Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen diese Forschungsschwerpunkte.
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Aktuelles
Die Sicht der Modellkommunen: Gemeinsame Diskussionen zum Förderbaustein „Dauerhafte Umnutzung von leerstehenden Ladenlokalen“
Am 25. Februar 2026 fand im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW (MHKBD) das 14. Treffen der Arbeitsgruppe Ladenumnutzung als Workshop statt. Eingeladen hatten ILS und MHKBD. Vertreter*innen aus elf Modellkommunen, den Bezirksregierungen Arnsberg und Münster sowie zwei Quartiersarchitekten tauschten sich zu ihren Erfahrungen mit dem Förderbaustein „Dauerhafte Umnutzung von leerstehenden Ladenlokalen“ aus. Im Mittelpunkt stand die Bewertung des Förderangebots aus kommunaler Sicht sowie die Frage, welche Ansätze und Rahmenbedingungen sich in der praktischen Umsetzung bewährt haben. Die Diskussionen lieferten wertvolle Impulse und praxisnahe Erkenntnisse für die Begleitforschung des ILS. Mehr…
Bericht aus der Forschung: Urbanes Grün im Klimawandel
Urbanes Grün leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung – besonders in dicht bebauten Innenstädten. Es kann dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels zu mindern. Der vorliegende Leitfaden „Urbanes Grün im Klimawandel“ zeigt Maßnahmen zur Grünflächenentwicklung vor dem Hintergrund der gestiegenen Bedeutung von Klimaanpassung im urbanen Raum auf. Viele Best-Practice-Beispiele zeigen wie die kommunale Umsetzung gelingen kann. Zum Bericht
ILS-TRENDS 01/26: Gebäude und Freiraum: Nutzungskonflikte zwischen Parkdruck und Wohnumfeld
Die Schaffung von Wohnraum zählt zu den zentralen gesellschaftlichen Aufgaben. Dabei geht es nicht allein um die quantitative Bereitstellung, sondern auch um die Qualität der Wohnungen und ihrer Freiräume. An private Wohngrundstücke werden vielfältige Nutzungsansprüche gestellt: Wohnen, Erholung und Freizeitgestaltung, Raum für das Spielen von Kindern, aber zugleich auch für Erschließung, Stellplätze für Pkw und Fahrräder sowie Anforderungen an Sicherheit, Orientierung und technische Infrastruktur. Diese führen häufig zu Flächen- und Nutzungskonflikten. Innerhalb eines ILS-Projektes im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen und in enger Kooperation mit der RWTH Aachen wurde der Nutzungskonflikt zwischen Flächen für Pkw-Stellplätze, Haus- und Feuerwehrzuwege, privaten Außenräumen und Grünflächen vertieft betrachtet. Zum Heft
ILS-Wissenschaftlerin Dr. Noriko Otsuka zur Specially Appointed Professor an der Osaka Universität in Japan berufen
Ab April wird Dr. Noriko Otsuka, aus der ILS-Forschungsgruppe Raumbezogene Planung und Städtebau, eine Professur (Specially Appointed Professor) an der Osaka Universität in Japan antreten. Seit sieben Jahren hat sie dort eine außerordentliche Professur und wird mit ihrer Tätigkeit als Associate Professor ihre Schlüsselrolle zur Stärkung des internationalen Austauschs und zur Schaffung neuer Projektmöglichkeiten in deutschen und japanischen akademischen Einrichtungen weiter ausbauen. Mehr…
Fachforum „Wohnen macht Stadt“: Zukunft großer Siedlungen: Städtebauliche und wohnungswirtschaftliche Herausforderungen im Bestand
Große Siedlungen, wozu Nachkriegssiedlungen der 1950er Jahre in Zeilenbauweise sowie Großwohnsiedlungen aus den 1960er, 1970er und frühen 1980er Jahren zählen, sind unverzichtbarer Bestandteil des Wohnungsangebots in Nordrhein-Westfalen. Sie stehen angesichts demografischer Veränderungen, steigender Anforderungen an Klimaanpassung und energetische Sanierung sowie veränderter Wohnbedürfnisse vor komplexen Herausforderungen. Ihre großmaßstäblichen Strukturen, oft klaren Eigentumsverhältnisse und gewachsenen Nachbarschaften bieten zugleich Chancen, sie als vielfältige, lebenswerte und sozial gerechte Wohnorte weiterzuentwickeln. Beim Fachforum am 20. Mai in Dortmund wollen wir gemeinsam diskutieren, welche politischen, planerischen und wohnungswirtschaftlichen Rahmenbedingungen diese transformative Weiterentwicklung großer Siedlungen ermöglichen, wie Kooperationen zwischen Kommunen, Wohnungsunternehmen und Zivilgesellschaft gelingen können und wie sich Zielkonflikte konstruktiv moderieren lassen. Weitere Informationen und Anmeldung
