Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Aktuelles
ILS-TRENDS 01/26: Gebäude und Freiraum: Nutzungskonflikte zwischen Parkdruck und Wohnumfeld
Die Schaffung von Wohnraum zählt zu den zentralen gesellschaftlichen Aufgaben. Dabei geht es nicht allein um die quantitative Bereitstellung, sondern auch um die Qualität der Wohnungen und ihrer Freiräume. An private Wohngrundstücke werden vielfältige Nutzungsansprüche gestellt: Wohnen, Erholung und Freizeitgestaltung, Raum für das Spielen von Kindern, aber zugleich auch für Erschließung, Stellplätze für Pkw und Fahrräder sowie Anforderungen an Sicherheit, Orientierung und technische Infrastruktur. Diese führen häufig zu Flächen- und Nutzungskonflikten. Innerhalb eines ILS-Projektes im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen und in enger Kooperation mit der RWTH Aachen wurde der Nutzungskonflikt zwischen Flächen für Pkw-Stellplätze, Haus- und Feuerwehrzuwege, privaten Außenräumen und Grünflächen vertieft betrachtet. Zum Heft
ILS-Wissenschaftlerin Dr. Noriko Otsuka zur Specially Appointed Professor an der Osaka Universität in Japan berufen
Ab April wird Dr. Noriko Otsuka, aus der ILS-Forschungsgruppe Raumbezogene Planung und Städtebau, eine Professur (Specially Appointed Professor) an der Osaka Universität in Japan antreten. Seit sieben Jahren hat sie dort eine außerordentliche Professur und wird mit ihrer Tätigkeit als Associate Professor ihre Schlüsselrolle zur Stärkung des internationalen Austauschs und zur Schaffung neuer Projektmöglichkeiten in deutschen und japanischen akademischen Einrichtungen weiter ausbauen. Mehr…
Fachforum „Wohnen macht Stadt“: Zukunft großer Siedlungen: Städtebauliche und wohnungswirtschaftliche Herausforderungen im Bestand
Große Siedlungen, wozu Nachkriegssiedlungen der 1950er Jahre in Zeilenbauweise sowie Großwohnsiedlungen aus den 1960er, 1970er und frühen 1980er Jahren zählen, sind unverzichtbarer Bestandteil des Wohnungsangebots in Nordrhein-Westfalen. Sie stehen angesichts demografischer Veränderungen, steigender Anforderungen an Klimaanpassung und energetische Sanierung sowie veränderter Wohnbedürfnisse vor komplexen Herausforderungen. Ihre großmaßstäblichen Strukturen, oft klaren Eigentumsverhältnisse und gewachsenen Nachbarschaften bieten zugleich Chancen, sie als vielfältige, lebenswerte und sozial gerechte Wohnorte weiterzuentwickeln. Beim Fachforum am 20. Mai in Dortmund wollen wir gemeinsam diskutieren, welche politischen, planerischen und wohnungswirtschaftlichen Rahmenbedingungen diese transformative Weiterentwicklung großer Siedlungen ermöglichen, wie Kooperationen zwischen Kommunen, Wohnungsunternehmen und Zivilgesellschaft gelingen können und wie sich Zielkonflikte konstruktiv moderieren lassen. Weitere Informationen und Anmeldung
Meilenstein im IMECOGIP-Projekt
Im Dezember 2025 wurde im Rahmen des IMECOGIP-Projektes das „Chinesisch-deutsche EnhancES Innovationsstudio“ in Qingdao eröffnet. Der lokale Praxispartner in Qingdao ist das Qingdao Surveying and Mapping Institute (QSMI). Unter anderem unterstützt das QSMI die Planung einer High-Tech-Entwicklungszone im Norden der Stadt, die nach den Prinzipien der Green City, Sponge City und CO2-neutralen Stadt entwickelt werden soll. Das in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum und dem ILS entwickelte Tool „EnhancES“ ist dort ab sofort fester Bestandteil in der Planungspraxis. Mehr…
„Agrarsysteme der Zukunft“ und „PlanTieFEn“ beim Zukunftsforum in Berlin
Wie können Konflikte um Landnutzung konstruktiv bearbeitet werden und wie sehen neue Wege für ein vorausschauendes, kooperatives Flächenmanagement aus? Auf dem Zukunftsforum Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hatte das Team von „Agrarsysteme der Zukunft“ die Möglichkeit, das Fachforum 28 „Flächen im Wandel“ mitzugestalten – gemeinsam mit dem Öko-Institut, dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), dem Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ), neuland21 und der Wüstenrot Stiftung. Mehr…
