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Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten

Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.

Im Fokus unserer Forschung stehen diese Forschungsschwerpunkte.

Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.

Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.

Aktuelles

26.Juni 2026

Besuch aus Ghana: Expertinnenaustausch im ILS

Innerhalb des Verwaltungs-Austauschs zwischen Nordrhein-Westfalen und Ghana hat die Stadtplanerin Francisca Okyere aus der Region Accra gemeinsam mit ihrer Tandem-Partnerin aus dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, Güldali Gecici, Mitte Juni das ILS besucht. Bei dem Treffen gaben ILS-Wissenschaftlerinnen Einblicke in verschiedene Forschungsprojekte. Zum Bericht

25.Juni 2026

Einladung nach Göttingen: Prof. Dr. Thomas Weith zu Nachhaltigem Land- und Ressourcenmanagement

Der Umgang mit Land bleibt aus gesellschaftlicher als auch wissenschaftlicher Sicht eines der zentralen Bausteine für eine nachhaltigkeitsorientierte räumliche Entwicklung. Mit einem Vortrag am 10. Juni 2026 an der Universität Göttingen zum Thema „Nachhaltiges Land- und Ressourcenmanagement“ konnte Prof. Dr. Thomas Weith vom ILS sowohl aktuelle Problemwahrnehmungen als auch Wirkungszusammenhänge beleuchten. Mehr…

25.Juni 2026

Keine Angst vor leerstehende Riesen: Zweiter Abend des Städtebaulichen Kolloquiums Sommer 2026 in Aachen

Nach dem Auftakt im Mai beschäftigte sich der zweite Abend des Städtebaulichen Kolloquiums an der RWTH Aachen mit „Leerstehende Riesen als neue Stadtbausteine“. Im Mittelpunkt stand die Um- und Nachnutzung großer innerstädtischer Gebäude für Bildungs- und Wissenschaftszwecke. Dabei wurden auch die städtebaulichen, stadtplanerischen und strategischen Einbettungen mit ihren Herausforderungen an Beispielen aus Aachen, Dormagen, Siegen und Lübeck. aufgezeigt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Thomas Weith aus dem ILS. Zur Meldung

24.Juni 2026

JRF-WissensLunch: „Teilhabe stärken: Ankunftsquartiere als Schlüsselräume kommunaler Integrations- und Stadtentwicklungspolitik“

ILS-Wissenschaftlerin Dr. Isabel Ramos Lobato wird am kommenden Freitag, 26. Juni, beim JRF-WissensLunch einen Vortrag halten. Darin richtet sie den Blick auf sogenannte Ankunftsquartiere als Orte, an denen Zugänge zu Wohnen, Bildung, Arbeit, Beratung und sozialen Netzwerken im Alltag eröffnet, aber auch begrenzt werden. Auf Grundlage mehrjähriger transdisziplinärer Forschung wird diskutiert, wie Ankunftsquartiere entstehen, welche Rolle sie für lokale Teilhabe spielen und was es braucht, um sie als Schlüsselräume kommunaler Integrations- und Stadtentwicklungspolitik zu stärken. Mehr…

23.Juni 2026

Pressemitteilung – Ankommen als kommunale Aufgabe: Wie Ankunftsquartiere Teilhabe stärken können

Migration prägt längst den Alltag von Städten und Gemeinden in ganz Deutschland. Kommunen stehen vor der Aufgabe, Ankommen und Teilhabe unter zunehmend dynamischen Bedingungen zu gestalten. Welche Rolle dabei sogenannte Ankunftsquartiere spielen und wie Kommunen diese gezielt stärken können, zeigt das jetzt erschienene Booklet „Was Ankunftsquartiere stark macht“, das im Projekt „Teilhabe in neuen Ankunftsquartieren stärken“ entstanden ist. Zur Pressemitteilung

Publikationen

18.Dez. 2025

Energy renovation challenges in dense low-income neighbourhoods with fragmented ownership: insights from Dortmund–Nordstadt, Germany

ILS-Wissenschaftler Stefano Cozzolino hat gemeinsam mit Lisa Haag einen Artikel in der Fachzeitschrift „Town Planning Review“ veröffentlicht. In politischen Dokumenten wird die energieeffiziente Sanierung von Wohngebäuden zunehmend als globale Priorität genannt, die auf lokaler Ebene umgesetzt werden muss. Dieser Artikel untersucht die Herausforderungen bei der Umsetzung solcher energieeffizienten Sanierungsstrategien in dicht besiedelten, einkommensschwachen Stadtvierteln, die durch eine hohe Fragmentierung des Eigentums gekennzeichnet sind. Mit Fokus auf die Dortmunder Nordstadt kombiniert die Studie die Analyse räumlicher Daten und Politikdokumente sowie die intensive Zusammenarbeit mit privaten Eigentümer*innen und kommunalen Akteur*innen. Es werden die spezifischen Perspektiven privater Akteur*innen untersucht und gleichzeitig weiterrgehende Schlussfolgerungen für die Stadtplanung gezogen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung kontextsensitiver Ansätze und weisen auf das Potenzial von quartiersspezifischen, niedrigschwelligen Beteiligungsformaten hin, um Maßnahmen zu erleichtern. https://doi.org/10.3828/tpr.2025.37. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