Publikationen
The JUST GROW framework: conceptualizing how city regions can govern urban agriculture for equity and sustainability
Die ILS-Wissenschaftlerinnen Ann-Kristin Koch, Barbara Schröter und Kathrin Specht haben mit weiteren Kolleg*innen aus dem Projekt JUST GROW einen Artikel in der Fachzeitschrift „Frontiers in Sustainable Food Systems“ veröffentlicht. Der Artikel befasst sich mit einem neuen Rahmenkonzept für die Schaffung gerechtigkeitsorientierter Wege zur Steuerung und Förderung der nachhaltigen Transformation von stadtregionalen Ernährungssystemen (CRFS). Das JUST GROW-Rahmenkonzept integriert daher drei miteinander verknüpfte Gerechtigkeitsprinzipien in einen umfassenden Governance-Prozess, der kollektives Wissen, inklusive Beratung und bewusstes Handeln umfasst, und fordert offene und inklusive Mitgestaltungsprozesse unter Einbeziehung von zivilgesellschaftlichen Interessengruppen, Entscheidungsträger*innen und Forscher*innen. https://doi.org/10.3389/fsufs.2025.1653448. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Gold mining in the Colombian Amazon: empirical insights on the links between sustainability, equity, and power
ILS-Wissenschaftlerin Barbara Schröter hat gemeinsam mit Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift „Sustainability Science“ veröffentlicht. In dem Artikel wird untersucht, wie unterschiedliche Vorstellungen von „nachhaltigem“ Goldabbau im kolumbianischen Amazonasgebiet zu Spannungen zwischen Unternehmen, Kleinbergbau, indigenen Gemeinschaften und staatlichen Akteuren führen. Die Studie zeigt, dass nachhaltige Lösungen nur möglich sind, wenn Machtverhältnisse und Gerechtigkeitsfragen berücksichtigt und vielfältige Perspektiven auf Nachhaltigkeit in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. https://doi.org/10.1007/s11625-025-01749-w. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Wie viel Reallabor steckt in den REGIONALEn in Nordrhein-Westfalen? Ein Format der Regionalentwicklung auf dem Prüfstand
Die ILS-Wissenschaftler Peter Stroms, Eyaiu Hassen und Thomas Weith sowie Luise Porst vom ZALF haben einen Artikel in der Fachzeitschrift disP – The Planning Review veröffentlicht. In dem Artikel geht es um Reallabore, die einen wichtigen Beitrag zur Initiierung, Erforschung und Umsetzung transformativer Prozesse innerhalb der Gesellschaft leisten können. In diesem Zusammenhang stellt die REGIONALE in Nordrhein-Westfalen ein hochinteressantes Format dar, da sie häufig innovative und experimentelle regionale Entwicklungsprojekte und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Akteuren hervorgebracht hat. Anhand der Entwicklung einer Reihe von Kriterien für Reallabore untersucht dieser Artikel die Gemeinsamkeiten zwischen der REGIONALE und dem Reallabor-Ansatz und diskutiert sowohl die möglichen Chancen als auch die Herausforderungen, die die Reallabor-Perspektive für die REGIONALE und damit für die formatorientierte Regionalentwicklung mit sich bringen könnte. https://doi.org/10.1080/02513625.2025.2561515. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Stadt-Umland-Kooperation: zur Praxis gesetzlich etablierter Stadt-Umland-Räume in Mecklenburg-Vorpommern
ILS-Forschungsgruppenleiter Thomas Weith hat gemeinsam mit Wolfgang Köck vom UFZ und Annelie Gütte vom ZALF einen Artikel in der Fachzeitschrift STANDORT veröffentlicht. Basierend auf dem ReGerecht-Projekt werden in dem Artikel institutionalisierte Stadt-Umland-Kooperationen am Beispiel Schwerin analysiert. Stadt-Land-Verflechtungen sind ein zentrales Thema in Planung und Forschung. Die über die Landesplanung formalisierten Stadt-Umland-Räume (SUR) in Mecklenburg-Vorpommern stellen einen bislang wenig beachteten Sonderfall dar. Die Analyse des Stadt-Umland-Raums Schwerin zeigt: Durch die institutionelle Verankerung haben sich funktionierende Kooperationsräume und Abstimmungsroutinen etabliert. Der Ansatz erleichtert den Interessenausgleich und bietet Potenzial für die Übertragung auf andere Bundesländer. https://doi.org/10.1007/s00548-025-01014-3. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Deep Water Ports as a Trigger for Ongoing Land Use Conflicts? The Case of Jade Weser Port in Germany
