Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen diese Forschungsschwerpunkte.
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Aktuelles
Einladung nach Göttingen: Prof. Dr. Thomas Weith zu Nachhaltigem Land- und Ressourcenmanagement
Der Umgang mit Land bleibt aus gesellschaftlicher als auch wissenschaftlicher Sicht eines der zentralen Bausteine für eine nachhaltigkeitsorientierte räumliche Entwicklung. Mit einem Vortrag am 10. Juni 2026 an der Universität Göttingen zum Thema „Nachhaltiges Land- und Ressourcenmanagement“ konnte Prof. Dr. Thomas Weith vom ILS sowohl aktuelle Problemwahrnehmungen als auch Wirkungszusammenhänge beleuchten. Mehr…
Keine Angst vor leerstehende Riesen: Zweiter Abend des Städtebaulichen Kolloquiums Sommer 2026 in Aachen
Nach dem Auftakt im Mai beschäftigte sich der zweite Abend des Städtebaulichen Kolloquiums an der RWTH Aachen mit „Leerstehende Riesen als neue Stadtbausteine“. Im Mittelpunkt stand die Um- und Nachnutzung großer innerstädtischer Gebäude für Bildungs- und Wissenschaftszwecke. Dabei wurden auch die städtebaulichen, stadtplanerischen und strategischen Einbettungen mit ihren Herausforderungen an Beispielen aus Aachen, Dormagen, Siegen und Lübeck. aufgezeigt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Thomas Weith aus dem ILS. Zur Meldung
JRF-WissensLunch: „Teilhabe stärken: Ankunftsquartiere als Schlüsselräume kommunaler Integrations- und Stadtentwicklungspolitik“
ILS-Wissenschaftlerin Dr. Isabel Ramos Lobato wird am kommenden Freitag, 26. Juni, beim JRF-WissensLunch einen Vortrag halten. Darin richtet sie den Blick auf sogenannte Ankunftsquartiere als Orte, an denen Zugänge zu Wohnen, Bildung, Arbeit, Beratung und sozialen Netzwerken im Alltag eröffnet, aber auch begrenzt werden. Auf Grundlage mehrjähriger transdisziplinärer Forschung wird diskutiert, wie Ankunftsquartiere entstehen, welche Rolle sie für lokale Teilhabe spielen und was es braucht, um sie als Schlüsselräume kommunaler Integrations- und Stadtentwicklungspolitik zu stärken. Mehr…
Pressemitteilung – Ankommen als kommunale Aufgabe: Wie Ankunftsquartiere Teilhabe stärken können
Migration prägt längst den Alltag von Städten und Gemeinden in ganz Deutschland. Kommunen stehen vor der Aufgabe, Ankommen und Teilhabe unter zunehmend dynamischen Bedingungen zu gestalten. Welche Rolle dabei sogenannte Ankunftsquartiere spielen und wie Kommunen diese gezielt stärken können, zeigt das jetzt erschienene Booklet „Was Ankunftsquartiere stark macht“, das im Projekt „Teilhabe in neuen Ankunftsquartieren stärken“ entstanden ist. Zur Pressemitteilung
Ankunftsquartiere stärken: Wie können Teilhabe und Zusammenhalt vor Ort gelingen?
Diese Frage stand im Zentrum der Abschlusstagung „Von der Ankunft zur Teilhabe“ gestern in Essen. Nach drei Jahren Forschungs-Praxis-Projekt „Teilhabe in ,neuen‘ Ankunftsquartieren stärken“ kamen Perspektiven aus Wissenschaft, Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft, Politik und Wohnungswirtschaft zusammen. Das Projekt hat gezeigt: Ankunftsquartiere sind weit mehr als Orte besonderer Herausforderungen. Sie eröffnen Zugänge zu Wohnraum, Beratung, Bildung, sozialen Netzwerken und alltagspraktischem Wissen. Damit leisten sie eine wichtige Funktion für die gesamte Stadtgesellschaft. Zum Bericht
Publikationen
Anpassung von Kommunen an Hochwassergefahren
Die ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith und Lennart Bosse haben einen Artikel in der Fachzeitschrift „RaumPlanung“ veröffentlicht. Der Artikel analysiert und bewertet Kriterien basiert das kommunale Anpassungshandeln nach dem Hochwasser 2021 auf empirischer Grundlage. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Anzahl und große Vielfalt konkret umgesetzter Maßnahmen von Schutz und Vorsorge sowie weiterhin bestehende Herausforderungen und bietet zukünftige Orientierung für zuständige Akteure im Management von Hochwasser. https://ifr-ev.de/raumplanung/wassersensible-stadt/. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Step by step: Exploring accessibility perceptions of older adults and young families outside urban cores through walk-along interviews
