Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Aktuelles
100. Promovierenden-Kolloquium am ILS
Mit dem 100. Promovierenden-Kolloquium feierte das ILS am 13. Januar 2026 ein besonderes Jubiläum . Seit 2009 ist das regelmäßig stattfindende Kolloquium ein zentraler Baustein der Nachwuchsförderung am ILS und bietet Promovierenden einen Raum für Austausch, Diskussion und wissenschaftliche Weiterqualifizierung.Das Promovierenden-Kolloquium ist Teil der umfassenden Bemühungen des ILS, seine Promovierenden bestmöglich zu unterstützen. Dabei entstehen die meisten Promotionen im Zuge der Forschungsarbeiten am ILS. Neben dem Kolloquium werden die Promovierenden auch individuell begleitet, unter anderem über Promovierendenvereinbarungen und weitere Unterstützungsangebote. Zur Meldung
Identifikation als Motor? Städtebauliches Kolloquium diskutiert neue Formen des Stadtumbaus
Innovative Wege der Stadtentwicklung und des Stadtumbaus standen in diesem Wintersemester im Mittelpunkt des Städtebaulichen Kolloquiums an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen. Bei der letzten von insgesamt drei Veranstaltungen am vergangenen Dienstag ging es um die Frage, inwieweit die Identifikation in und mit Räumen diese Prozesse vorantreiben. Mehr…
Arbeiten im ILS: Studentische Mitarbeit in den Projekten „Agrarsysteme der Zukunft“ und „FoodConnectRuhr“
Die Forschungsgruppe Raumbezogene Planung und Städtebau sucht ab März diesen Jahres studentische Unterstützung in den Projekten „Agrarsysteme der Zukunft“ und „FoodConnectRuhr“. Beide Stellen umfassen jeweils 9 bis 12 Wochenstunden. Die zu bearbeitenden Themen umfassen die nachhaltige Transformation von Agrar- und Ernährungssystemen mit besonderem Fokus auf regionale Lebensmittelwertschöpfungsketten, zukunftsfähige Agrarsysteme, Stadt-Land-Beziehungen sowie Anpassungsstrategien an den Klimawandel. Weitere Informationen zu den konkreten Aufgaben stehen in der Stellenausschreibung.
Fachwissen frei zugänglich machen
Die im oekom Verlag erscheinende Fachzeitschrift „Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning (RuR)“ geht auf ihrem goldenen Weg der Publikationspraxis den nächsten Schritt und wird ab 2026 als Diamond Open Access-Zeitschrift erscheinen. Diamond Open Access (OA) bedeutet, dass Publikationen oder Publikationsplattformen für alle Interessierten weltweit kostenlos zugänglich sind; für die Autor*innen fallen keine Kosten für die Publikation an. Damit setzt Diamond OA den Open Access-Gedanken konsequent um. Zur Pressemitteilung
Vortrag in Wien: Urbane Mobilität und wahrgenommene Erreichbarkeit
ILS-Wissenschaftlerin Dr. Anna-Lena Stroms-van der Vlugt war diese Woche zu Gast bei der Österreichischen Geographischen Gesellschaft in Wien. Ihr Vortrag beleuchtete, wie eine fußgängerfreundliche und inklusive Stadt- und Verkehrsplanung die Lebensqualität und unabhängige Mobilität der Bürger*innen stärken kann. Dabei ging es auch um Methoden zur Erfassung von objektiver und wahrgenommener Erreichbarkeit. Mehr…
Publikationen
Wie viel Reallabor steckt in den REGIONALEn in Nordrhein-Westfalen? Ein Format der Regionalentwicklung auf dem Prüfstand
Die ILS-Wissenschaftler Peter Stroms, Eyaiu Hassen und Thomas Weith sowie Luise Porst vom ZALF haben einen Artikel in der Fachzeitschrift disP – The Planning Review veröffentlicht. In dem Artikel geht es um Reallabore, die einen wichtigen Beitrag zur Initiierung, Erforschung und Umsetzung transformativer Prozesse innerhalb der Gesellschaft leisten können. In diesem Zusammenhang stellt die REGIONALE in Nordrhein-Westfalen ein hochinteressantes Format dar, da sie häufig innovative und experimentelle regionale Entwicklungsprojekte und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Akteuren hervorgebracht hat. Anhand der Entwicklung einer Reihe von Kriterien für Reallabore untersucht dieser Artikel die Gemeinsamkeiten zwischen der REGIONALE und dem Reallabor-Ansatz und diskutiert sowohl die möglichen Chancen als auch die Herausforderungen, die die Reallabor-Perspektive für die REGIONALE und damit für die formatorientierte Regionalentwicklung mit sich bringen könnte. https://doi.org/10.1080/02513625.2025.2561515. