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Urbanen Wandel verstehen, urbanen Wandel gestalten

Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.

Im Fokus unserer Forschung stehen diese Forschungsschwerpunkte.

Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.

Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.

Aktuelles

11.Sep. 2026

Bericht zur landwirtschaftlichen Produktion in Dortmund und Region: Betriebsstrukturen, Flächennutzung, Outputs

Der Bericht gibt einen Überblick über die landwirtschaftliche Produktion in Dortmund und der Region. Im Fokus stehen Betriebsstrukturen, Flächennutzung, Produktionsschwerpunkte und Tierhaltung. Die Analyse von Leonie Geef und Kay-Marie Ochel zeigt regionale Besonderheiten und schafft eine Datengrundlage für die Weiterentwicklung regionaler und nachhaltiger Lebensmittelversorgung. Zum Bericht

10.Sep. 2026

Wissenschaftlicher Austausch mit dem ISR in Wien

ILS-Wissenschaftlerin Dr. Lea Fischer war einen Monat als Gastwissenschaftlerin am Institut für Stadt- und Regionalforschung (ISR) an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Arbeitsgruppe Wohnen und Urbane Ökonomie. Dort hat sie sich mit den Wissenschaftler*innen u.a. über die gemeinsamen Forschungsthemen prekäres Wohnen und Arbeiten sowie Wohnungslosigkeit und die gemeinsamen partizipativen Forschungsansätze ausgetauscht. Mehr…

9.Sep. 2026

Online-Befragung zu Agri-Photovoltaik

Agri-Photovoltaik (Agri-PV) gilt als vielversprechender Ansatz, um landwirtschaftliche Nutzung und erneuerbare Energieerzeugung auf derselben Fläche zu verbinden. Mit der zunehmenden Verbreitung von Agri-PV wachsen jedoch auch die Anforderungen an Planung, Genehmigung und Umsetzung. Gleichzeitig fehlen bislang belastbare Erkenntnisse darüber, wie unterschiedliche Akteursgruppen die Chancen, Herausforderungen und Rahmenbedingungen von Agri-PV bewerten. Der ARL-Arbeitskreis „Photovoltaik“ möchte diese Perspektiven zusammenführen und führt deshalb eine bundesweite Online-Befragung durch. Ziel der Befragung ist es, Chancen und Herausforderungen von Agri-PV-Systemen aus Sicht relevanter Akteursgruppen zu identifizieren und daraus wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse sowie Empfehlungen für Planung und Praxis abzuleiten. Die Teilnahme ist bis zum 30. September 2026 möglich. Zur Umfrage

9.Sep. 2026

Vernetzung auf dem Agrarforschungstag Bonn

Mit einem Poster zu den eigenen Aktivitäten in der Förderlinie „Agrarsysteme der Zukunft“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt war das ILS am 4. September beim Agrarforschungstag an der Universität Bonn vertreten. Die am ILS mit angesiedelte Zentrale Koordinierungsstelle konnte dabei eigene Ergebnisse sowie die der derzeit sechs geförderten Konsortien vorstellen. In einem Posterpitch vermittelte ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith zentrale Inhalte an interessierte Teilnehmer*innen. Mehr…

1.Sep. 2026

Tomasz Zaborowski zu Gast im ILS

Assistant Professor (PhD) Tomasz Zaborowski ist für einen einwöchigen Forschungsaufenthalt zu Gast in der Forschungsgruppe Sozialraum Stadt. Professor Zaborowski lehrt an der Universität Warschau (Faculty of Geography and Regional Studies) und forscht international vergleichend zu Instrumenten der Bodenpolitik. Während seines Forschungsaufenthalts am ILS untersucht er die Rolle des Städtebaurechts im Rahmen der Dortmunder Stadtplanung. Der Besuch ist Teil einer größeren Studie, in der er die Anwendung städtebaurechtlicher Instrumente in Warschau und Dortmund miteinander vergleicht.

Publikationen

20.Apr. 2026

Company bikes in Germany – Are they associated with the frequency of bicycle commuting and everyday cycling?

Janina Welsch und Frederic Rudolph vom T3 Transportation Think Tank haben gemeinsam einen Artikel in der Fachzeitschrift „Active Travel Studies: An Interdisciplinary Journal“ veröffentlicht. In der Studie geht es um Diensträder, die Teil des Mobilitätsmanagements und der Fahrradförderung von Arbeitgebern sein können. Bisher war allerdings unklar, ob und wie stark sie die tatsächliche Fahrradnutzung beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen für die Häufigkeit der Fahrradnutzung auf dem Weg zur Arbeit, dass das Dienstrad ein signifikant positiver Faktor ist. Im Vergleich zur niedrigsten Nutzung gilt dies allerdings nur für die mittlere und nicht für die höchste Stufe. Ein „Dienstrad-Effekt“ ist zwar bei der alltäglichen Fahrradnutzung ebenfalls nicht direkt nachweisbar. Es können aber indirekte Effekte angenommen werden. Diensträder sind mehrheitlich E-Bikes und diese sind sowohl positiv signifikant mit der Fahrradnutzung auf dem Weg zur Arbeit als auch mit der im Alltag assoziiert. Gerade angesichts aktuell steigender Kosten für Benzin und Diesel könnte das Fahrrad für kürzere und mittlere Distanzen für viele Beschäftigte eine zunehmend attraktivere Alternative werden. Hier steht den Arbeitgebern mit dem Dienstrad ein wirksames Instrument zur Verfügung, um nachhaltigeres Pendeln zu fördern. https://doi.org/10.16997/ats.1774. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

