe- und Industrieflächen in deutschen Stadtregionen. Die Ergebnisse zeigen im Gegensatz zu vielen anderen internationalen Studien keinen signifikanten Verlust von Industrie- und Gewerbeflächen in den meisten Kernstädten. Dies verdeutlicht den Einfluss nationaler und lokaler Planungsinstitutionen im Kontext globaler Stadtentwicklungsphänomene wie Reurbanisierung und der Verdrängung von Industrie aus zentralen Stadtgebieten. https://doi.org/10.1080/09654313.2026.2644411. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

26.März 2026

Anpassung von Kommunen an Hochwassergefahren

Die ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith und Lennart Bosse haben einen Artikel in der Fachzeitschrift „RaumPlanung“ veröffentlicht. Der Artikel analysiert und bewertet Kriterien basiert das kommunale Anpassungshandeln nach dem Hochwasser 2021 auf empirischer Grundlage. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Anzahl und große Vielfalt konkret umgesetzter Maßnahmen von Schutz und Vorsorge sowie weiterhin bestehende Herausforderungen und bietet zukünftige Orientierung für zuständige Akteure im Management von Hochwasser. https://ifr-ev.de/raumplanung/wassersensible-stadt/. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Veranstaltungen

Städtebauliches Kolloquium Sommer 2026: Leerstehende Riesen als neue Stadtbausteine des Wissens

Mit der Veranstaltungsreihe „Städtebauliches Kolloquium“ der RWTH Aachen möchte die Fakultät für Architektur im Sommer 2026 den Diskurs über die Bedeutung und Entwicklung von neuen Konzepten der wissensbasierten Stadtentwicklung anregen. Die zweite von insgesamt drei Veranstaltungen stellt am 16. Juni „Leerstehende Riesen als neue Stadtbausteine des Wissens“ in den Fokus. ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith moderiert die Veranstaltung. Zum Kolloquium

Städtebauliches Kolloquium Dortmund SoSe 2026

Das Städtebauliche Kolloquium der TU Dortmund „Amazing Infrastructures: Kirchen transformieren – Nachbarschaften stärken“ rückt an drei Terminen im Sommersemester 2026 die Transformation von Kirchen als Ausgang für die Weiterentwicklung von Nachbarschaften in den Mittelpunkt. Die Heilig-Geist-Kirche in Dortmund wird im Rahmen der Manifest 16+ in einem transdisziplinären Team aus urbanistischer und kuratorischer Praxis, stadtplanerischer und künstlerischer Forschung und Lehre konkreter Ort für das Erproben der transformativen Kraft ehemaliger Kirchenräume als Raumressource für nachbarschaftliche Infrastrukturen. Erster Termin ist der 26.05.2026 ab 18 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche, Neuer Graben 162, Dortmund. Mehr…

Wie gut geht es sich in Dortmund?

Wie sieht‘s eigentlich mit der Fußgängerfreundlichkeit in Dortmund Stadt aus? Das fragt eine Veranstaltung des Seniorenbeirats der Stadt Dortmund am Donnerstag, 7. Mai, ab 17 Uhr im Rathaus. Im Mittelunkt stehen dabei Ergebnisse des ILS-Projekts WalkUrban, das die Fußgängerfreundlichkeit in Dortmund untersucht hat. Dr. Janina Welsch und Dr. Anna-Lena Stroms-van der Vlugt stellen die Ergebnisse vor und diskutieren sie mit Podiumsteilnehmenden und Besuchenden der Veranstaltung. Mehr…

Städtebauliches Kolloquium Sommer 2026: Neue Wissensräume als Motor für Stadtentwicklung

Die Veranstaltungsreihe „Städtebauliches Kolloquium“ an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen will im Sommer 2026 den Diskurs über die Bedeutung und Entwicklung von neuen Konzepten der wissensbasierten Stadtentwicklung anregen. Die erste von insgesamt drei Veranstaltungen stellt am 5. Mai „Neue Wissensräume als Motor für Stadtentwicklung“ in den Fokus. ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith ist mit dem Vortrag „Von Menschen und Orten: Altes und neues Wissen aus der Stadt für die Stadt“ im Programm vertreten. Zum Kolloquium

Forum Stadtbaukultur: IGA 2027 – Blümchenschau oder Stadtentwicklung?

In fast genau einem Jahr, am 23. April 2027, wird die Internationale Gartenausstellung Ruhrgebiet (IGA) eröffnet. In dem knapp 180tägigen Ausstellungszeitraum bis Mitte Oktober 2027 werden dazu mehr als 3 Millionen Besuchende erwartet. In Dortmund-Huckarde entsteht derzeit aus diesem Anlass eine neue öffentliche Grünfläche: der „Kokereipark“. Gemeinsam mit den angrenzenden Arealen der Kokerei Hansa, dem Nahverkehrsmuseum Mooskamp und dem Deusenberg bildet er das Dortmunder Ausstellungsgelände der IGA 2027 – den „Zukunftsgarten“. Welche Zielsetzungen werden im Ruhrgebiet mit der IGA 2027 verfolgt? Was dürfen die Besuchenden in Dortmund erwarten? Und lohnt der Aufwand auch langfristig? Die Diskussion und Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen stehen im Mittelpunkt dieses Forum Stadtbaukultur, am 27. April 2026. Mehr…

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