Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen diese Forschungsschwerpunkte.
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Aktuelles
MaBIs auf der Tagung „Gemeinsam mehr erreichen – Teilhabe ausbauen, Räume gestalten, Wohnungslosigkeit überwinden““
Für das Projekt MaBIs (Marginalisierte Bevölkerungsgruppen und die solidarische Innenstadt) waren die ILS-Wissenschaftlerinnen Lea Fischer und Laura Torreiter zusammen mit dem Peer Researcher Dennis Dickopp (Bodo e.V.) zu Gast bei der Tagung „Gemeinsam mehr erreichen – Teilhabe ausbauen, Räume gestalten, Wohnungslosigkeit überwinden“. Die Tagung fand vom 18.-21. März in den Räumen des Grandhotel Cosmopolis e.V. Augsburg statt. Mehr…
Urszula Hajdukiewicz forscht am ILS zum Thema Lärm
Urszula Hajdukiewicz ist vom 26. Februar bis zum 31. Juli zu einem Forschungsaufenthalt am ILS. Während ihres Aufenthalts arbeitet sie am Forschungsprojekt „Urban Noise Pollution: Comparing Objective Noise Levels and Perceived Noise in Relation to Urban Health“. Das Projekt untersucht den Zusammenhang zwischen objektiv gemessenen Lärmpegeln und der subjektiven Wahrnehmung von Lärm in städtischen Umgebungen. Neben einer theoretischen Auseinandersetzung mit Ursachen von Lärmbelastung und möglichen Minderungsstrategien umfasst die Studie auch empirische Forschung in Warschau, Polen. Dort wird bei Feldforschungen untersucht, wie Bewohner*innen Lärm und die urbane Klanglandschaft wahrnehmen. Mehr…
JRF vor Ort: Grün, aktiv mobil und gerecht: Wege zu gesunden Städten
Gesundheit wird immer mehr zum Thema der Stadtentwicklung – in Wissenschaft und Praxis. Städte stehen vor wachsenden Herausforderungen wie steigende Temperaturen in dicht bebauten Quartieren, Lärm- und Luftverschmutzung oder fehlende Grün- und Freiräume zur Erholung. Um gute Lebensverhältnisse für alle in urbanen Räumen zu schaffen, gewinnt ein ganzheitlicher Ansatz an Bedeutung, der Gesundheit, Umweltqualität und gerechte Lebensverhältnisse zusammendenkt. Im Fokus stehen dabei unter anderem die Sicherung ruhiger und zugleich zentral gelegener Wohnorte, der Ausbau qualitativ hochwertiger Grün- und Wasserflächen, die Förderung aktiver Mobilität sowie ein gerechter Zugang zu gesundheitsfördernden Stadträumen für alle Bevölkerungsgruppen. Bei dieser „JRF vor Ort“-Veranstaltung am 18. Mai wollen wir gemeinsam diskutieren, wie unsere Städte lebenswerter, kühler und aktiver gestaltet werden können. Zur Anmeldung
Bericht aus der Forschung: Trends und Tendenzen der Siedlungsentwicklung und deren Auswirkungen auf das Erreichen der flächenpolitischen Ziele des Bundes
Die Flächeninanspruchnahme ist eine schleichende gesellschaftliche Herausforderung mit sich verstärkenden Folgen, wie dem Freiraumverlust, der Landschaftszerschneidung oder einer Erhöhung des Verkehrsaufkommens. Seit 2002 verfolgt die deutsche Nachhaltigkeitspolitik das Ziel, die Flächeninanspruchnahme bis 2030 auf weniger als 30 ha/Tag und bis 2050 auf „Netto-Null“ zu begrenzen. Der Abschlussbericht bündelt die Ergebnisse des Projekts „Trends und Tendenzen der Siedlungsentwicklung und deren Auswirkungen auf das Erreichen der flächenpolitischen Ziele des Bundes. Zum Abschlussbericht
Bericht aus der Forschung: Atlas regionaler Energiewenden
Wer die Energiewende gestalten will, muss sie mit den Menschen planen – besonders dort, wo gegenüber Wind- oder Solarprojekten noch Vorbehalte bestehen. Der „Atlas regionaler Energiewenden“ zeigt, dass die Energiewende auch ein kultureller, sozialer und planerischer Transformationsprozess ist. Die im Forschungsprojekt PlanTieFEn entstandene Publikation verbindet technische, rechtliche und soziale Aspekte der Energieplanung mit regionalen Identitäten, historischen Entwicklungspfaden und lokalen Zukunftsvorstellungen. Zum Atlas
