Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Aktuelles
JRF vor Ort: Grün, aktiv mobil und gerecht: Wege zu gesunden Städten
Gesundheit wird immer mehr zum Thema der Stadtentwicklung – in Wissenschaft und Praxis. Städte stehen vor wachsenden Herausforderungen wie steigende Temperaturen in dicht bebauten Quartieren, Lärm- und Luftverschmutzung oder fehlende Grün- und Freiräume zur Erholung. Um gute Lebensverhältnisse für alle in urbanen Räumen zu schaffen, gewinnt ein ganzheitlicher Ansatz an Bedeutung, der Gesundheit, Umweltqualität und gerechte Lebensverhältnisse zusammendenkt. Im Fokus stehen dabei unter anderem die Sicherung ruhiger und zugleich zentral gelegener Wohnorte, der Ausbau qualitativ hochwertiger Grün- und Wasserflächen, die Förderung aktiver Mobilität sowie ein gerechter Zugang zu gesundheitsfördernden Stadträumen für alle Bevölkerungsgruppen. Bei dieser „JRF vor Ort“-Veranstaltung am 18. Mai wollen wir gemeinsam diskutieren, wie unsere Städte lebenswerter, kühler und aktiver gestaltet werden können. Zur Anmeldung
Bericht aus der Forschung: Trends und Tendenzen der Siedlungsentwicklung und deren Auswirkungen auf das Erreichen der flächenpolitischen Ziele des Bundes
Die Flächeninanspruchnahme ist eine schleichende gesellschaftliche Herausforderung mit sich verstärkenden Folgen, wie dem Freiraumverlust, der Landschaftszerschneidung oder einer Erhöhung des Verkehrsaufkommens. Seit 2002 verfolgt die deutsche Nachhaltigkeitspolitik das Ziel, die Flächeninanspruchnahme bis 2030 auf weniger als 30 ha/Tag und bis 2050 auf „Netto-Null“ zu begrenzen. Der Abschlussbericht bündelt die Ergebnisse des Projekts „Trends und Tendenzen der Siedlungsentwicklung und deren Auswirkungen auf das Erreichen der flächenpolitischen Ziele des Bundes. Zum Abschlussbericht
Bericht aus der Forschung: Atlas regionaler Energiewenden
Wer die Energiewende gestalten will, muss sie mit den Menschen planen – besonders dort, wo gegenüber Wind- oder Solarprojekten noch Vorbehalte bestehen. Der „Atlas regionaler Energiewenden“ zeigt, dass die Energiewende auch ein kultureller, sozialer und planerischer Transformationsprozess ist. Die im Forschungsprojekt PlanTieFEn entstandene Publikation verbindet technische, rechtliche und soziale Aspekte der Energieplanung mit regionalen Identitäten, historischen Entwicklungspfaden und lokalen Zukunftsvorstellungen. Zum Atlas
Die Sicht der Modellkommunen: Gemeinsame Diskussionen zum Förderbaustein „Dauerhafte Umnutzung von leerstehenden Ladenlokalen“
Am 25. Februar 2026 fand im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW (MHKBD) das 14. Treffen der Arbeitsgruppe Ladenumnutzung als Workshop statt. Eingeladen hatten ILS und MHKBD. Vertreter*innen aus elf Modellkommunen, den Bezirksregierungen Arnsberg und Münster sowie zwei Quartiersarchitekten tauschten sich zu ihren Erfahrungen mit dem Förderbaustein „Dauerhafte Umnutzung von leerstehenden Ladenlokalen“ aus. Im Mittelpunkt stand die Bewertung des Förderangebots aus kommunaler Sicht sowie die Frage, welche Ansätze und Rahmenbedingungen sich in der praktischen Umsetzung bewährt haben. Die Diskussionen lieferten wertvolle Impulse und praxisnahe Erkenntnisse für die Begleitforschung des ILS. Mehr…
Bericht aus der Forschung: Urbanes Grün im Klimawandel
Urbanes Grün leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung – besonders in dicht bebauten Innenstädten. Es kann dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels zu mindern. Der vorliegende Leitfaden „Urbanes Grün im Klimawandel“ zeigt Maßnahmen zur Grünflächenentwicklung vor dem Hintergrund der gestiegenen Bedeutung von Klimaanpassung im urbanen Raum auf. Viele Best-Practice-Beispiele zeigen wie die kommunale Umsetzung gelingen kann. Zum Bericht
Publikationen
Entrepreneurs’ ‘Triadic Spatial Paradox’: theorising the hybrid home‑based business workspace experience