26.März 2026

Industrial Land Conversion in German Regions: Extent, Spatial Patterns and the Role of Urban Policy

ILS-Wissenschaftler Bastian Heider hat gemeinsam mit Kolleg*innen der TU Dortmund und des IÖR und einen Artikel in der Fachzeitschrift European Planning Studies veröffentlicht. Der Beitrag analysiert langfristige Entwicklungen und räumliche Muster der Umnutzung von Gewerbe- und Industrieflächen in deutschen Stadtregionen. Die Ergebnisse zeigen im Gegensatz zu vielen anderen internationalen Studien keinen signifikanten Verlust von Industrie- und Gewerbeflächen in den meisten Kernstädten. Dies verdeutlicht den Einfluss nationaler und lokaler Planungsinstitutionen im Kontext globaler Stadtentwicklungsphänomene wie Reurbanisierung und der Verdrängung von Industrie aus zentralen Stadtgebieten. https://doi.org/10.1080/09654313.2026.2644411. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

26.März 2026

Anpassung von Kommunen an Hochwassergefahren

Die ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith und Lennart Bosse haben einen Artikel in der Fachzeitschrift „RaumPlanung“ veröffentlicht. Der Artikel analysiert und bewertet Kriterien basiert das kommunale Anpassungshandeln nach dem Hochwasser 2021 auf empirischer Grundlage. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Anzahl und große Vielfalt konkret umgesetzter Maßnahmen von Schutz und Vorsorge sowie weiterhin bestehende Herausforderungen und bietet zukünftige Orientierung für zuständige Akteure im Management von Hochwasser. https://ifr-ev.de/raumplanung/wassersensible-stadt/. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

27.Feb. 2026

Step by step: Exploring accessibility perceptions of older adults and young families outside urban cores through walk-along interviews

Die ILS-Wissenschaftlerinnen Janina Welsch und Anna-Lena van der Vlugt haben zusammen mit Kolleg*innen der Universität Groningen einen Artikel in der Fachzeitschrift „Journal of Urban Mobility“ veröffentlicht. In dem Artikel sind erste Ergebnisse der Walk-Along-Interviews aus dem Projekt „AccessCity4All“ veröffentlicht. Basierend auf Interviews zur wahrgenommenen Erreichbarkeit in der Provinz Groningen, einem der Fallstudiengebiete des Projekts, werden neue Erkenntnisse über die Wahrnehmungen zweier vulnerabler Gruppen hinsichtlich ihrer Erfahrungen beim Zufußgehen und der Erreichbarkeit von wichtigen Einrichtungen in ländlich bzw. suburban geprägten Siedlungen präsentiert. https://doi.org/10.1016/j.urbmob.2026.100199. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

20.Feb. 2026

Regelungen zum Flächenüberhang in der Windenergieplanung – Ein neues Flexibilisierungsinstrument hoheitlicher Planung mit Unsicherheiten

Der ILS-Wissenschaftler Jonas Marschall hat einen Artikel in der Fachzeitschrift „Die Öffentliche Verwaltung“ veröffentlicht. Um den Planungsregionen bei der planerischen Erfüllung ihrer regionalen Teilflächenziele für die Windenergie mehr Flexibilität durch interregionale Zusammenarbeit zu ermöglichen, haben mehrere Bundesländer deshalb nach dem Vorbild des Windenergieflächenbedarfsgesetzes Regelungen getroffen, welche die Planungsregionen zur Vereinbarung eines sogenannten „Flächenüberhangs“ bzw. einer „Flächenkompensation“ ermächtigen sollen. Dieser Ansatz ist auch mit Blick auf andere raumordnerische Handlungsfelder innovativ und interessant. Gerade bei der Begrenzung der Flächeninanspruchnahme durch die Landes- und Regionalplanung stellt das Spannungsfeld zwischen Verbindlichkeit und Flexibilität mengenbezogener Steuerungsansätze eine Herausforderung dar. Die konkreten Regelungen zum Flächenüberhang werfen allerdings Fragen auf. Eine genaue Betrachtung der Beispiele offenbart Unterschiede und Probleme der Regelungsansätze. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Veranstaltungen