Publikationen
Energy renovation challenges in dense low-income neighbourhoods with fragmented ownership: insights from Dortmund–Nordstadt, Germany
ILS-Wissenschaftler Stefano Cozzolino hat gemeinsam mit Lisa Haag einen Artikel in der Fachzeitschrift „Town Planning Review“ veröffentlicht. In politischen Dokumenten wird die energieeffiziente Sanierung von Wohngebäuden zunehmend als globale Priorität genannt, die auf lokaler Ebene umgesetzt werden muss. Dieser Artikel untersucht die Herausforderungen bei der Umsetzung solcher energieeffizienten Sanierungsstrategien in dicht besiedelten, einkommensschwachen Stadtvierteln, die durch eine hohe Fragmentierung des Eigentums gekennzeichnet sind. Mit Fokus auf die Dortmunder Nordstadt kombiniert die Studie die Analyse räumlicher Daten und Politikdokumente sowie die intensive Zusammenarbeit mit privaten Eigentümer*innen und kommunalen Akteur*innen. Es werden die spezifischen Perspektiven privater Akteur*innen untersucht und gleichzeitig weiterrgehende Schlussfolgerungen für die Stadtplanung gezogen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung kontextsensitiver Ansätze und weisen auf das Potenzial von quartiersspezifischen, niedrigschwelligen Beteiligungsformaten hin, um Maßnahmen zu erleichtern. https://doi.org/10.3828/tpr.2025.37. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
The impact of migration background and ethnicity on car, bus and bicycle use in England
Menschen mit Migrationshintergrund oder die sich selbst als zugehörig zu einer ethnischen Minderheit identifizieren zeigen in ihrem Alltag häufig eine andere Verkehrsmittelnutzung als die Bevölkerungsmehrheit. Warum das so ist, dazu gab es bisher kaum quantitative Studien in Europa und in Großbritannien. ILS-Wissenschaftlerin Janina Welsch und Giulio Mattioli von der TU Dortmund schließen diese Lücken mit der Analyse von Daten einer Umfrage in britischen Haushalten aus 2018–2019. Mit Hilfe von ordinalen Regressionsmodellen untersuchen sie den Einfluss der Migrationsgeneration und der ethnischen Zugehörigkeit auf die Häufigkeit der Nutzung von Autos, Bussen und Fahrrädern. Die Ergebnisse zeigen, dass das Verkehrsverhalten je nach Migrationshintergrund und ethnischer Zugehörigkeit erheblich variiert, wobei letztere eine größere Rolle spielt. Mehr dazu: https://doi.org/10.1007/s11116-025-10696-5. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
„Neue“ Ankunftsräume zwischen Inklusion und Exklusion. Eine Literaturanalyse räumlicher Zuzugsmuster in Europa
Die ILS-Wissenschaftler*innen Hannah Brill, Isabel Ramos Lobato und Nils Hans haben gemeinsam mit Miriam Neßler und Heike Hanhörster von der TU Berlin einen Artikel in der Fachzeitschrift sub/urban veröffentlicht. In diesem Beitrag werden die räumlichen Auswirkungen der zunehmenden Diversifizierung von Migrationsprozessen analysiert. Im Fokus stehen dabei sich neuformierende Ankunftsräume in Europa jenseits „traditioneller“ urbaner Migrationszentren. Auf Basis einer systematischen Literaturanalyse lassen sich fünf zentrale Dimensionen identifizieren, die die Ankunftsbedingungen für Neuzugewanderte vor Ort prägen. Der Beitrag plädiert für einen differenzierten Blick auf lokale Ankunftskontexte im Sinne des local turn in der Migrationsforschung, der die komplexen Wechselwirkungen zwischen lokalen und überörtlichen Bedingungen berücksichtigt. https://doi.org/10.36900/suburban.v13i2/3.1027. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Supporting the transformation of urban food systems: The food network of the city of Dortmund.