ILS-Wissenschaftlerin Cornelia Tippel hat gemeinsam mit Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift „International Small Business Journal: Researching Entrepreneurship“ veröffentlicht. Der Artikel beschäftigt sich mit der Bedeutung von Raum im Unternehmertum und entwickelt auf Grundlage der Erfahrungen von Home-Based Businesses (HBBs) das konzeptionelle Modell des ‚Triadic Spatial Paradox‘. Der Beitrag zeigt, wie sie ihre hybriden und sich wandelnden Wohn-/Arbeitsräume persönlich wahrnehmen, mit Bedeutung versehen und gestalten sowie wie sie die damit verbundenen raumbezogenen Spannungen und Paradoxien in ihrem Arbeitsalltag beschreiben. https://doi.org/10.1177/02662426251410801. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Belief-driven and socio-spatially effective? Transition pathways from car-oriented to car-reduced planning on the neighborhood scale
ILS-Wissenschaftlerin Annika Schröder hat gemeinsam mit Sina Steele von der Goethe-Universität Frankfurt einen Artikel in der Fachzeitschrift International Journal of Sustainable Transportation veröffentlicht. Die Entwicklung von Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere trifft auf Strukturen und Denkmuster, die auf das Auto ausgerichtet sind. Diese stellen innovative Planungsstrategien vor Herausforderungen. Am Beispiel von Quartiersentwicklungen in Darmstadt, Bielefeld und Köln gehen die Autorinnen dem Transformationsprozess von autoorientierter zu autoreduzierter Planung auf den Grund. Basierend auf einem komplexen Zusammenspiel von Überzeugungsmustern und sozio-räumlichen Faktoren (materiell, institutionell, kulturell) leiten sie Varianten eines Planungswandels von autoorientiert zu autoreduziert ab. Sie zeigen zudem, dass es in der Praxis erfolgversprechend scheint, Planungsvisionen kontextspezifisch zu begründen, Experimentieren und Institutionalisieren zu kombinieren und Planungserfahrungen zu verbreiten. https://doi.org/10.1080/15568318.2025.2598440. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Segregation an Grundschulen und die Produktion von Ungleichheit
ILS-Wissenschaftlerin Isabel Ramos Lobato hat gemeinsam mit anderen Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift sub/urban veröffentlicht. Der vorliegende Beitrag untersucht am Beispiel einer Großstadt in NRW die Ursachen von Grundschulsegregation. In vielen deutschen Städten zeigt sich auf der Grundschulebene ein zum Teil gravierendes Ausmaß an Segregation. Dies ist problematisch, da insbesondere in der Grundschule zentrale Weichenstellungen für die soziale Mobilität und den sozialen Zusammenhalt erfolgen. Basierend auf einer Kombination quantitativer und qualitativer Daten zeigt die Analyse, wie räumliche, individuelle und institutionelle Faktoren sowie deren Wechselwirkungen zur Entstehung und Verstärkung von Schulsegregation beitragen, und verdeutlicht damit die Komplexität der Segregationsprozesse im Bildungssystem. Ein besseres Verständnis dieser Wechselwirkungen ist nicht nur aus wissenschaftlicher Perspektive unerlässlich, sondern auch, um Maßnahmen zur Linderung von Schulsegregation zielgerichtet einsetzen zu können. https://doi.org/10.36900/suburban.v13i2/3.1025. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Energy renovation challenges in dense low-income neighbourhoods with fragmented ownership: insights from Dortmund–Nordstadt, Germany
ILS-Wissenschaftler Stefano Cozzolino hat gemeinsam mit Lisa Haag einen Artikel in der Fachzeitschrift „Town Planning Review“ veröffentlicht. In politischen Dokumenten wird die energieeffiziente Sanierung von Wohngebäuden zunehmend als globale Priorität genannt, die auf lokaler Ebene umgesetzt werden muss. Dieser Artikel untersucht die Herausforderungen bei der Umsetzung solcher energieeffizienten Sanierungsstrategien in dicht besiedelten, einkommensschwachen Stadtvierteln, die durch eine hohe Fragmentierung des Eigentums gekennzeichnet sind. Mit Fokus auf die Dortmunder Nordstadt kombiniert die Studie die Analyse räumlicher Daten und Politikdokumente sowie die intensive Zusammenarbeit mit privaten Eigentümer*innen und kommunalen Akteur*innen. Es werden die spezifischen Perspektiven privater Akteur*innen untersucht und gleichzeitig weiterrgehende Schlussfolgerungen für die Stadtplanung gezogen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung kontextsensitiver Ansätze und weisen auf das Potenzial von quartiersspezifischen, niedrigschwelligen Beteiligungsformaten hin, um Maßnahmen zu erleichtern. https://doi.org/10.3828/tpr.2025.37. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
