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Urbanen Wandel verstehen, urbanen Wandel gestalten

Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.

Im Fokus unserer Forschung stehen diese Forschungsschwerpunkte.

Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.

Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.

Aktuelles

1.Okt. 2026

Forschende aus aller Welt unterwegs in der Dortmunder Nordstadt

Unter der Führung von ILS-Wissenschaftlerin Dr. Cornelia Tippel gab es am 22. September eine Exkursion durch die Nordstadt für junge Forscher*innen aus verschiedenen Ländern. In dem von der Urban Studies Foundation geförderten Seminar haben sich die Forschenden zum Thema Ankunftsquartiere, Wohnen und lokale Initiativen informiert. Unter den Teilnehmenden waren junge Wissenschaftler*innen unter anderem aus Großbritannien, Slowenien, Indien und der Mongolei.

29.Sep. 2026

Science Night in Dortmund: ILS präsentiert sich im Dortmunder U und führt Interessierte durch die Nordstadt

Wissenschaft zum Erleben und Mitmachen mitten in der Stadt: Bei der „Science Night“ der Stadt Dortmund war das ILS am vergangenen Freitag (25. September) mit einem Stand und einer Exkursion dabei. Neben dem ILS präsentierten sich rund 50 weitere Akteure aus Dortmund – von Hochschulen und Museen bis hin zum Dortmunder Zoo im und am Dortmunder U. Mehr…

29.Sep. 2026

Besuch von Wissenschaftler*innen aus Japan

Am 23. und 24. September gab es am ILS einen wissenschaftlichen Austausch zwischen unseren Forschenden aus der Forschungsgruppe „Raumbezogene Planung und Städtebau“ und einer Gruppe Wissenschaftler*innen der Fukuyama City University. Die Gäste aus Japan haben ihre aktuellen Forschungsarbeiten präsentiert und sich über die Arbeit des ILS informiert. Mehr…

28.Sep. 2026

Erfahrungen aus „Agrarsysteme der Zukunft“: ILS-Wissenschaftler Eyaiu Hassen auf der Reallaborkonferenz 2026

Reallabore haben sich als transdisziplinäres Forschungsformat etabliert. Die Reallaborkonferenz 2026 „Zurück in die Zukunft? Reallabore in Zeiten disruptiven Wandels“ brachte Mitte September Akteur*innen aus Forschung, Praxis und Politik zusammen, um gemeinsam über die Gestaltung, Wirkung und Alltagsrealität von Reallaboren zu diskutieren. ILS-Wissenschaftler Eyaiu Hassen brachte dort seine Erfahrungen aus dem BMFTR Forschungsprojekt „Agrarsysteme der Zukunft“ ein. Mehr…

23.Sep. 2026

AccessCity4All zur Europäischen Mobilitätswoche auf dem Domplatz in Münster

Wie gut geht’s zu Fuß in Münster? Passend zur Europäischen Mobilitätswoche in Münster wurde das ILS zur Vorstellung von Ergebnissen aus dem AccessCity4All-Projekt eingeladen. Am 21. September wurde die kreisl Kiste auf dem Domplatz zum Austausch mit interessierten Bürger*innen genutzt. ILS-Wissenschaftlerin Janina Welsch hat einige Ergebnisse zur Zufriedenheit mit der Erreichbarkeit und mit den Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr vorgestellt. Befragte in der Fahrradstadt Münster sind grundsätzlich zufrieden, zu Fuß wird häufig zum Supermarkt aber auch zum Kindergarten, zur Grundschule oder zur Apotheke gegangen. Hindernisse für das Zufußgehen werden aber auch genannt. Die Besuchenden konnten Empfehlungen selbst priorisieren und anschließend gemeinsam mit dem ILS-Team und mit Vertreter*innenn des Amts für Mobilität und Tiefbau der Stadt Münster über Probleme und Verbesserungsvorschläge diskutieren. Mehr zum Projekt

 

Publikationen

22.Juli 2026

Sustainability goal literacy enables mission-oriented agrifood research

ILS-Forscher Thomas Weith hat gemeinsam mit Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift „communications sustainability“ veröffentlicht. Forschungsgetriebene Innovationen in Agrar- und Ernährungssystemen können globale Nachhaltigkeitsziele voranbringen, doch ihre Komplexität erfordert die Verknüpfung mit klaren Transformationszielen. Anhand eines deutschen Forschungsprogramms im Agrar- und Ernährungsbereich zeigen wir, wie eine solche Einbindung in Transformationspfade gelingt und zugleich missionsorientierte Forschung unterstützt. https://doi.org/10.1038/s44458-026-00114-x. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

6.Juli 2026

Negotiating ‚Left-Behindness‘ and Migration-Related Diversity in (New) Arrival Spaces

