Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Aktuelles
ILS-Forschungsstrategie 2025+: Urbanen Wandel verstehen, urbanen Wandel gestalten
„Urbanen Wandel verstehen, urbanen Wandel gestalten“ – dieses Motto prägt unsere Arbeit als ILS. Wir arbeiten an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis. Mit anwendungsorientierter Forschung und evidenzbasierter Beratung unterstützen wir Städte und Regionen dabei, komplexe Herausforderungen nachhaltig, gerecht und zukunftsfähig zu bewältigen. Mit der vorliegenden Forschungsstrategie 2025+ formulieren wir die strategische Weiterentwicklung des ILS. Mehr…
Präsentation des GreenME Projekts in Estland
Die ENBEL 2025-Konferenz in Tallinn, Estland, wurde dieses Mal unter dem Thema „Klimawandel und Gesundheit” veranstaltet. Als Vertreterin des ILS und dem von EU Horizon finanzierten GreenME-Projekt hielt Lizzy Moonga einen Vortrag über die Rolle naturbasierter Lösungen grüner und blauer Infrastruktur für die Förderung der psychischen Gesundheit und des menschlichen Wohlbefindens. Mehr…
Bodenschutzpreis NRW: Flächen zurückgewonnen für Wohnen, Erholung und Natur
Ein neuer Park am Rhein in Duisburg, ein neues Wohnquartier samt Kita in Iserlohn und ein neues Stück Natur im Landschaftsschutzgebiet in Wuppertal: Alle drei entstanden auf alten Industrieflächen nach Altlastensanierungen. Für die Projekte gab es vergangene Woche den NRW-Bodenschutzpreis. Dieser wurde bereits zum 6. Mal gemeinsam vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV) sowie dem AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung vergeben. ILS-Wissenschaftlerin Dr. Andrea Dittrich-Wesbuer war wieder in der interdisziplinär besetzten Jury dabei. Die ausgezeichneten Projekte werden hier genauer vorgestellt.
ILS-JOURNAL 03/25 erschienen
Was bewirken Kunst und Kultur? Das Titelthema des aktuellen ILS-JOURNAL 03/25 begibt sich auf die Suche in Europas Nachbarschaften. Das Projekt STARTUP wird vorgestellt, an dem das ILS beteiligt ist. Es untersucht die Wirkung von Kultur und Kreativwirtschaft auf einzelne Stadtteile, auf die Stadtregionen, und auch auf Europa als Ganzes. Annette Bathen berichtet im Interview von ihrer Praxiserfahrung als Vorstandsmitglied des Vereins Urbanisten e. V. in Dortmund. Dort begleitet sie seit Jahren Menschen dabei ihre Nachbarschaft eigenständig kreativ zu gestalten. Mehr…
ILS auf der NRW-Nachhaltigkeitstagung: Impulse für Mobilitäts- und Ernährungswende
Auf der NRW-Nachhaltigkeitstagung vernetzten sich am vergangenen Donnerstag rund 550 Engagierte aus Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, um gemeinsam Lösungen für die sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen zu diskutieren. Die Konferenz in der Stadthalle Mülheim wurde von einem „Markt der Möglichkeiten“ begleitet, wo das ILS mit einem Stand dabei war. Mehr…
Publikationen
Large-scale resettlements in the face of solastalgia and solatium – The roller coaster ride of property rights in the Rhenish lignite mining area
ILS-Wissenschaftler Michael Kolocek hat einen Artikel in der Fachzeitschrift „Cities“ veröffentlicht. Der Artikel fasst wesentliche Forschungsergebnisse des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts Z³ („Zusammenhalthochdrei“) aus einer eigentumstheoretischen Perspektive zusammen. Das Projekt untersuchte den sozialen Zusammenhalt in ausgewählten Ortschaften aus dem Rheinischen Braunkohlerevier. Kolocek diskutiert im Artikel, dass, obwohl die Umsiedlungen im Rheinischen Braunkohlerevier unter der Überschrift der Sozialverträglichkeit stattgefunden haben, bei