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Stadt-Umland-Kooperation: zur Praxis gesetzlich etablierter Stadt-Umland-Räume in Mecklenburg-Vorpommern
ILS-Forschungsgruppenleiter Thomas Weith hat gemeinsam mit Wolfgang Köck vom UFZ und Annelie Gütte vom ZALF einen Artikel in der Fachzeitschrift STANDORT veröffentlicht. Basierend auf dem ReGerecht-Projekt werden in dem Artikel institutionalisierte Stadt-Umland-Kooperationen am Beispiel Schwerin analysiert. Stadt-Land-Verflechtungen sind ein zentrales Thema in Planung und Forschung. Die über die Landesplanung formalisierten Stadt-Umland-Räume (SUR) in Mecklenburg-Vorpommern stellen einen bislang wenig beachteten Sonderfall dar. Die Analyse des Stadt-Umland-Raums Schwerin zeigt: Durch die institutionelle Verankerung haben sich funktionierende Kooperationsräume und Abstimmungsroutinen etabliert. Der Ansatz erleichtert den Interessenausgleich und bietet Potenzial für die Übertragung auf andere Bundesländer. https://doi.org/10.1007/s00548-025-01014-3. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Deep Water Ports as a Trigger for Ongoing Land Use Conflicts? The Case of Jade Weser Port in Germany
Thomas Weith, Leiter der Forschungsgruppe „Raumbezogene Planung und Städtebau“, hat gemeinsam mit Roni Susman vom ZALF einen Artikel in der Fachzeitschrift LAND veröffentlicht. Basierend auf dem ReGerecht Projekt werden in dem Artikel Nutzungskonflikte beim Jade Weser – Port (Tiefseehafen) in Wilhelmshaven untersucht. Im Fokus steht die Frage, wie großflächige Infrastrukturprojekte in ökologisch sensible Küstenräume eingebettet sind und welche raumwirksamen Konflikte daraus entstehen. Anhand von Satellitenbildern, Planungsdokumenten und realisierten Umsetzungsmaßnahmen wurden Landnutzungsänderungen zwischen 1970 und 2015 analysiert. Die Ergebnisse zeigen: Die wachsende Flächennachfrage für hafennahe Infrastruktur trifft auf begrenzte räumliche Ressourcen und konkurriert mit Naturschutz und weiteren Nutzungsansprüchen. Fehlende Abstimmung zwischen Infrastrukturplanung und integriertem Küstenzonenmanagement (IKZM) verschärft die Konflikte zusätzlich. Die Studie verdeutlicht den Bedarf an kohärenten, interdisziplinären Planungsansätzen zur nachhaltigen Entwicklung in Küstenregionen. https://doi.org/10.3390/land14102009. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Für eine Wohnungsbaudebatte, die Flächen dort sucht, wo sie gebraucht werden. Ein Kommentar zur InWIS-Studie „Wohnungsbau braucht (mehr) Fläche“
Die ILS-Wissenschaftler*innen Sebastian Eichhorn und Angelika Münter haben mit Kolleg*innen vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) und vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) gemeinsam einen Fachkommentar in der Zeitschrift „Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning“ veröffentlicht. Der Kommentar ist eine Reaktion auf die im Juni erschienene Studie „Wohnungsbau braucht (mehr) Fläche“ des Instituts für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS) an der Ruhr-Universität Bochum und der EBZ Business School Bochum und kritisiert die pauschale Forderung nach immer mehr Bauland als zu kurzsichtig. Stattdessen sollten Flächen für den Wohnungsbau kleinräumig und dort gesucht werden, wo sie auch gebraucht werden. Der gesamte Artikel ist unter folgender DOI verfügbar: https://doi.org/10.14512/rur.3425. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Walking in urban neighbourhoods − Insights from a mixed methods approach and citizen science in walkability research