Die ILS-Wissenschaftler*innen Hannah Brill, Nils Hans und Isabel Ramos Lobato haben in Zusammenarbeit mit Norma Schemschat, Heike Hanhörster und Lara Hartig einen Artikel in der Fachzeitschrift „Urban Planning“ veröffentlicht. Aufbauend auf der wachsenden Forschung zu sich verändernden Geographien der Zuwanderung und „neuen“ Ankunftsorten untersucht der Artikel Quartiere in ganz Deutschland aus der Perspektive des „Abgehängtseins“. Auf der Grundlage von 90 Interviews aus acht Ankunftsquartieren wird analysiert, wie „Abgehängtsein“ und die Ankunft von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Alltag und in der lokalen Verwaltung in Wechselwirkung stehen. Es wird gezeigt, wie sich strukturelle Zwänge, symbolische Darstellungen und soziale Dynamiken gegenseitig verstärken und sowohl die Herausforderungen als auch die Möglichkeiten der Zuwanderung prägen. Der Artikel argumentiert, dass „Abgehängtsein“ weniger als räumliche Kategorie denn als relationaler und prozesshafter Zustand zu verstehen ist, der ungleiche Entwicklung sichtbar macht und zeigt, wie Herausforderungen der migrationsbedingten Vielfalt lokal ausgehandelt und diskutiert werden. https://doi.org/10.17645/up.11159. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

3.Juni 2026

Publikation: Fragile Behausungen

Dr. Lea Fischer und Dr. Michael Kolocek haben einen Fachaufsatz veröffentlicht, in dem sie Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt MaBIs (Marginalisierte Bevölkerungsgruppen und die solidarische Innenstadt) präsentieren. Aus einer raumwissenschaftlichen Perspektive diskutieren sie verschiedene Dimensionen informeller Arbeitstätigkeiten, etwa den Verkauf von Straßenmagazinen, das Betteln oder das Pfandsammeln. Der Aufsatz ist einer von über 40 Beiträgen in dem mehr als 800 Seiten umfassenden Sammelband von Frank Sowa und seinem Herausgeber*innenteam. Aus unterschiedlichen Perspektiven widmen sich die Autorinnen und Autoren den Lebenswirklichkeiten von Menschen, die in fragilen Behausungen leben. Der Band ist Open Access erhältlich. Mehr…

18.Mai 2026

Mixed-use ideals, market pressures, and the marginalization of crafts in contemporary urban development: evidence from five German cities

ILS-Wissenschaftler Bastian Heider hat zusammen mit Stefan Siedentop von der TU Dortmund einen Artikel in Planning, Practice and Research veröffentlicht. Die Arbeit beschäftigt sich mit funktionalen Entmischungsprozessen und der Verdrängung von Handwerksbetrieben aus verdichteten Stadtgebieten in Nordrhein-Westfalen und identifiziert dabei ein komplexes Zusammenspiel von unterschiedlichen Wirkungsfaktoren wie der Überplanung von Gewerbeflächen, den Anstieg von Boden- und Immobilienpreisen, Emmissionskonflikte durch heranrückende Wohnbebauung sowie den Mangel an geeigneten Expansionsflächen. Die Stadtplanung hat diese Verdrängungsprozesse in der Vergangenheit oftmals ignoriert oder sogar indirekt befördert. Jüngere Initiativen zur Standortsicherung des Handwerks deuten aber auf eine zunehmende Sensibilisierung der Planung für die Belange des Handwerks und dessen Bedeutung für eine resiliente und funktional durchmischte Stadt hin. https://doi.org/10.1080/02697459.2026.2668492. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

27.Apr. 2026

Free access until June 14, 2026:
Assessing the potential to scale-up urban agriculture in the Global North.

Urban Agriculture (UA) wird häufig als Weg zur Verbesserung der städtischen Nachhaltigkeit, Ernährungssicherheit und Resilienz angepriesen, doch liegen städteübergreifende Belege für ihre skalierbaren, systemweiten Auswirkungen nach wie vor nur in begrenztem Umfang vor und sind methodisch uneinheitlich. Wir bewerten das theoretische Skalierungspotenzial und die Auswirkungen auf den Nahrungsmittel-Energie-Wasser-Stoffwechsel (FEW) von ausgeweiteter, technisch einfacher UA in fünf Städten des Globalen Nordens – London, New York City, Paris, Dortmund, and Gorzów Wielkopolski – unter Verwendung eines harmonisierten zweiteiligen Rahmens. Die Ergebnisse liefern eine übertragbare, städteübergreifende Methodik und identifizieren politikrelevante Ansatzpunkte – insbesondere die Förderung von Hausgärten, die Sicherung von Landnutzungsrechten, die Unterstützung neuer Landwirte oder Gärtner sowie die Verknüpfung der Ausweitung mit Kompostierungs- und Wassergewinnungspraktiken –, um kontextsensitive Strategien zur Skalierung der UA zu entwerfen. https://authors.elsevier.com/c/1muYocUG5e8ki. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Veranstaltungen

Forum Stadtbaukultur: IGA 2027 – Blümchenschau oder Stadtentwicklung?