vielen Betroffen ein Gefühl zurückbleibt, das in der Fachliteratur häufig mit dem Konzept Solastalgia zusammengefasst wird. Bei großräumigen Umsiedlungen stoßen finanzielle Entschädigungen und partizipative Maßnahmen – selbst in Kombination – an ihre Grenzen. Sie können lokale Konflikte und Misstrauen gegenüber hoheitlichen Akteuren nicht vollständig verhindern – insbesondere, wenn die Betroffenen das Gefühl haben, dass in politischen und juristischen Auseinandersetzungen um den Braunkohletagebau Umweltargumente schwerer wiegen als das gefühlte „Recht auf Heimat“. https://doi.org/10.1016/j.cities.2025.106273. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Framing the relationship between justice and ecosystem services: A systematic review
ILS-Wissenschaftlerin Barbara Schröter hat gemeinsam mit Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift “Ecosystem Services” veröffentlicht. In dem Artikel wird untersucht, wie Gerechtigkeit in der Forschung über Ökosystemdienstleistungen konzeptualisiert wird. Es wurden fünf Framings gefunden, die jeweils unterschiedliche Formen von (Un)Gerechtigkeit (un)sichtbar machen. Die Verschiedenheit der Framings unterstreicht die Wichtigkeit, unterschiedliche Perspektiven auf Gerechtigkeit zu beachten. https://doi.org/10.1016/j.ecoser.2025.101755. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Integration Otherwise Inspiration Kit. A Guide for Practioners, Policymakers and Community Builder
Im Rahmen des Horizon 2020 Projekt ReRoot hat Cornelia Tippel, ILS-Wissenschaftlerin aus der Forschungsgruppe „Sozialraum Stadt“, als Co-Autorin an der Entstehung des „Integration Otherwise Inspiration Kit“ mitgewirkt. Die Veröffentlichung ist ein praktisches Handbuch, das „bottom-up“-Integration in den Mittelpunkt stellt und damit polarisierte Debatten über Integrationsunwilligkeit oder mangelnde Willkommenskultur hinter sich lässt. Die Autor*innen führen das Konzept „arrival infrastructuring“ ein, den interaktiven Prozess, in dem Neuankömmlinge, gemeinsam mit anderen, die Bedingungen ihrer Ankunft aktiv gestalten und transformieren. Durch Erfahrungsberichte und Werkzeuge für Reflektion und Handeln werden Praxis, Politik und Gemeinwesen mit tieferem Verständnis für die diversen Formen von „arrvival infrastructuring“ und die Erfolge und Herausforderungen alltäglicher Integrationsprozesse ausgestattet. https://doi.org/10.11116/9789461666758. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Erhalt der Mobilität älterer Menschen in urbanen Räumen im Zeichen des Klimawandels. Empirische Befunde zu wahrgenommener Hitzebelastung und möglichen Verhaltensanpassungen
ILS-Forscherin Kerstin Conrad hat gemeinsam mit Susanne Penger von der Universität Siegen einen Artikel in der „Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie” veröffentlicht. Der Artikel behandelt die Wahrnehmung von extremer Hitze durch ältere Menschen. Er stellt die Ergebnisse einer Befragung von 211 Personen im Alter von 65 bis 92 Jahren in Stuttgart dar. Dabei wurde ein Cluster von Vulnerabilitätsfaktoren entdeckt, bei denen es zu starker Reduzierung von außerhäuslichen Aktivitäten bei hoher wahrgenommener Hitzebelastung kam. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit zielgruppenspezifischer Hitzeschutz- und Hitzepräventionsmaßnahmen, die in kommunalen Hitzeaktionsplänen adressiert werden. https://doi.org/10.1007/s00391-025-02456-y. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Segregation an Grundschulen: Strukturen und Praktiken institutioneller Diskriminierung