Wissenstransfer anders machen?! Reallabore, Pop-Ups, Performances, mobile und aufsuchende Angebote in der Energiewende

Eine gelingende Energiewende benötigt neben wissenschaftlichen Erkenntnissen, technischen Innovationen, förderlichen ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen auch neue gesellschaftliche Praktiken und Ästhetiken. Zusätzlich zu den bewährten Formaten der Wissensvermittlung wie Vorträgen oder Panels gewinnen neue Vermittlungsansätze im Kontext der Energiewende daher an Bedeutung. Die Tagung am 27. April in Gelsenkirchen möchte einen Reflexions- und Experimentierraum für neue Formate des Wissenstransfers eröffnen. Prof. Dr. Thomas Weith stellt dort in einer Session neue Kommunikationsformate zur Wissensvermittlung anhand von Beispielen aus dem ILS vor. Mehr…

Projekt REDESIGN: Eröffnung des Weltackers in Dortmund

Teilt man die rund 1,6 Milliarden Hektar Ackerfläche weltweit durch die Zahl der Menschen, bleiben rechnerisch etwa 2000 m² pro Person. Auf dieser Fläche muss alles wachsen, was uns ernährt und versorgt. Diese 2000 m² werden nun in Dortmund als Weltacker sichtbar und erlebbar. Der Aufbau des Weltackers wird gefördert durch HORIZON Europe innerhalb des Projekts REDESIGN. Der Ernährungsrat Dortmund ist aktiver Teil des REDESIGN-Projekts und realisiert den Weltacker als Reallabor als einen Lern- und Dialogort auf dem Schultenhof Dortmund. Der Weltacker wird am Sonntag, 26. April, ab 14 Uhr eröffnet. Weitere Infos und Programm

Begegnung (un)erwünscht? – Öffentliche Räume im Spannungsfeld von Begegnung, Akzeptanz und Rücksichtnahme

Öffentliche Räume sind zentrale Orte spontaner Begegnung und des städtischen Zusammenlebens, an denen Menschen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen aufeinandertreffen. Gleichzeitig werden hier auch Spannungen sichtbar, wenn verschiedene Nutzungsansprüche, Erwartungen und Lebensrealitäten aufeinanderprallen. Die Diskussionsveranstaltung der Stadt Oberhausen am 7. Mai ab 15:45 Uhr geht der Frage nach, wie öffentliche Räume als „Dritte Orte“ gestaltet werden können. ILS-Wissenschaftler Ralf Zimmer-Hegmann wird in seinem Beitrag die Bedeutung und die Herausforderungen öffentlicher Begegnungsorte für das gesellschaftliche Miteinander beleuchten. Die Veranstaltung findet auf dem Wissenschaftscampus NRW (WICA) statt. Weitere Informationen und Anmeldung

Handlungsempfehlungen zur Konzeption von integrierten Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere

Das ILS lädt gemeinsam mit dem Zukunftsnetzwerk Mobilität NRW am 5. Mai zur der zweiten von insgesamt drei Transferveranstaltungen aus dem Projekt NaMoLI III ein.  Dabei werden in Münster unter der Überschrift „Handlungsempfehlungen zur Konzeption von Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere“ vor allem der Entwicklungsprozess und die Instrumente der autoreduzierten Quartiersentwicklung betrachtet. Der Fokus liegt auf der Vorstellung eines Handlungsleitfadens, der innerhalb des NaMoLI III-Projekts am Beispiel der Lincoln-Siedlung in Darmstadt erarbeitet worden ist. Als Praxisbeispiel wird außerdem ein Wohnprojekt aus Arnsberg vorgestellt. Weitere Informationen und Anmeldung

Von der Ankunft zur Teilhabe. Abschlusstagung des Forschungs-Praxis-Projekts „Teilhabe in neuen Ankunftsquartieren stärken“

Migration prägt den kommunalen Alltag. Auch Regionen, die bislang wenig Erfahrung mit internationaler Migration hatten, werden zunehmend zu Ankunftsorten. Wie können Teilhabe und Zusammenhalt gelingen? Diese Frage steht im Zentrum der Abschlussveranstaltung des Projekts „Teilhabe in ‚neuen‘ Ankunftsquartieren stärken“ – eine Kooperation von ILS Research, Technische Universität Berlin (TU Berlin), Deutsches Institut für Urbanistik (Difu) und STADTRAUMKONZEPT, gefördert durch die Stiftung Mercator. Dabei richten wir den Blick auf praxisnahe Erkenntnisse, erprobte Ansätze und strukturelle Perspektiven zur nachhaltigen Stärkung von Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt in Ankunftsquartieren. Eingeladen sind Akteur*innen aus Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft, (Kommunal-)Politik und Wissenschaft. Zur Anmeldung

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