Thomas Weith, Leiter der Forschungsgruppe „Raumbezogene Planung und Städtebau“, hat gemeinsam mit Roni Susman vom ZALF einen Artikel in der Fachzeitschrift LAND veröffentlicht. Basierend auf dem ReGerecht Projekt werden in dem Artikel Nutzungskonflikte beim Jade Weser – Port (Tiefseehafen) in Wilhelmshaven untersucht. Im Fokus steht die Frage, wie großflächige Infrastrukturprojekte in ökologisch sensible Küstenräume eingebettet sind und welche raumwirksamen Konflikte daraus entstehen. Anhand von Satellitenbildern, Planungsdokumenten und realisierten Umsetzungsmaßnahmen wurden Landnutzungsänderungen zwischen 1970 und 2015 analysiert. Die Ergebnisse zeigen: Die wachsende Flächennachfrage für hafennahe Infrastruktur trifft auf begrenzte räumliche Ressourcen und konkurriert mit Naturschutz und weiteren Nutzungsansprüchen. Fehlende Abstimmung zwischen Infrastrukturplanung und integriertem Küstenzonenmanagement (IKZM) verschärft die Konflikte zusätzlich. Die Studie verdeutlicht den Bedarf an kohärenten, interdisziplinären Planungsansätzen zur nachhaltigen Entwicklung in Küstenregionen. https://doi.org/10.3390/land14102009. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Veranstaltungen
Wissenschaftsjahr 2025: Themenabend Zukunftsenergie in Dortmund
Wie wichtig Energie ist, wurde zuletzt am massiven Stromausfall in Portugal und Spanien deutlich. Doch wie können sich Städte und ihre Bewohner*innen zukunftssicher aufstellen? Wie gelingt die Energiewende? Um diese Fragen geht es beim Themenabend zur Energiezukunft am Montag, 16. Juni, auf der Eventfläche TwentyOne der DEW21 in Dortmund. Die Stadt Dortmund veranstaltet ihn gemeinsam mit dem Projekt „Power2Change: Mission Energiewende“ sowie weiteren Partner*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft im „Wissenschaftsjahr 2025 – Zukunftsenergie“. ILS-Wissenschaftlerin Sarah Friese ist als Expertin mit dabei. Infos und Anmeldung
Dortmunder Dialog 90: IGA 2027 – Blumenzauber oder Stadtentwicklung
Die Internationale Gartenausstellung 2027 im Ruhrgebiet steht unter der Leitfrage „Wie wollen wir morgen LEBEN?“. Dortmunds Hauptbeitrag zur IGA 2027 entsteht im Nordwesten des Stadtgebiets rund um das Gelände der ehemaligen Kokerei Hansa und den Deusenberg in Huckarde. Mit dem „Zukunftsgarten“ wird ein großräumiges Stadtentwicklungs- und Infrastrukturprojekt realisiert, das mit hohen Freiraumqualitäten neue Strukturelemente für die ganze Stadt schaffen soll. Wie genau nutzt Dortmund diese Gelegenheit, sich der nationalen und internationalen Öffentlichkeit zu präsentieren? Und was bleibt, wenn die Blumen verblüht sind? Dazu diskutiert der 90. Dortmunder Dialog am 2. Juli im Nahverkehrsmuseum Bahnhof Mooskamp. Zu den Mitwirkenden zählt auch ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith. Mehr…
Forum Stadtbaukultur Dortmund
„RE:START Kampstraße“ lautet das Thema des nächsten Forums Stadtbaukultur. Am Montag, 12. Mai 2025 um 18.30 Uhr wird im Gartensaal des Baukunstarchiv NRW um die zukünftige Gestaltung der Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt diskutiert. Durch ihre funktionale und räumliche Bedeutung als markante Ost-West-Achse durch die Dortmunder City, nimmt die Straße eine zentrale Position mit hohen Erwartungshaltungen aus der Stadtgesellschaft ein. Ein umfangreicher Beteiligungsprozess soll die interessierte Öffentlichkeit dazu anregen, Zielvorstellungen für die Maßnahme zu formulieren. Um Anmeldung wird gebeten. Mehr…
(Innen)Stadt im Wandel
Das Städtebauliche Kolloquium an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen befasst sich in diesem Sommer mit dem Wandel der Innenstadt. An drei Terminen werden im Foyer des Reiff Museum– von der Nutzungsmischung über Anforderungen an Flexibilität bis zur Klimaresillienz – komplexe Herausforderungen der Stadt der Zukunft diskutiert. Mehr…
Edition Peter Zlonicky
Das Städtebauliche Kolloquium »Edition Peter Zlonicky« an der TU Dortmund eröffnet anlässlich seines 90. Geburtstags an drei Terminen im Sommersemester 2025 multiple Perspektiven auf das Lebenswerk Peter Zlonickys. Mehr…




















