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Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten

Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.

Im Fokus unserer Forschung stehen diese Forschungsschwerpunkte.

Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.

Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.

Aktuelles

10.Juli 2026

Alternative Proteine brauchen funktionierende Wertschöpfungsnetzwerke: Agrarsysteme der Zukunft zeigen innovative Wege zu resilienten Agrar- und Ernährungssystemen

Wie können Agrar- und Ernährungssysteme angesichts von Klimawandel, geopolitischen Konflikten, Lieferkettenrisiken und wachsendem Innovationsdruck resilient gestaltet werden? Die ersten Tagesspiegel Background Fachkonferenz Agrar & Ernährung am 7. Juli widmete sich dieser Frage im Tagesspiegel-Haus in Berlin. Unter dem Leitthema „Gesund und sicher versorgt? Landwirtschaft, Politik und Handel im Stresstest“ diskutierten Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Zivilgesellschaft über Strategien für eine zukunftsfähige Agrar- und Ernährungspolitik. Die Fördermaßnahme «Agrarsysteme der Zukunft» brachte ihre Expertise mit einem Fachworkshop zu alternativen Proteinen, einem Impulsvortrag sowie innovativen Exponaten aus zwei Forschungskonsortien in die Konferenz ein. Zum Bericht

3.Juli 2026

Abschlussveranstaltungen im Projekt NaMoLi III

Wie lassen sich quartiersbezogene Mobilitätskonzepte langfristig verstetigen, welche Wirkung entfalten sie und wie werden sie zum Planungsstandard? Diese Fragen standen im Zentrum der Abschlussveranstaltung von NaMoLi III „Nachhaltige Mobilität in der Lincoln-Siedlung und darüber hinaus?“ Mitte Juni in Köln – organisiert von der ILS Research. Hanna Wagener (Wissenschaftsstadt Darmstadt), Isabelle Hirschmann (HEAG mobilo), Simon Werschmöller, Marcus Klein (Goethe-Universität Frankfurt) und Annika Schröder (ILS Research) stellten spannende Ergebnisse aus Praxis und Forschung vor. Im Fokus stand zum Beispiel, wie Stadt und Mobilitätsdienstleister das Mobilitätsmanagement im Quartier dauerhaft gemeinsam organisieren. Mehr…

1.Juli 2026

Pressemitteilung – Bundesminister Alois Rainer besuchte FoodConnectRuhr – Dortmunder Kartoffel stärkt regionale Wertschöpfung

Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) Alois Rainer hat gestern das Projekt FoodConnectRuhr besucht, um sich über konkrete Maßnahmen zum Aufbau regionaler und bio-regionaler Wertschöpfungsketten in Dortmund zu informieren. Das Projekt wird von einem Konsortium aus dem Ernährungsrat Dortmund und Region e.V., der Stadt Dortmund, dem ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung sowie NAHhaft e.V. getragen und in Kooperation mit zahlreichen Praxis-Akteuren aus der Region umgesetzt. Ziel ist es, eine nachhaltige und zukunftsfähige Lebensmittelversorgung in der Region Dortmund zu etablieren. Zur Pressemitteilung

30.Juni 2026

Jahrestagung der Arbeitskreise Mobilität und Verkehr und Geographische Einzelhandelsforschung der Deutschen Gesellschaft für Geographie

Auf der gemeinsamen Jahrestagung der Arbeitskreise Mobilität und Verkehr (AK MoVe) und Geographische Einzelhandelsforschung der Deutschen Gesellschaft für Geographie, die am 25. und 26. Juni an der RWTH Aachen stattfand, war das ILS mit gleich drei Beiträgen vertreten. Darüber hinaus wurde Thomas Klinger, Leiter der Forschungsgruppe Mobilität und Raum am ILS, in das Team der Sprecher*innen des AK MoVe gewählt. Er vertritt den Arbeitskreis künftig gemeinsam mit Claudia Hille (HKA Karlsruhe), Henrike Rau (LMU München) und Sina Steele (Goethe-Universität Frankfurt am Main). Mehr…

30.Juni 2026

Pressemitteilung – Agrarsysteme der Zukunft beim FONA-Forum 2026: Forschung für nachhaltige Transformation

Wie gelingt es, Forschung schneller in die Anwendung zu bringen? Beim FONA-Forum 2026 zeigten die „Agrarsysteme der Zukunft“, wie innovative Technologien, interdisziplinäre Forschung und gesellschaftlicher Dialog dazu beitragen, nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme zu gestalten. Am 24. und 25. Juni 2026 fand im Futurium Berlin und online das FONA-Forum 2026 unter dem Motto „Wissen.Wohlstand.Wandel – Forschung mit Impact“ statt. Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um über die Zukunft der Nachhaltigkeitsforschung und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis zu diskutieren. Zur Pressemitteilung

Publikationen

20.Feb. 2026

Regelungen zum Flächenüberhang in der Windenergieplanung – Ein neues Flexibilisierungsinstrument hoheitlicher Planung mit Unsicherheiten

