Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen diese Forschungsschwerpunkte.
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Aktuelles
ILS-TRENDS 03/26: Neustart für große Siedlungen in NRW? Aktuelle Trends und Handlungsperspektiven
Großwohn- und Zeilenbausiedlungen sind prägende Bestandteile urbaner Räume in NRW. Seit ihrer Entstehung haben sie eine wechselvolle Geschichte durchlebt. Angesichts angespannter Wohnungsmärkte stellt sich die Frage, welche Rolle große Siedlungen aktuell für die Wohnraumversorgung in NRW übernehmen und wie sie für Herausforderungen wie Klimawandel und soziodemografische Veränderungen qualifiziert werden können. Dieses ILS-TRENDS von Dr. Cornelia Tippel, Dr. Sabine Weck, Dr. Kerstin Conrad und Dr. Stefano Cozzolino stellt die Ergebnisse eines Forschungsprojekts in Kooperation mit dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen vor, das aktuelle Erneuerungs- und Entwicklungsprojekte in elf Siedlungen untersucht hat. Zum Heft
MaBIs-Team mit Keynote bei der DACH Tagung der deutschsprachigen Straßenzeitungen
Die diesjährige DACH Tagung der deutschsprachigen Straßenzeitungen wurde vom Straßenmagazin bodo.ev organisiert. Innerhalb der zweitägigen Veranstaltung hielten Michael Kolocek, Jan Stein und Laura Torreiter vom MaBIs-Team am 7. Mai in der KoFabrik Bochum den Einführungsvortrag. Im Zentrum des Vortrags standen die Ergebnisse einer Befragung von Straßenmagazinverkaufenden aus Bochum, Dortmund und München sowie die Ergebnisse einer Inhaltsanalyse von über 250 Straßenzeitungen. Mehr…
Handlungsempfehlungen zur Konzeption von integrierten Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere
Wie lassen sich Mobilitätskonzepte für Neubauquartiere systematisch entwickeln und erfolgreich umsetzen? Welche Schritte und Instrumente sind dabei entscheidend? Diese Fragen standen im Zentrum der Veranstaltung „Handlungsempfehlungen zur Konzeption von integrierten Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere“ am 5. Mai im Bennohaus in Münster, die die ILS-Wissenschaftler*innen Thomas Klinger und Annika Schröder gemeinsam mit Tobias Bödger vom Zukunftsnetz Mobilität NRW organisiert haben. Zum Nachbericht
Veranstaltung im Dortmunder Rathaus: Wie geht es sich in Dortmund?
In der Dortmunder Bürgerhalle haben Dr. Janina Welsch und Dr.-Ing Anna-Lena Stroms-van der Vlugt am 7. Mai Ergebnisse aus dem Projekt WalkUrban vorgestellt. Das Zufußgehen und die Walkability in Dortmund standen im Zentrum der Präsentation und anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertretern der Stadt, des VCDs und FUSS e.V.. Das Publikum diskutierte mit und zeigte Problemstellen auf. Viele wünschen sich mehr Rücksichtnahme, denn Konflikte gibt es auf dem Gehweg mit vielen Menschen egal ob sie das Auto, Rad oder E-Scooter nutzen. Mehr…
Vom Wissensraum zum Stadtraum: Auftaktveranstaltung zum Städtebaulichen Kolloquium Sommer 2026 in Aachen
Städte gelten seit langem als Zentren der Wissensgenerierung und der Innovation. Doch auf welchen neuen Herausforderungen sollten sich Städte in der fortschreitend digitalisierten und smarten Wissensgesellschaft einstellen? Am Dienstag, den 5. Mai, wurde mit dem Thema „Neue Wissensräume als Motor für die Stadtentwicklung“ der Auftakt der dreiteiligen Sommersemesterveranstaltung an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen gestaltet. Prof. Dr. Thomas Weith vom ILS gab dazu mit seinem Vortrag „Von Menschen und Orten: Altes und neues Wissen aus der Stadt für die Stadt“ einen einführenden Überblick. Mehr…
Publikationen
Supporting the transformation of urban food systems: The food network of the city of Dortmund.