Die ILS-Wissenschaftlerinnen Janina Welsch und Anna-Lena van der Vlugt haben zusammen mit Kolleg*innen der Universität Groningen einen Artikel in der Fachzeitschrift „Journal of Urban Mobility“ veröffentlicht. In dem Artikel sind erste Ergebnisse der Walk-Along-Interviews aus dem Projekt „AccessCity4All“ veröffentlicht. Basierend auf Interviews zur wahrgenommenen Erreichbarkeit in der Provinz Groningen, einem der Fallstudiengebiete des Projekts, werden neue Erkenntnisse über die Wahrnehmungen zweier vulnerabler Gruppen hinsichtlich ihrer Erfahrungen beim Zufußgehen und der Erreichbarkeit von wichtigen Einrichtungen in ländlich bzw. suburban geprägten Siedlungen präsentiert. https://doi.org/10.1016/j.urbmob.2026.100199. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Regelungen zum Flächenüberhang in der Windenergieplanung – Ein neues Flexibilisierungsinstrument hoheitlicher Planung mit Unsicherheiten
Der ILS-Wissenschaftler Jonas Marschall hat einen Artikel in der Fachzeitschrift „Die Öffentliche Verwaltung“ veröffentlicht. Um den Planungsregionen bei der planerischen Erfüllung ihrer regionalen Teilflächenziele für die Windenergie mehr Flexibilität durch interregionale Zusammenarbeit zu ermöglichen, haben mehrere Bundesländer deshalb nach dem Vorbild des Windenergieflächenbedarfsgesetzes Regelungen getroffen, welche die Planungsregionen zur Vereinbarung eines sogenannten „Flächenüberhangs“ bzw. einer „Flächenkompensation“ ermächtigen sollen. Dieser Ansatz ist auch mit Blick auf andere raumordnerische Handlungsfelder innovativ und interessant. Gerade bei der Begrenzung der Flächeninanspruchnahme durch die Landes- und Regionalplanung stellt das Spannungsfeld zwischen Verbindlichkeit und Flexibilität mengenbezogener Steuerungsansätze eine Herausforderung dar. Die konkreten Regelungen zum Flächenüberhang werfen allerdings Fragen auf. Eine genaue Betrachtung der Beispiele offenbart Unterschiede und Probleme der Regelungsansätze. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
The Reputation of Primary Schools—Rumours with Consequences for Segregation
ILS-Wissenschaftlerin Isabel Ramos Lobato hat gemeinsam mit Andreas Wettlaufer (Ruhr-Universität Bochum) einen Artikel in der Fachzeitschrift „Tijdschrift voor Economische en Sociale Geografie“ veröffentlicht. Aufbauend auf früheren Forschungen untersucht der Artikel anhand eines Mixed-Methods-Designs, wie der Ruf von Grundschulen in Diskursen in einem deutschen Stadtteil in Nordrhein-Westfalen entsteht und welche Rolle er bei der Schulwahl spielt. Es zeigt sich, dass der Ruf der lokalen Schulen im Gegensatz zu früheren Studien im Allgemeinen ihre Zusammensetzung widerspiegelt. Auch wenn dies nicht bedeutet, dass daraus tatsächlich verlässliche Rückschlüsse auf die Qualität einer Schule gezogen werden können, ist der Ruf ein sehr wichtiges Kriterium für die Schulwahl in allen sozialen Gruppen. Dennoch variieren die Wahrnehmungen einzelner Grundschulen je nach Bildungsabschluss der Eltern, was zur Schulsegregation beiträgt. https://doi.org/10.1111/tesg.70060. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Entrepreneurs’ ‘Triadic Spatial Paradox’: theorising the hybrid home‑based business workspace experience
ILS-Wissenschaftlerin Cornelia Tippel hat gemeinsam mit Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift „International Small Business Journal: Researching Entrepreneurship“ veröffentlicht. Der Artikel beschäftigt sich mit der Bedeutung von Raum im Unternehmertum und entwickelt auf Grundlage der Erfahrungen von Home-Based Businesses (HBBs) das konzeptionelle Modell des ‚Triadic Spatial Paradox‘. Der Beitrag zeigt, wie sie ihre hybriden und sich wandelnden Wohn-/Arbeitsräume persönlich wahrnehmen, mit Bedeutung versehen und gestalten sowie wie sie die damit verbundenen raumbezogenen Spannungen und Paradoxien in ihrem Arbeitsalltag beschreiben. https://doi.org/10.1177/02662426251410801. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Veranstaltungen
Forum Stadtbaukultur: IGA 2027 – Blümchenschau oder Stadtentwicklung?