Publikationen
„Neue“ Ankunftsräume zwischen Inklusion und Exklusion. Eine Literaturanalyse räumlicher Zuzugsmuster in Europa
Die ILS-Wissenschaftler*innen Hannah Brill, Isabel Ramos Lobato und Nils Hans haben gemeinsam mit Miriam Neßler und Heike Hanhörster von der TU Berlin einen Artikel in der Fachzeitschrift sub/urban veröffentlicht. In diesem Beitrag werden die räumlichen Auswirkungen der zunehmenden Diversifizierung von Migrationsprozessen analysiert. Im Fokus stehen dabei sich neuformierende Ankunftsräume in Europa jenseits „traditioneller“ urbaner Migrationszentren. Auf Basis einer systematischen Literaturanalyse lassen sich fünf zentrale Dimensionen identifizieren, die die Ankunftsbedingungen für Neuzugewanderte vor Ort prägen. Der Beitrag plädiert für einen differenzierten Blick auf lokale Ankunftskontexte im Sinne des local turn in der Migrationsforschung, der die komplexen Wechselwirkungen zwischen lokalen und überörtlichen Bedingungen berücksichtigt. https://doi.org/10.36900/suburban.v13i2/3.1027. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Supporting the transformation of urban food systems: The food network of the city of Dortmund.
Die ILS-Wissenschaftlerinnen Melissa Leimkühler, Kathrin Specht, Chiara Iodice und Barbara Schröter haben einen Artikel in der Fachzeitschrift „Urban Agriculture & Regional Food Systems“ veröffentlicht. Der Artikel untersucht, wie das Dortmunder Ernährungssystem nachhaltig gestaltet werden kann. Im Zentrum stehen die wichtigsten Akteure, ihre Rollen und Beziehungen sowie die Hindernisse der Transformation. Die Analyse zeigt, dass eine enge Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Kommune entscheidend ist und der Ernährungsrat Dortmund eine zentrale Vernetzungsfunktion übernimmt. Für eine erfolgreiche Weiterentwicklung braucht es vor allem bessere Koordination, Finanzierung, politische Beteiligung, Sichtbarkeit und Networking. Die Ergebnisse liefern konkrete Impulse für die Stärkung urbaner Ernährungssysteme. https://doi.org/10.1002/uar2.70029. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Kreislaufwirtschaft im Verbund – Synergien zwischen Abwasser- und Lebensmittelwirtschaft
ILS-Wissenschaftler Thomas Weith, Ann-Kristin Koch und Melissa Leimkühler haben gemeinsam mit Julian Gatawis einen Artikel in der Fachzeitschrift „Geographische Rundschau veröffentlicht. Der Artikel untersucht, wie urbane Kreislaufwirtschaft Agrarsysteme entlasten kann: Klimawandel, Ressourcenknappheit und Flächendruck erhöhen den Bedarf an nachhaltigen Lösungen. Kläranlagen bieten großes Potenzial als Nährstoffquelle, doch bestehende Verfahren konzentrieren sich meist nur auf Phosphor. Anhand von NEWtrient®-Szenarien zeigt der Artikel, wie neue Konzepte Kläranlagen künftig besser in die Nährstoffversorgung integrieren können. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
The JUST GROW framework: conceptualizing how city regions can govern urban agriculture for equity and sustainability
Die ILS-Wissenschaftlerinnen Ann-Kristin Koch, Barbara Schröter und Kathrin Specht haben mit weiteren Kolleg*innen aus dem Projekt JUST GROW einen Artikel in der Fachzeitschrift „Frontiers in Sustainable Food Systems“ veröffentlicht. Der Artikel befasst sich mit einem neuen Rahmenkonzept für die Schaffung gerechtigkeitsorientierter Wege zur Steuerung und Förderung der nachhaltigen Transformation von stadtregionalen Ernährungssystemen (CRFS). Das JUST GROW-Rahmenkonzept integriert daher drei miteinander verknüpfte Gerechtigkeitsprinzipien in einen umfassenden Governance-Prozess, der kollektives Wissen, inklusive Beratung und bewusstes Handeln umfasst, und fordert offene und inklusive Mitgestaltungsprozesse unter Einbeziehung von zivilgesellschaftlichen Interessengruppen, Entscheidungsträger*innen und Forscher*innen. https://doi.org/10.3389/fsufs.2025.1653448. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Gold mining in the Colombian Amazon: empirical insights on the links between sustainability, equity, and power