16.Dez. 2025

The impact of migration background and ethnicity on car, bus and bicycle use in England

Menschen mit Migrationshintergrund oder die sich selbst als zugehörig zu einer ethnischen Minderheit identifizieren zeigen in ihrem Alltag häufig eine andere Verkehrsmittelnutzung als die Bevölkerungsmehrheit. Warum das so ist, dazu gab es bisher kaum quantitative Studien in Europa und in Großbritannien. ILS-Wissenschaftlerin Janina Welsch und Giulio Mattioli von der TU Dortmund schließen diese Lücken mit der Analyse von Daten einer Umfrage in britischen Haushalten aus 2018–2019. Mit Hilfe von ordinalen Regressionsmodellen untersuchen sie den Einfluss der Migrationsgeneration und der ethnischen Zugehörigkeit auf die Häufigkeit der Nutzung von Autos, Bussen und Fahrrädern. Die Ergebnisse zeigen, dass das Verkehrsverhalten je nach Migrationshintergrund und ethnischer Zugehörigkeit erheblich variiert, wobei letztere eine größere Rolle spielt. Mehr dazu: https://doi.org/10.1007/s11116-025-10696-5. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

11.Dez. 2025

„Neue“ Ankunftsräume zwischen Inklusion und Exklusion. Eine Literaturanalyse räumlicher Zuzugsmuster in Europa

Die ILS-Wissenschaftler*innen Hannah Brill, Isabel Ramos Lobato und Nils Hans haben gemeinsam mit Miriam Neßler und Heike Hanhörster von der TU Berlin einen Artikel in der Fachzeitschrift sub/urban veröffentlicht. In diesem Beitrag werden die räumlichen Auswirkungen der zunehmenden Diversifizierung von Migrationsprozessen analysiert. Im Fokus stehen dabei sich neuformierende Ankunftsräume in Europa jenseits „traditioneller“ urbaner Migrationszentren. Auf Basis einer systematischen Literaturanalyse lassen sich fünf zentrale Dimensionen identifizieren, die die Ankunftsbedingungen für Neuzugewanderte vor Ort prägen. Der Beitrag plädiert für einen differenzierten Blick auf lokale Ankunftskontexte im Sinne des local turn in der Migrationsforschung, der die komplexen Wechselwirkungen zwischen lokalen und überörtlichen Bedingungen berücksichtigt. https://doi.org/10.36900/suburban.v13i2/3.1027. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

11.Dez. 2025

Supporting the transformation of urban food systems: The food network of the city of Dortmund.

Die ILS-Wissenschaftlerinnen Melissa Leimkühler, Kathrin Specht, Chiara Iodice und Barbara Schröter haben einen Artikel in der Fachzeitschrift „Urban Agriculture & Regional Food Systems“ veröffentlicht. Der Artikel untersucht, wie das Dortmunder Ernährungssystem nachhaltig gestaltet werden kann. Im Zentrum stehen die wichtigsten Akteure, ihre Rollen und Beziehungen sowie die Hindernisse der Transformation. Die Analyse zeigt, dass eine enge Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Kommune entscheidend ist und der Ernährungsrat Dortmund eine zentrale Vernetzungsfunktion übernimmt. Für eine erfolgreiche Weiterentwicklung braucht es vor allem bessere Koordination, Finanzierung, politische Beteiligung, Sichtbarkeit und Networking. Die Ergebnisse liefern konkrete Impulse für die Stärkung urbaner Ernährungssysteme. https://doi.org/10.1002/uar2.70029. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

11.Dez. 2025

Kreislaufwirtschaft im Verbund – Synergien zwischen Abwasser- und Lebensmittelwirtschaft

ILS-Wissenschaftler Thomas Weith, Ann-Kristin Koch und Melissa Leimkühler haben gemeinsam mit Julian Gatawis einen Artikel in der Fachzeitschrift „Geographische Rundschau veröffentlicht. Der Artikel untersucht, wie urbane Kreislaufwirtschaft Agrarsysteme entlasten kann: Klimawandel, Ressourcenknappheit und Flächendruck erhöhen den Bedarf an nachhaltigen Lösungen. Kläranlagen bieten großes Potenzial als Nährstoffquelle, doch bestehende Verfahren konzentrieren sich meist nur auf Phosphor. Anhand von NEWtrient®-Szenarien zeigt der Artikel, wie neue Konzepte Kläranlagen künftig besser in die Nährstoffversorgung integrieren können. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Veranstaltungen