In fast genau einem Jahr, am 23. April 2027, wird die Internationale Gartenausstellung Ruhrgebiet (IGA) eröffnet. In dem knapp 180tägigen Ausstellungszeitraum bis Mitte Oktober 2027 werden dazu mehr als 3 Millionen Besuchende erwartet. In Dortmund-Huckarde entsteht derzeit aus diesem Anlass eine neue öffentliche Grünfläche: der „Kokereipark“. Gemeinsam mit den angrenzenden Arealen der Kokerei Hansa, dem Nahverkehrsmuseum Mooskamp und dem Deusenberg bildet er das Dortmunder Ausstellungsgelände der IGA 2027 – den „Zukunftsgarten“. Welche Zielsetzungen werden im Ruhrgebiet mit der IGA 2027 verfolgt? Was dürfen die Besuchenden in Dortmund erwarten? Und lohnt der Aufwand auch langfristig? Die Diskussion und Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen stehen im Mittelpunkt dieses Forum Stadtbaukultur, am 27. April 2026. Mehr…
Wissenstransfer anders machen?! Reallabore, Pop-Ups, Performances, mobile und aufsuchende Angebote in der Energiewende
Eine gelingende Energiewende benötigt neben wissenschaftlichen Erkenntnissen, technischen Innovationen, förderlichen ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen auch neue gesellschaftliche Praktiken und Ästhetiken. Zusätzlich zu den bewährten Formaten der Wissensvermittlung wie Vorträgen oder Panels gewinnen neue Vermittlungsansätze im Kontext der Energiewende daher an Bedeutung. Die Tagung am 27. April in Gelsenkirchen möchte einen Reflexions- und Experimentierraum für neue Formate des Wissenstransfers eröffnen. Prof. Dr. Thomas Weith stellt dort in einer Session neue Kommunikationsformate zur Wissensvermittlung anhand von Beispielen aus dem ILS vor. Mehr…
Projekt REDESIGN: Eröffnung des Weltackers in Dortmund
Teilt man die rund 1,6 Milliarden Hektar Ackerfläche weltweit durch die Zahl der Menschen, bleiben rechnerisch etwa 2000 m² pro Person. Auf dieser Fläche muss alles wachsen, was uns ernährt und versorgt. Diese 2000 m² werden nun in Dortmund als Weltacker sichtbar und erlebbar. Der Aufbau des Weltackers wird gefördert durch HORIZON Europe innerhalb des Projekts REDESIGN. Der Ernährungsrat Dortmund ist aktiver Teil des REDESIGN-Projekts und realisiert den Weltacker als Reallabor als einen Lern- und Dialogort auf dem Schultenhof Dortmund. Der Weltacker wird am Sonntag, 26. April, ab 14 Uhr eröffnet. Weitere Infos und Programm
Begegnung (un)erwünscht? – Öffentliche Räume im Spannungsfeld von Begegnung, Akzeptanz und Rücksichtnahme
Öffentliche Räume sind zentrale Orte spontaner Begegnung und des städtischen Zusammenlebens, an denen Menschen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen aufeinandertreffen. Gleichzeitig werden hier auch Spannungen sichtbar, wenn verschiedene Nutzungsansprüche, Erwartungen und Lebensrealitäten aufeinanderprallen. Die Diskussionsveranstaltung der Stadt Oberhausen am 7. Mai ab 15:45 Uhr geht der Frage nach, wie öffentliche Räume als „Dritte Orte“ gestaltet werden können. ILS-Wissenschaftler Ralf Zimmer-Hegmann wird in seinem Beitrag die Bedeutung und die Herausforderungen öffentlicher Begegnungsorte für das gesellschaftliche Miteinander beleuchten. Die Veranstaltung findet auf dem Wissenschaftscampus NRW (WICA) statt. Weitere Informationen und Anmeldung
Handlungsempfehlungen zur Konzeption von integrierten Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere
Das ILS lädt gemeinsam mit dem Zukunftsnetzwerk Mobilität NRW am 5. Mai zur der zweiten von insgesamt drei Transferveranstaltungen aus dem Projekt NaMoLI III ein. Dabei werden in Münster unter der Überschrift „Handlungsempfehlungen zur Konzeption von Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere“ vor allem der Entwicklungsprozess und die Instrumente der autoreduzierten Quartiersentwicklung betrachtet. Der Fokus liegt auf der Vorstellung eines Handlungsleitfadens, der innerhalb des NaMoLI III-Projekts am Beispiel der Lincoln-Siedlung in Darmstadt erarbeitet worden ist. Als Praxisbeispiel wird außerdem ein Wohnprojekt aus Arnsberg vorgestellt. Weitere Informationen und Anmeldung



