ILS-Wissenschaftlerin Barbara Schröter hat gemeinsam mit Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift „Sustainability Science“ veröffentlicht. In dem Artikel wird untersucht, wie unterschiedliche Vorstellungen von „nachhaltigem“ Goldabbau im kolumbianischen Amazonasgebiet zu Spannungen zwischen Unternehmen, Kleinbergbau, indigenen Gemeinschaften und staatlichen Akteuren führen. Die Studie zeigt, dass nachhaltige Lösungen nur möglich sind, wenn Machtverhältnisse und Gerechtigkeitsfragen berücksichtigt und vielfältige Perspektiven auf Nachhaltigkeit in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. https://doi.org/10.1007/s11625-025-01749-w. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Veranstaltungen
Dortmunder Dialog 90: IGA 2027 – Blumenzauber oder Stadtentwicklung
Die Internationale Gartenausstellung 2027 im Ruhrgebiet steht unter der Leitfrage „Wie wollen wir morgen LEBEN?“. Dortmunds Hauptbeitrag zur IGA 2027 entsteht im Nordwesten des Stadtgebiets rund um das Gelände der ehemaligen Kokerei Hansa und den Deusenberg in Huckarde. Mit dem „Zukunftsgarten“ wird ein großräumiges Stadtentwicklungs- und Infrastrukturprojekt realisiert, das mit hohen Freiraumqualitäten neue Strukturelemente für die ganze Stadt schaffen soll. Wie genau nutzt Dortmund diese Gelegenheit, sich der nationalen und internationalen Öffentlichkeit zu präsentieren? Und was bleibt, wenn die Blumen verblüht sind? Dazu diskutiert der 90. Dortmunder Dialog am 2. Juli im Nahverkehrsmuseum Bahnhof Mooskamp. Zu den Mitwirkenden zählt auch ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith. Mehr…
Forum Stadtbaukultur Dortmund
„RE:START Kampstraße“ lautet das Thema des nächsten Forums Stadtbaukultur. Am Montag, 12. Mai 2025 um 18.30 Uhr wird im Gartensaal des Baukunstarchiv NRW um die zukünftige Gestaltung der Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt diskutiert. Durch ihre funktionale und räumliche Bedeutung als markante Ost-West-Achse durch die Dortmunder City, nimmt die Straße eine zentrale Position mit hohen Erwartungshaltungen aus der Stadtgesellschaft ein. Ein umfangreicher Beteiligungsprozess soll die interessierte Öffentlichkeit dazu anregen, Zielvorstellungen für die Maßnahme zu formulieren. Um Anmeldung wird gebeten. Mehr…
(Innen)Stadt im Wandel
Das Städtebauliche Kolloquium an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen befasst sich in diesem Sommer mit dem Wandel der Innenstadt. An drei Terminen werden im Foyer des Reiff Museum– von der Nutzungsmischung über Anforderungen an Flexibilität bis zur Klimaresillienz – komplexe Herausforderungen der Stadt der Zukunft diskutiert. Mehr…
Edition Peter Zlonicky
Das Städtebauliche Kolloquium »Edition Peter Zlonicky« an der TU Dortmund eröffnet anlässlich seines 90. Geburtstags an drei Terminen im Sommersemester 2025 multiple Perspektiven auf das Lebenswerk Peter Zlonickys. Mehr…
Nächstes Fachforum „Wohnen macht Stadt“ am 1. Juli
Anfang Juli stellen wir beim Fachforum „Wohnen macht Stadt“ im Baukunstarchiv in Dortmund die vielseitigen Auswirkungen von Brachflächenentwicklung auf die Quartiersebene in den Mittelpunkt. Dabei werden insbesondere Projekte betrachtet, die sich der Revitalisierung von Brachflächen widmen und dadurch neue Impulse für bestehende Quartiere setzen oder gar selbst neue Quartiere entstehen lassen. Mehr…



