Die ILS-Wissenschaftlerinnen Melissa Leimkühler, Kathrin Specht, Chiara Iodice und Barbara Schröter haben einen Artikel in der Fachzeitschrift „Urban Agriculture & Regional Food Systems“ veröffentlicht. Der Artikel untersucht, wie das Dortmunder Ernährungssystem nachhaltig gestaltet werden kann. Im Zentrum stehen die wichtigsten Akteure, ihre Rollen und Beziehungen sowie die Hindernisse der Transformation. Die Analyse zeigt, dass eine enge Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Kommune entscheidend ist und der Ernährungsrat Dortmund eine zentrale Vernetzungsfunktion übernimmt. Für eine erfolgreiche Weiterentwicklung braucht es vor allem bessere Koordination, Finanzierung, politische Beteiligung, Sichtbarkeit und Networking. Die Ergebnisse liefern konkrete Impulse für die Stärkung urbaner Ernährungssysteme. https://doi.org/10.1002/uar2.70029. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Kreislaufwirtschaft im Verbund – Synergien zwischen Abwasser- und Lebensmittelwirtschaft
ILS-Wissenschaftler Thomas Weith, Ann-Kristin Koch und Melissa Leimkühler haben gemeinsam mit Julian Gatawis einen Artikel in der Fachzeitschrift „Geographische Rundschau veröffentlicht. Der Artikel untersucht, wie urbane Kreislaufwirtschaft Agrarsysteme entlasten kann: Klimawandel, Ressourcenknappheit und Flächendruck erhöhen den Bedarf an nachhaltigen Lösungen. Kläranlagen bieten großes Potenzial als Nährstoffquelle, doch bestehende Verfahren konzentrieren sich meist nur auf Phosphor. Anhand von NEWtrient®-Szenarien zeigt der Artikel, wie neue Konzepte Kläranlagen künftig besser in die Nährstoffversorgung integrieren können. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
The JUST GROW framework: conceptualizing how city regions can govern urban agriculture for equity and sustainability
Die ILS-Wissenschaftlerinnen Ann-Kristin Koch, Barbara Schröter und Kathrin Specht haben mit weiteren Kolleg*innen aus dem Projekt JUST GROW einen Artikel in der Fachzeitschrift „Frontiers in Sustainable Food Systems“ veröffentlicht. Der Artikel befasst sich mit einem neuen Rahmenkonzept für die Schaffung gerechtigkeitsorientierter Wege zur Steuerung und Förderung der nachhaltigen Transformation von stadtregionalen Ernährungssystemen (CRFS). Das JUST GROW-Rahmenkonzept integriert daher drei miteinander verknüpfte Gerechtigkeitsprinzipien in einen umfassenden Governance-Prozess, der kollektives Wissen, inklusive Beratung und bewusstes Handeln umfasst, und fordert offene und inklusive Mitgestaltungsprozesse unter Einbeziehung von zivilgesellschaftlichen Interessengruppen, Entscheidungsträger*innen und Forscher*innen. https://doi.org/10.3389/fsufs.2025.1653448. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Gold mining in the Colombian Amazon: empirical insights on the links between sustainability, equity, and power
ILS-Wissenschaftlerin Barbara Schröter hat gemeinsam mit Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift „Sustainability Science“ veröffentlicht. In dem Artikel wird untersucht, wie unterschiedliche Vorstellungen von „nachhaltigem“ Goldabbau im kolumbianischen Amazonasgebiet zu Spannungen zwischen Unternehmen, Kleinbergbau, indigenen Gemeinschaften und staatlichen Akteuren führen. Die Studie zeigt, dass nachhaltige Lösungen nur möglich sind, wenn Machtverhältnisse und Gerechtigkeitsfragen berücksichtigt und vielfältige Perspektiven auf Nachhaltigkeit in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. https://doi.org/10.1007/s11625-025-01749-w. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Wie viel Reallabor steckt in den REGIONALEn in Nordrhein-Westfalen? Ein Format der Regionalentwicklung auf dem Prüfstand