Die ILS-Wissenschaftlerinnen Noriko Otsuka, Janina Welsch und Anna-Lena van der Vlugt haben gemeinsam mit Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift „Transportation Research Interdisciplinary Perspectives” veröffentlicht. Basierend auf dem WalkUrban-Projekt wird in dem Artikel die Komplexität von Begehbarkeit in drei europäischen Städten untersucht. Im Mittelpunkt steht die innovative Citizen-Science-Methode „Walking Route Assessment”. Durch diese Methode wurde es ermöglicht, Bereiche mit Verbesserungspotenzial für die städtische Begehbarkeit anhand von fotografischen Belegen aufzuzeigen. Der Abgleich mit den Ergebnissen anderer Methoden (z. B. räumliche Modellierung, Haushaltsbefragungen und Walk-Along-Interviews) lieferte tiefere Einblicke in die Wahrnehmung der Menschen hinsichtlich ihrer Fußgängerumgebung und ihrer Wege auf Nachbarschaftsebene. https://doi.org/10.1016/j.trip.2025.101588. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Veranstaltungen
Flächenansprüche regional steuern: Tagung zum Ergebnistransfer aus dem MORO Fläche
Im Modellvorhaben der Raumordnung „Regionale Steuerung der Siedlungs- und Freiraumentwicklung“ haben sieben Modellvorhaben unterschiedliche Ansätze einer verbesserten Mengen- und Standortsteuerung der Siedlungs- und Freiraumentwicklung erprobt und weiterentwickelt. Die Veranstaltung „Flächenansprüche regional steuern“ am 16. Mai in Kassel bietet die Möglichkeit, aus den vielfältigen Erfahrungen der Modellvorhaben zu lernen. Das breite Spektrum an Herausforderungen und Lösungsansätzen eröffnet wertvolle Anknüpfungspunkte für andere Regionen, die ihre Siedlungsentwicklung flächensparend und zukunftsfähig gestalten möchten. Zur Anmeldung
Nächstes Forum Stadtbaukultur
Am 24. Februar geht es im Baukunstarchiv NRW um das Thema „Kirchen gehen uns alle an“. Zum Forum Stadtbaukultur sind zahlreiche Vortragende eingeladen, die Impulse geben wollen und gemeinsam über die Zukunft der Kirchen diskutieren werden. Beginn ist um 18:30 Uhr, um Anmeldung wird gebeten. Mehr…
Raumwissenschaftliches Kolloquium 2025
“Zu viel des Wandels? Widersprüche und Aufbrüche in der sozial-ökologischen Transformation” unter dieser Überschrift steht das Raumwissenschaftliche Kolloquium 2025 von Leibniz R. Vom 26.-27. Juni 2025 diskutieren Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis in Berlin zu Fragen der “Großen Transformation”. Mehr…
Jetzt anmelden zur JRF-Jahresfeier 2025
Am Montag, dem 7. April 2025, lädt die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) Mitglieder, Förder*innen und Interessierte zu ihrer Jahresfeier nach Düsseldorf ein. Bei der Veranstaltung unter Beteiligung von NRW-Wissenschaftsministerin Ina Brandes wirft der Vorstand zunächst einen Blick auf das vergangene 10-jährige Jubiläumsjahr. Die Leitthemensprecher*innen geben einen kurzen Einblick in die thematischen Schwerpunkte der JRF. Das JRF-Kuratorium verleiht den JRF-Dissertationspreis 2025. Anschließend wird beim Empfang zum Austausch, Vernetzen und Verweilen eingeladen. Das ILS ist Gründungsmitglied der Forschungsgemeinschaft. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Mehr…
Neujahrsempfang Forum Stadtbaukultur
Im Gartensaal des Baukunstarchivs findet am 27. Januar 2025 um 18.30 Uhr der Neujahrsempfang des Forums Stadtbaukultur statt. Das Thema des Abends lautet: Infrastruktur der Zukunft – Zukunft der Infrastruktur. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung gebeten bis zum 24.01.2025. Mehr…



