Der ILS-Wissenschaftler Jonas Marschall hat einen Artikel in der Fachzeitschrift „Die Öffentliche Verwaltung“ veröffentlicht. Um den Planungsregionen bei der planerischen Erfüllung ihrer regionalen Teilflächenziele für die Windenergie mehr Flexibilität durch interregionale Zusammenarbeit zu ermöglichen, haben mehrere Bundesländer deshalb nach dem Vorbild des Windenergieflächenbedarfsgesetzes Regelungen getroffen, welche die Planungsregionen zur Vereinbarung eines sogenannten „Flächenüberhangs“ bzw. einer „Flächenkompensation“ ermächtigen sollen. Dieser Ansatz ist auch mit Blick auf andere raumordnerische Handlungsfelder innovativ und interessant. Gerade bei der Begrenzung der Flächeninanspruchnahme durch die Landes- und Regionalplanung stellt das Spannungsfeld zwischen Verbindlichkeit und Flexibilität mengenbezogener Steuerungsansätze eine Herausforderung dar. Die konkreten Regelungen zum Flächenüberhang werfen allerdings Fragen auf. Eine genaue Betrachtung der Beispiele offenbart Unterschiede und Probleme der Regelungsansätze. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

13.Feb. 2026

The Reputation of Primary Schools—Rumours with Consequences for Segregation

ILS-Wissenschaftlerin Isabel Ramos Lobato hat gemeinsam mit Andreas Wettlaufer (Ruhr-Universität Bochum) einen Artikel in der Fachzeitschrift „Tijdschrift voor Economische en Sociale Geografie“ veröffentlicht. Aufbauend auf früheren Forschungen untersucht der Artikel anhand eines Mixed-Methods-Designs, wie der Ruf von Grundschulen in Diskursen in einem deutschen Stadtteil in Nordrhein-Westfalen entsteht und welche Rolle er bei der Schulwahl spielt. Es zeigt sich, dass der Ruf der lokalen Schulen im Gegensatz zu früheren Studien im Allgemeinen ihre Zusammensetzung widerspiegelt. Auch wenn dies nicht bedeutet, dass daraus tatsächlich verlässliche Rückschlüsse auf die Qualität einer Schule gezogen werden können, ist der Ruf ein sehr wichtiges Kriterium für die Schulwahl in allen sozialen Gruppen. Dennoch variieren die Wahrnehmungen einzelner Grundschulen je nach Bildungsabschluss der Eltern, was zur Schulsegregation beiträgt. https://doi.org/10.1111/tesg.70060. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

13.Feb. 2026

Entrepreneurs’ ‘Triadic Spatial Paradox’: theorising the hybrid home‑based business workspace experience

ILS-Wissenschaftlerin Cornelia Tippel hat gemeinsam mit Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift „International Small Business Journal: Researching Entrepreneurship“ veröffentlicht. Der Artikel beschäftigt sich mit der Bedeutung von Raum im Unternehmertum und entwickelt auf Grundlage der Erfahrungen von Home-Based Businesses (HBBs) das konzeptionelle Modell des ‚Triadic Spatial Paradox‘. Der Beitrag zeigt, wie sie ihre hybriden und sich wandelnden Wohn-/Arbeitsräume persönlich wahrnehmen, mit Bedeutung versehen und gestalten sowie wie sie die damit verbundenen raumbezogenen Spannungen und Paradoxien in ihrem Arbeitsalltag beschreiben. https://doi.org/10.1177/02662426251410801. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

5.Feb. 2026

Belief-driven and socio-spatially effective? Transition pathways from car-oriented to car-reduced planning on the neighborhood scale

ILS-Wissenschaftlerin Annika Schröder hat gemeinsam mit Sina Steele von der Goethe-Universität Frankfurt einen Artikel in der Fachzeitschrift International Journal of Sustainable Transportation veröffentlicht. Die Entwicklung von Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere trifft auf Strukturen und Denkmuster, die auf das Auto ausgerichtet sind. Diese stellen innovative Planungsstrategien vor Herausforderungen. Am Beispiel von Quartiersentwicklungen in Darmstadt, Bielefeld und Köln gehen die Autorinnen dem Transformationsprozess von autoorientierter zu autoreduzierter Planung auf den Grund. Basierend auf einem komplexen Zusammenspiel von Überzeugungsmustern und sozio-räumlichen Faktoren (materiell, institutionell, kulturell) leiten sie Varianten eines Planungswandels von autoorientiert zu autoreduziert ab. Sie zeigen zudem, dass es in der Praxis erfolgversprechend scheint, Planungsvisionen kontextspezifisch zu begründen, Experimentieren und Institutionalisieren zu kombinieren und Planungserfahrungen zu verbreiten. https://doi.org/10.1080/15568318.2025.2598440. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