The impact of migration background and ethnicity on car, bus and bicycle use in England
Menschen mit Migrationshintergrund oder die sich selbst als zugehörig zu einer ethnischen Minderheit identifizieren zeigen in ihrem Alltag häufig eine andere Verkehrsmittelnutzung als die Bevölkerungsmehrheit. Warum das so ist, dazu gab es bisher kaum quantitative Studien in Europa und in Großbritannien. ILS-Wissenschaftlerin Janina Welsch und Giulio Mattioli von der TU Dortmund schließen diese Lücken mit der Analyse von Daten einer Umfrage in britischen Haushalten aus 2018–2019. Mit Hilfe von ordinalen Regressionsmodellen untersuchen sie den Einfluss der Migrationsgeneration und der ethnischen Zugehörigkeit auf die Häufigkeit der Nutzung von Autos, Bussen und Fahrrädern. Die Ergebnisse zeigen, dass das Verkehrsverhalten je nach Migrationshintergrund und ethnischer Zugehörigkeit erheblich variiert, wobei letztere eine größere Rolle spielt. Mehr dazu: https://doi.org/10.1007/s11116-025-10696-5. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Veranstaltungen
25. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW: Programm veröffentlicht
Am 13. März 2026 findet unter dem Titel „Infrastrukturen – Herausforderungen in der Transformation“ die 25. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW beim Regionalverband Ruhr in Essen statt. Das Programm der Konferenz ist nun fertiggestellt und veröffentlicht. Auch die Anmeldung ist ab sofort möglich. Mehr…
Städtebauliches Kolloquium Winter 2025/26: IDENTIFIKATION als Motor
Am 13. Januar 2026 findet die Abschlussveranstaltung „IDENTIFIKATION als Motor“ des Städtebaulichen Kolloquiums der RWTH Aachen statt. Moderiert wird die Veranstaltung im Foyer des Reiff Museums von ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith. Dr. Stefano Cozzolino, ebenfalls vom ILS, wir in seinem Input über die gesellschaftliche Relevanz der urbanen Schönheit sprechen. Mehr…
Forum StadtBauKultur: Werkzeuge für den Wandel – Digitale Ansätze für eine klimaresiliente Stadt
Immer deutlicher spüren wir die Auswirkungen des Klimawandels. Auch digitale Werkzeuge können dabei helfen, den Wandel der Stadt mit Blick auf Klimaveränderungen zu begleiten. Diese stehen im Mittelpunkt des nächsten Forums Stadtbaukultur am 27. Oktober im Dortmunder Rathaus. Die ILS-Wissenschaftler*innen Dr. Shaojuan XU und Dr. Bastian Heider stellen dabei eine 3D-Wärmelandkarte des Dortmunder Stadtgebiets und eine 3D-Schattensimulationstool zur Analyse urbaner Hitzebelastung vor. Die Ergebnisse stammen aus dem Projekt CATCH4D. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie auf der Internetseite des Forums
Werkbund Regionale Dortmund
Am 29. September 2025 um 18.30 Uhr findet in der Aula des Fritz-Henßler-Berufskollegs in Dortmund das nächste Forum StadtBauKultur statt. Inhaltlich knüpft die Veranstaltung an vorangegangene Termine an und beleuchtet erneut das Zukunftsthema Bauen im Bestand. Mit dem Fritz-Henßler-Berufskolleg bildet der Tagungsort selbst das Schwerpunkthema des Abends. Der Dortmunder Werkbund Architekt Tilo Pfeiffer stellt die vorbildliche Sanierung des mehrfach national und international ausgezeichneten Bildungsbaus vor und lädt später zu einem Rundgang ein. Zuvor wird Professor Wolfgang Sonne von der Technischen Universität zum Umbau im Dortmunder Stadtbild referieren sowie Thomas Schmidt als Vorstand Deutscher Werkbund NW die „Doppelte Chance für die Bestandssanierung“ in Dortmund einordnen. Mehr…
Wissenschaftsjahr 2025: Themenabend Zukunftsenergie in Dortmund
Wie wichtig Energie ist, wurde zuletzt am massiven Stromausfall in Portugal und Spanien deutlich. Doch wie können sich Städte und ihre Bewohner*innen zukunftssicher aufstellen? Wie gelingt die Energiewende? Um diese Fragen geht es beim Themenabend zur Energiezukunft am Montag, 16. Juni, auf der Eventfläche TwentyOne der DEW21 in Dortmund. Die Stadt Dortmund veranstaltet ihn gemeinsam mit dem Projekt „Power2Change: Mission Energiewende“ sowie weiteren Partner*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft im „Wissenschaftsjahr 2025 – Zukunftsenergie“. ILS-Wissenschaftlerin Sarah Friese ist als Expertin mit dabei. Infos und Anmeldung



