Die ILS-Wissenschaftlerinnen Melissa Leimkühler, Kathrin Specht, Chiara Iodice und Barbara Schröter haben einen Artikel in der Fachzeitschrift „Urban Agriculture & Regional Food Systems“ veröffentlicht. Der Artikel untersucht, wie das Dortmunder Ernährungssystem nachhaltig gestaltet werden kann. Im Zentrum stehen die wichtigsten Akteure, ihre Rollen und Beziehungen sowie die Hindernisse der Transformation. Die Analyse zeigt, dass eine enge Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Kommune entscheidend ist und der Ernährungsrat Dortmund eine zentrale Vernetzungsfunktion übernimmt. Für eine erfolgreiche Weiterentwicklung braucht es vor allem bessere Koordination, Finanzierung, politische Beteiligung, Sichtbarkeit und Networking. Die Ergebnisse liefern konkrete Impulse für die Stärkung urbaner Ernährungssysteme. https://doi.org/10.1002/uar2.70029. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Kreislaufwirtschaft im Verbund – Synergien zwischen Abwasser- und Lebensmittelwirtschaft
ILS-Wissenschaftler Thomas Weith, Ann-Kristin Koch und Melissa Leimkühler haben gemeinsam mit Julian Gatawis einen Artikel in der Fachzeitschrift „Geographische Rundschau veröffentlicht. Der Artikel untersucht, wie urbane Kreislaufwirtschaft Agrarsysteme entlasten kann: Klimawandel, Ressourcenknappheit und Flächendruck erhöhen den Bedarf an nachhaltigen Lösungen. Kläranlagen bieten großes Potenzial als Nährstoffquelle, doch bestehende Verfahren konzentrieren sich meist nur auf Phosphor. Anhand von NEWtrient®-Szenarien zeigt der Artikel, wie neue Konzepte Kläranlagen künftig besser in die Nährstoffversorgung integrieren können. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Veranstaltungen
Forum Stadtbaukultur: Versteckte Barrieren – Inklusive Lösungen
Mit dem Thema der inklusiven Stadtraumgestaltung und der Entwicklung innovativer Lösungen beschäftigt sich das transdisziplinäre Lehr- und Forschungsprojekt DEIN*ORT (Perspektive DEmenz: INklusion durch soziale Organisation, inklusive Raumgestaltung, personenzentrierte Technik) inklusive der Promotion von Friederike Asche. Die Veranstaltung innerhalb des Forums Stadtbaukultur ist als Abschlussveranstaltung Bestandteil des Forschungsprojekts. Sie präsentiert Ausschnitte der Projektergebnisse, transdisziplinärer Methoden, künstlerischer Interventionen und partizipativer Formate (z.B. den co-produzierten Film Please don’t freeze 1–2). Forum-Besucher*innen sind herzlich eingeladen, mit den Referent*innen zu diskutieren. Mehr…
25. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW: Programm veröffentlicht
Am 13. März 2026 findet unter dem Titel „Infrastrukturen – Herausforderungen in der Transformation“ die 25. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW beim Regionalverband Ruhr in Essen statt. Das Programm der Konferenz ist nun fertiggestellt und veröffentlicht. Auch die Anmeldung ist ab sofort möglich. Mehr…
Städtebauliches Kolloquium Winter 2025/26: IDENTIFIKATION als Motor
Am 13. Januar 2026 findet die Abschlussveranstaltung „IDENTIFIKATION als Motor“ des Städtebaulichen Kolloquiums der RWTH Aachen statt. Moderiert wird die Veranstaltung im Foyer des Reiff Museums von ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith. Dr. Stefano Cozzolino, ebenfalls vom ILS, wir in seinem Input über die gesellschaftliche Relevanz der urbanen Schönheit sprechen. Mehr…
Forum StadtBauKultur: Werkzeuge für den Wandel – Digitale Ansätze für eine klimaresiliente Stadt
Immer deutlicher spüren wir die Auswirkungen des Klimawandels. Auch digitale Werkzeuge können dabei helfen, den Wandel der Stadt mit Blick auf Klimaveränderungen zu begleiten. Diese stehen im Mittelpunkt des nächsten Forums Stadtbaukultur am 27. Oktober im Dortmunder Rathaus. Die ILS-Wissenschaftler*innen Dr. Shaojuan XU und Dr. Bastian Heider stellen dabei eine 3D-Wärmelandkarte des Dortmunder Stadtgebiets und eine 3D-Schattensimulationstool zur Analyse urbaner Hitzebelastung vor. Die Ergebnisse stammen aus dem Projekt CATCH4D. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie auf der Internetseite des Forums
Werkbund Regionale Dortmund
Am 29. September 2025 um 18.30 Uhr findet in der Aula des Fritz-Henßler-Berufskollegs in Dortmund das nächste Forum StadtBauKultur statt. Inhaltlich knüpft die Veranstaltung an vorangegangene Termine an und beleuchtet erneut das Zukunftsthema Bauen im Bestand. Mit dem Fritz-Henßler-Berufskolleg bildet der Tagungsort selbst das Schwerpunkthema des Abends. Der Dortmunder Werkbund Architekt Tilo Pfeiffer stellt die vorbildliche Sanierung des mehrfach national und international ausgezeichneten Bildungsbaus vor und lädt später zu einem Rundgang ein. Zuvor wird Professor Wolfgang Sonne von der Technischen Universität zum Umbau im Dortmunder Stadtbild referieren sowie Thomas Schmidt als Vorstand Deutscher Werkbund NW die „Doppelte Chance für die Bestandssanierung“ in Dortmund einordnen. Mehr…


