22.Jan. 2026

Segregation an Grundschulen und die Produktion von Ungleichheit

ILS-Wissenschaftlerin Isabel Ramos Lobato hat gemeinsam mit anderen Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift sub/urban veröffentlicht. Der vorliegende Beitrag untersucht am Beispiel einer Großstadt in NRW die Ursachen von Grundschulsegregation. In vielen deutschen Städten zeigt sich auf der Grundschulebene ein zum Teil gravierendes Ausmaß an Segregation. Dies ist problematisch, da insbesondere in der Grundschule zentrale Weichenstellungen für die soziale Mobilität und den sozialen Zusammenhalt erfolgen. Basierend auf einer Kombination quantitativer und qualitativer Daten zeigt die Analyse, wie räumliche, individuelle und institutionelle Faktoren sowie deren Wechselwirkungen zur Entstehung und Verstärkung von Schulsegregation beitragen, und verdeutlicht damit die Komplexität der Segregationsprozesse im Bildungssystem. Ein besseres Verständnis dieser Wechselwirkungen ist nicht nur aus wissenschaftlicher Perspektive unerlässlich, sondern auch, um Maßnahmen zur Linderung von Schulsegregation zielgerichtet einsetzen zu können. https://doi.org/10.36900/suburban.v13i2/3.1025. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Veranstaltungen

Von der Ankunft zur Teilhabe. Abschlusstagung des Forschungs-Praxis-Projekts „Teilhabe in neuen Ankunftsquartieren stärken“

Migration prägt den kommunalen Alltag. Auch Regionen, die bislang wenig Erfahrung mit internationaler Migration hatten, werden zunehmend zu Ankunftsorten. Wie können Teilhabe und Zusammenhalt gelingen? Diese Frage steht im Zentrum der Abschlussveranstaltung des Projekts „Teilhabe in ‚neuen‘ Ankunftsquartieren stärken“ – eine Kooperation von ILS Research, Technische Universität Berlin (TU Berlin), Deutsches Institut für Urbanistik (Difu) und STADTRAUMKONZEPT, gefördert durch die Stiftung Mercator. Dabei richten wir den Blick auf praxisnahe Erkenntnisse, erprobte Ansätze und strukturelle Perspektiven zur nachhaltigen Stärkung von Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt in Ankunftsquartieren. Eingeladen sind Akteur*innen aus Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft, (Kommunal-)Politik und Wissenschaft. Zur Anmeldung

Integrierte Mobilitätskonzepte für Neubauquartiere und Einzelvorhaben – Rechtliche Regelungsmöglichkeiten

Gemeinsam mit dem Zukunftsnetz Mobilität NRW laden wir dazu ein, die zentralen Erkenntnisse des Forschungsprojektes NaMoLi III – Nachhaltige Mobilität in Lincoln III, das sich am Beispiel der Lincoln-Siedlung in Darmstadt mit der Verstetigung und dem Transfer von innovativen Mobilitätskonzepten in Neubausiedlungen beschäftigt, zu diskutieren. Im Fokus der Veranstaltung am 26. März in Essen stehen rechtliche Instrumente zur Verankerung und Sicherung von Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere und Einzelvorhaben. Weitere Informationen und Anmeldung

JRF Jahresfeier 2026

Am 13. April 2026 lädt die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) Mitglieder, Förderer, Partner, Freundinnen und Freunde sowie Interessierte zu ihrer Jahresfeier nach Düsseldorf ein. Im Mittelpunkt stehen zwei Impulsvorträge, die Energie als zentrale Zukunftsfrage aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten: als multidimensionale Gestaltungsaufgabe für Energiewende und Klimaschutz – und als wirtschaftspolitische sowie geoökonomische Realität. Der Vorstand blickt zudem auf das vergangene Jahr zurück. Das JRF-Kuratorium verleiht den JRF-Dissertationspreis 2026, bevor ein Science-Slam-Beitrag die Veranstaltung amüsant abrundet. Anschließend lädt ein Empfang zum Austausch, Vernetzen und Verweilen ein. Mehr…

Forum Stadtbaukultur: Versteckte Barrieren – Inklusive Lösungen

Mit dem Thema der inklusiven Stadtraumgestaltung und der Entwicklung innovativer Lösungen beschäftigt sich das transdisziplinäre Lehr- und Forschungsprojekt DEIN*ORT (Perspektive DEmenz: INklusion durch soziale Organisation, inklusive Raumgestaltung, personenzentrierte Technik) inklusive der Promotion von Friederike Asche. Die Veranstaltung innerhalb des Forums Stadtbaukultur ist als Abschlussveranstaltung Bestandteil des Forschungsprojekts. Sie präsentiert Ausschnitte der Projektergebnisse, transdisziplinärer Methoden, künstlerischer Interventionen und partizipativer Formate (z.B. den co-produzierten Film Please don’t freeze 1–2). Forum-Besucher*innen sind herzlich eingeladen, mit den Referent*innen zu diskutieren. Mehr…

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