ILS-Wissenschaftlerin Isabel Ramos Lobato hat gemeinsam mit Heike Hanhörster von der TU Berlin verschiedene Formen der institutionellen Diskriminierung untersucht, die schulische Segregation verstärken und der Funktion von Grundschulen als Ort der Begegnung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen entgegenwirken. Für ihren nun veröffentlichten Artikel in der Fachzeitschrift „Berichte. Geographie und Landeskunde“ führten sie dazu Interviews mit Expert*innen und Eltern und analysierten das Zusammenspiel zwischen institutionellen Strukturen und Praktiken und schulischer Segregation. Dabei wurden drei Dimensionen der institutionellen Diskriminierung beim Zugang zu Grundschulen ermittelt: die strategischen Ziele einer Schule im Umgang mit Segregation, den Aufnahmeprozess sowie die Profilbildung- und Informationspolitik einer Schule. Diese Faktoren erweisen sich als eher subtile, aber entscheidende Facetten der institutionellen Diskriminierung, die räumliche und bildungsbezogene Ungleichheiten mitproduzieren und aufrechterhalten. https://doi.org/10.25162/bgl-2025-0013. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Veranstaltungen
Forum Stadtbaukultur Dortmund
„Kunst in offenen und geschlossenen Räumen“ ist das Thema des nächsten Forums Stadtbaukultur Dortmund. Am Montag, den 02. Dezember um 19.00 Uhr, werden im Gartensaal des Baukunstarchivs NRW zwei Künstler das Spannungsfeld Kunst und Architektur in ihren Vorträgen beleuchten. Um Anmeldung wird bis zum 29.11.2024 gebeten. Mehr…
Zirkuläre StadtLandschaft – Lernen von … Dänemark, Niederlande, Belgien, …
Die diesjährige Winterausgabe des Städtebaulichen Kolloquiums zieht Lehren zum räumlichen Umgang unserer europäischen Nachbarn beim Thema Zirkuläres Wirtschaften. Die zweite Veranstaltung des dreiteiligen Kolloquiums beschäftigt sich mit dem Thema „KLIMASCHUTZ – vom Mehrwert der Zirkularität“ und findet am 10. Dezember um 18:00 im Foyer des Reiff Museums in Aachen statt. ILS-Wissenschaftlerin Ann-Kristin Steines referiert dort zu „Innovativen Systemen der kreislaufbasierten Agrarproduktion“. Mehr…
ILS bei der Science Night in Dortmund
Am 27. September startet die erste „Science Night – Die Dortmunder Nacht der Wissenschaft“ um 16 Uhr. Dort werden die zahlreichen Facetten der Dortmunder Wissenschaft präsentiert. 40 Einrichtungen und Akteur*innen öffnen ihre Türen und präsentieren ihre Arbeit. Das ILS wird im Foyer des U-Turms mit einem Multi-Touch-Tisch zum Thema „Agrarsysteme der Zukunft“ zu finden sein: Unkrautroboter, virtuelle Zäune für Kühe, Quallen und Algen auf dem Teller- dies und vieles mehr gibt es zu dort zu entdecken. Außerdem beteiligt sich das ILS an einer Führung durch die Dortmunder Nordstadt mit dem Schwerpunkt „Ankunftsquartiere“. Ankommen und Bleiben in Dortmund. Zum Programm
DOKORP 2025 – Einreichungsfrist verlängert für Call for Abstracts
Für die Dortmunder Konferenz Raum- und Planungsforschung 2025 vom 10. bis 12. Februar 2025 zum Thema „Grund zum Planen in Zeiten multipler Krisen“ wurde die Einreichungsfrist für Call for Abstracts & Roundtables bis zum 7. Oktober 2024 verlängert. Mehr…
Abschlussveranstaltung: Digitalisierung und Nachbarschaft – Sind wir schon drin?
Wie verändert die Digitalisierung das Zusammenleben in unseren Nachbarschaften? Unter dieser Fragestellung setzte sich das von der Stiftung Mercator geförderte Forschungsprojekt „Bin ich schon drin?“ mit den Formen digitalen sozialen Zusammenhalts auseinander. Die Ergebnisse des Projekts werden auf der Abschlusstagung am 10. September 2024 in Essen vorgestellt. Mehr…




