Städtebauliches Kolloquium Winter 2025/26: IDENTIFIKATION als Motor

Am 13. Januar 2026 findet die Abschlussveranstaltung „IDENTIFIKATION als Motor“ des Städtebaulichen Kolloquiums der RWTH Aachen statt. Moderiert wird die Veranstaltung im Foyer des Reiff Museums von ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith. Dr. Stefano Cozzolino, ebenfalls vom ILS, wir in seinem Input über die gesellschaftliche Relevanz der urbanen Schönheit sprechen. Mehr…

Forum StadtBauKultur: Werkzeuge für den Wandel – Digitale Ansätze für eine klimaresiliente Stadt

Immer deutlicher spüren wir die Auswirkungen des Klimawandels. Auch digitale Werkzeuge können dabei helfen, den Wandel der Stadt mit Blick auf Klimaveränderungen zu begleiten. Diese stehen im Mittelpunkt des nächsten Forums Stadtbaukultur am 27. Oktober im Dortmunder Rathaus. Die ILS-Wissenschaftler*innen Dr. Shaojuan XU und Dr. Bastian Heider stellen dabei eine 3D-Wärmelandkarte des Dortmunder Stadtgebiets und eine 3D-Schattensimulationstool zur Analyse urbaner Hitzebelastung vor. Die Ergebnisse stammen aus dem Projekt CATCH4D. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie auf der Internetseite des Forums

Werkbund Regionale Dortmund

Am 29. September 2025 um 18.30 Uhr findet in der Aula des Fritz-Henßler-Berufskollegs in Dortmund das nächste Forum StadtBauKultur statt. Inhaltlich knüpft die Veranstaltung an vorangegangene Termine an und beleuchtet erneut das Zukunftsthema Bauen im Bestand. Mit dem Fritz-Henßler-Berufskolleg bildet der Tagungsort selbst das Schwerpunkthema des Abends. Der Dortmunder Werkbund Architekt Tilo Pfeiffer stellt die vorbildliche Sanierung des mehrfach national und international ausgezeichneten Bildungsbaus vor und lädt später zu einem Rundgang ein. Zuvor wird Professor Wolfgang Sonne von der Technischen Universität zum Umbau im Dortmunder Stadtbild referieren sowie Thomas Schmidt als Vorstand Deutscher Werkbund NW die „Doppelte Chance für die Bestandssanierung“ in Dortmund einordnen. Mehr…

Wissenschaftsjahr 2025: Themenabend Zukunftsenergie in Dortmund

Wie wichtig Energie ist, wurde zuletzt am massiven Stromausfall in Portugal und Spanien deutlich. Doch wie können sich Städte und ihre Bewohner*innen zukunftssicher aufstellen? Wie gelingt die Energiewende? Um diese Fragen geht es beim Themenabend zur Energiezukunft am Montag, 16. Juni, auf der Eventfläche TwentyOne der DEW21 in Dortmund. Die Stadt Dortmund veranstaltet ihn gemeinsam mit dem Projekt „Power2Change: Mission Energiewende“ sowie weiteren Partner*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft im „Wissenschaftsjahr 2025 – Zukunftsenergie“. ILS-Wissenschaftlerin Sarah Friese ist als Expertin mit dabei. Infos und Anmeldung

Dortmunder Dialog 90: IGA 2027 – Blumenzauber oder Stadtentwicklung

Die Internationale Gartenausstellung 2027 im Ruhrgebiet steht unter der Leitfrage „Wie wollen wir morgen LEBEN?“. Dortmunds Hauptbeitrag zur IGA 2027 entsteht im Nordwesten des Stadtgebiets rund um das Gelände der ehemaligen Kokerei Hansa und den Deusenberg in Huckarde. Mit dem „Zukunftsgarten“ wird ein großräumiges Stadtentwicklungs- und Infrastrukturprojekt realisiert, das mit hohen Freiraumqualitäten neue Strukturelemente für die ganze Stadt schaffen soll. Wie genau nutzt Dortmund diese Gelegenheit, sich der nationalen und internationalen Öffentlichkeit zu präsentieren? Und was bleibt, wenn die Blumen verblüht sind? Dazu diskutiert der 90. Dortmunder Dialog am 2. Juli im Nahverkehrsmuseum Bahnhof Mooskamp. Zu den Mitwirkenden zählt auch ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith. Mehr…

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