Die ILS-Wissenschaftler Peter Stroms, Eyaiu Hassen und Thomas Weith sowie Luise Porst vom ZALF haben einen Artikel in der Fachzeitschrift disP – The Planning Review veröffentlicht. In dem Artikel geht es um Reallabore, die einen wichtigen Beitrag zur Initiierung, Erforschung und Umsetzung transformativer Prozesse innerhalb der Gesellschaft leisten können. In diesem Zusammenhang stellt die REGIONALE in Nordrhein-Westfalen ein hochinteressantes Format dar, da sie häufig innovative und experimentelle regionale Entwicklungsprojekte und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Akteuren hervorgebracht hat. Anhand der Entwicklung einer Reihe von Kriterien für Reallabore untersucht dieser Artikel die Gemeinsamkeiten zwischen der REGIONALE und dem Reallabor-Ansatz und diskutiert sowohl die möglichen Chancen als auch die Herausforderungen, die die Reallabor-Perspektive für die REGIONALE und damit für die formatorientierte Regionalentwicklung mit sich bringen könnte. https://doi.org/10.1080/02513625.2025.2561515. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Veranstaltungen
Städtebauliches Kolloquium Winter 2025/26: IDENTIFIKATION als Motor
Am 13. Januar 2026 findet die Abschlussveranstaltung „IDENTIFIKATION als Motor“ des Städtebaulichen Kolloquiums der RWTH Aachen statt. Moderiert wird die Veranstaltung im Foyer des Reiff Museums von ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith. Dr. Stefano Cozzolino, ebenfalls vom ILS, wir in seinem Input über die gesellschaftliche Relevanz der urbanen Schönheit sprechen. Mehr…
Forum StadtBauKultur: Werkzeuge für den Wandel – Digitale Ansätze für eine klimaresiliente Stadt
Immer deutlicher spüren wir die Auswirkungen des Klimawandels. Auch digitale Werkzeuge können dabei helfen, den Wandel der Stadt mit Blick auf Klimaveränderungen zu begleiten. Diese stehen im Mittelpunkt des nächsten Forums Stadtbaukultur am 27. Oktober im Dortmunder Rathaus. Die ILS-Wissenschaftler*innen Dr. Shaojuan XU und Dr. Bastian Heider stellen dabei eine 3D-Wärmelandkarte des Dortmunder Stadtgebiets und eine 3D-Schattensimulationstool zur Analyse urbaner Hitzebelastung vor. Die Ergebnisse stammen aus dem Projekt CATCH4D. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie auf der Internetseite des Forums
Werkbund Regionale Dortmund
Am 29. September 2025 um 18.30 Uhr findet in der Aula des Fritz-Henßler-Berufskollegs in Dortmund das nächste Forum StadtBauKultur statt. Inhaltlich knüpft die Veranstaltung an vorangegangene Termine an und beleuchtet erneut das Zukunftsthema Bauen im Bestand. Mit dem Fritz-Henßler-Berufskolleg bildet der Tagungsort selbst das Schwerpunkthema des Abends. Der Dortmunder Werkbund Architekt Tilo Pfeiffer stellt die vorbildliche Sanierung des mehrfach national und international ausgezeichneten Bildungsbaus vor und lädt später zu einem Rundgang ein. Zuvor wird Professor Wolfgang Sonne von der Technischen Universität zum Umbau im Dortmunder Stadtbild referieren sowie Thomas Schmidt als Vorstand Deutscher Werkbund NW die „Doppelte Chance für die Bestandssanierung“ in Dortmund einordnen. Mehr…
Wissenschaftsjahr 2025: Themenabend Zukunftsenergie in Dortmund
Wie wichtig Energie ist, wurde zuletzt am massiven Stromausfall in Portugal und Spanien deutlich. Doch wie können sich Städte und ihre Bewohner*innen zukunftssicher aufstellen? Wie gelingt die Energiewende? Um diese Fragen geht es beim Themenabend zur Energiezukunft am Montag, 16. Juni, auf der Eventfläche TwentyOne der DEW21 in Dortmund. Die Stadt Dortmund veranstaltet ihn gemeinsam mit dem Projekt „Power2Change: Mission Energiewende“ sowie weiteren Partner*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft im „Wissenschaftsjahr 2025 – Zukunftsenergie“. ILS-Wissenschaftlerin Sarah Friese ist als Expertin mit dabei. Infos und Anmeldung
Dortmunder Dialog 90: IGA 2027 – Blumenzauber oder Stadtentwicklung
Die Internationale Gartenausstellung 2027 im Ruhrgebiet steht unter der Leitfrage „Wie wollen wir morgen LEBEN?“. Dortmunds Hauptbeitrag zur IGA 2027 entsteht im Nordwesten des Stadtgebiets rund um das Gelände der ehemaligen Kokerei Hansa und den Deusenberg in Huckarde. Mit dem „Zukunftsgarten“ wird ein großräumiges Stadtentwicklungs- und Infrastrukturprojekt realisiert, das mit hohen Freiraumqualitäten neue Strukturelemente für die ganze Stadt schaffen soll. Wie genau nutzt Dortmund diese Gelegenheit, sich der nationalen und internationalen Öffentlichkeit zu präsentieren? Und was bleibt, wenn die Blumen verblüht sind? Dazu diskutiert der 90. Dortmunder Dialog am 2. Juli im Nahverkehrsmuseum Bahnhof Mooskamp. Zu den Mitwirkenden zählt auch ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith. Mehr…



