In fast genau einem Jahr, am 23. April 2027, wird die Internationale Gartenausstellung Ruhrgebiet (IGA) eröffnet. In dem knapp 180tägigen Ausstellungszeitraum bis Mitte Oktober 2027 werden dazu mehr als 3 Millionen Besuchende erwartet. In Dortmund-Huckarde entsteht derzeit aus diesem Anlass eine neue öffentliche Grünfläche: der „Kokereipark“. Gemeinsam mit den angrenzenden Arealen der Kokerei Hansa, dem Nahverkehrsmuseum Mooskamp und dem Deusenberg bildet er das Dortmunder Ausstellungsgelände der IGA 2027 – den „Zukunftsgarten“. Welche Zielsetzungen werden im Ruhrgebiet mit der IGA 2027 verfolgt? Was dürfen die Besuchenden in Dortmund erwarten? Und lohnt der Aufwand auch langfristig? Die Diskussion und Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen stehen im Mittelpunkt dieses Forum Stadtbaukultur, am 27. April 2026. Mehr…

Wissenstransfer anders machen?! Reallabore, Pop-Ups, Performances, mobile und aufsuchende Angebote in der Energiewende

Eine gelingende Energiewende benötigt neben wissenschaftlichen Erkenntnissen, technischen Innovationen, förderlichen ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen auch neue gesellschaftliche Praktiken und Ästhetiken. Zusätzlich zu den bewährten Formaten der Wissensvermittlung wie Vorträgen oder Panels gewinnen neue Vermittlungsansätze im Kontext der Energiewende daher an Bedeutung. Die Tagung am 27. April in Gelsenkirchen möchte einen Reflexions- und Experimentierraum für neue Formate des Wissenstransfers eröffnen. Prof. Dr. Thomas Weith stellt dort in einer Session neue Kommunikationsformate zur Wissensvermittlung anhand von Beispielen aus dem ILS vor. Mehr…

Projekt REDESIGN: Eröffnung des Weltackers in Dortmund

Teilt man die rund 1,6 Milliarden Hektar Ackerfläche weltweit durch die Zahl der Menschen, bleiben rechnerisch etwa 2000 m² pro Person. Auf dieser Fläche muss alles wachsen, was uns ernährt und versorgt. Diese 2000 m² werden nun in Dortmund als Weltacker sichtbar und erlebbar. Der Aufbau des Weltackers wird gefördert durch HORIZON Europe innerhalb des Projekts REDESIGN. Der Ernährungsrat Dortmund ist aktiver Teil des REDESIGN-Projekts und realisiert den Weltacker als Reallabor als einen Lern- und Dialogort auf dem Schultenhof Dortmund. Der Weltacker wird am Sonntag, 26. April, ab 14 Uhr eröffnet. Weitere Infos und Programm

Begegnung (un)erwünscht? – Öffentliche Räume im Spannungsfeld von Begegnung, Akzeptanz und Rücksichtnahme

Öffentliche Räume sind zentrale Orte spontaner Begegnung und des städtischen Zusammenlebens, an denen Menschen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen aufeinandertreffen. Gleichzeitig werden hier auch Spannungen sichtbar, wenn verschiedene Nutzungsansprüche, Erwartungen und Lebensrealitäten aufeinanderprallen. Die Diskussionsveranstaltung der Stadt Oberhausen am 7. Mai ab 15:45 Uhr geht der Frage nach, wie öffentliche Räume als „Dritte Orte“ gestaltet werden können. ILS-Wissenschaftler Ralf Zimmer-Hegmann wird in seinem Beitrag die Bedeutung und die Herausforderungen öffentlicher Begegnungsorte für das gesellschaftliche Miteinander beleuchten. Die Veranstaltung findet auf dem Wissenschaftscampus NRW (WICA) statt. Weitere Informationen und Anmeldung

Handlungsempfehlungen zur Konzeption von integrierten Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere

Das ILS lädt gemeinsam mit dem Zukunftsnetzwerk Mobilität NRW am 5. Mai zur der zweiten von insgesamt drei Transferveranstaltungen aus dem Projekt NaMoLI III ein.  Dabei werden in Münster unter der Überschrift „Handlungsempfehlungen zur Konzeption von Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere“ vor allem der Entwicklungsprozess und die Instrumente der autoreduzierten Quartiersentwicklung betrachtet. Der Fokus liegt auf der Vorstellung eines Handlungsleitfadens, der innerhalb des NaMoLI III-Projekts am Beispiel der Lincoln-Siedlung in Darmstadt erarbeitet worden ist. Als Praxisbeispiel wird außerdem ein Wohnprojekt aus Arnsberg vorgestellt. Weitere Informationen und Anmeldung

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