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Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten

Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.

Im Fokus unserer Forschung stehen diese Forschungsschwerpunkte.

Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.

Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.

Aktuelles

24.Juli 2026

ILS-JOURNAL 02/26 – Gärtnern in der Stadt, mehr als nur Freizeitbeschäftigung

Gärtnern in der Stadt hat viele Gesichter – vom klassischen Schrebergarten bis hin zum Anbau auf dem Dach. Im ILS-JOURNAL 02/26 geht es im Titelthema um die ILS-Forschung zu urbanen Kleingärten als Baustein für nachhaltige Städte. Im Interview teilt Jens Woelki vom Amt für Stadterneuerung der Stadt Dortmund und Projektleiter von Querbeet Dortmund welche Erfahrungen er mit verschiedenen Formen des städtischen Gärtnerns gemacht hat und erzählt von sogenannten „Gartenlaboren“. Außerdem gibt es im Heft neues aus der Forschung, sowie Projektergebnisse zum Thema Mobilität und Entwicklung von Großwohnsiedlungen. Zum Heft

22.Juli 2026

8. DOKORP 2027 – Call for Abstracts und Roundtables geöffnet

Für die Dortmunder Konferenz Raum- und Planungsforschung 2027 vom 22. bis 25. Februar 2027 zum Thema „Generative KI, maschinelles Lernen, virtuelle Welten – Chancen, Risiken und Implikationen der fortschreitenden Digitalisierung für die Planung der Zukunft“ wurde der Call for Abstracts und Roundtables geöffnet. Einreichungsfrist ist der 15. September 2026. Mehr…

20.Juli 2026

ILS-Wissenschaftler*innen bei der NECTAR‘26

Die 18. Konferenz des Netzwerks „European Communications and Transport Activities Research“ fand dieses Jahr an der Technischen Universität in München statt. Die ILS-Wissenschaftlerinnen Angelina Atonova und Prof. Dr. Noriko Otsuka haben dort Vorträge gehalten. Angelina Atanova hat das Thema ihrer Dissertation vorgestellt: “Temporary and permanent street redesigns: Shaping public acceptance and mobility behaviours through reversibility and participation”. Prof. Dr. Noriko Otsuka hat in einer Session über “The impact of accessibility to green and blue spaces on human mental health and well­being in advancing Green Care” gesprochen. Mehr…

17.Juli 2026

Fachdialog zur nachhaltigen Transformation setzt Impulse für zukünftige Kooperationen

Welchen Beitrag leistet die Wissenschaft zur nachhaltigen Transformation in Nordrhein-Westfalen? Zu dieser Frage diskutiert die Zukunftskonferenz NRW. Bei einem Fachdialog in der NRW.BANK standen jetzt aktuelle Herausforderungen und Fördermöglichkeiten im Mittelpunkt. ILS-Wissenschaftler Dr. Bastian Heider gab im Themenboard Klimaanpassung einen Input mit Ergebnissen aus unserem Projekt CATCH4D. Mehr…

14.Juli 2026

Dr. Michael Kolocek zu Gast beim WDR 5 Tagesgespräch

ILS-Wissenschaftler Dr. Michael Kolocek war am 10. Juli zu Gast beim WDR5 Tagesgespräch. Es ging vor allem um die Entscheidung der Stadt Dortmund in bestimmenten Bereichen das Betteln zu verbieten. Ist das Verbot sinnvoll oder nicht? Michael Kolocek regt an, dass lokale Verbote von bestimmten Nutzungen häufig dazu führen, dass sich diese Nutzungen dann auf andere Ort verlagern. Langfristig sinnvoller wäre, sich mit den Bedürfnissen und Problemen der Bettelnden intensiver zu befassen Er plädiert für eine gründliche Auswertung der Wirkungen des Verbots nach einem Jahr. Es haben sich Hörer*innen in die Live-Sendung gemeldet. Sie konnten Fragen stellen und ihre persönlichen Erfahrungen schildern. Zur Aufzeichnung

Publikationen

27.Apr. 2026

Free access until June 14, 2026:
Assessing the potential to scale-up urban agriculture in the Global North.

Urban Agriculture (UA) wird häufig als Weg zur Verbesserung der städtischen Nachhaltigkeit, Ernährungssicherheit und Resilienz angepriesen, doch liegen städteübergreifende Belege für ihre skalierbaren, systemweiten Auswirkungen nach wie vor nur in begrenztem Umfang vor und sind methodisch uneinheitlich. Wir bewerten das theoretische Skalierungspotenzial und die Auswirkungen auf den Nahrungsmittel-Energie-Wasser-Stoffwechsel (FEW) von ausgeweiteter, technisch einfacher UA in fünf Städten des Globalen Nordens – London, New York City, Paris, Dortmund, and Gorzów Wielkopolski – unter Verwendung eines harmonisierten zweiteiligen Rahmens. Die Ergebnisse liefern eine übertragbare, städteübergreifende Methodik und identifizieren politikrelevante Ansatzpunkte – insbesondere die Förderung von Hausgärten, die Sicherung von Landnutzungsrechten, die Unterstützung neuer Landwirte oder Gärtner sowie die Verknüpfung der Ausweitung mit Kompostierungs- und Wassergewinnungspraktiken –, um kontextsensitive Strategien zur Skalierung der UA zu entwerfen. https://authors.elsevier.com/c/1muYocUG5e8ki. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

20.Apr. 2026

Company bikes in Germany – Are they associated with the frequency of bicycle commuting and everyday cycling?

Janina Welsch und Frederic Rudolph vom T3 Transportation Think Tank haben gemeinsam einen Artikel in der Fachzeitschrift „Active Travel Studies: An Interdisciplinary Journal“ veröffentlicht. In der Studie geht es um Diensträder, die Teil des Mobilitätsmanagements und der Fahrradförderung von Arbeitgebern sein können. Bisher war allerdings unklar, ob und wie stark sie die tatsächliche Fahrradnutzung beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen für die Häufigkeit der Fahrradnutzung auf dem Weg zur Arbeit, dass das Dienstrad ein signifikant positiver Faktor ist. Im Vergleich zur niedrigsten Nutzung gilt dies allerdings nur für die mittlere und nicht für die höchste Stufe. Ein „Dienstrad-Effekt“ ist zwar bei der alltäglichen Fahrradnutzung ebenfalls nicht direkt nachweisbar. Es können aber indirekte Effekte angenommen werden. Diensträder sind mehrheitlich E-Bikes und diese sind sowohl positiv signifikant mit der Fahrradnutzung auf dem Weg zur Arbeit als auch mit der im Alltag assoziiert. Gerade angesichts aktuell steigender Kosten für Benzin und Diesel könnte das Fahrrad für kürzere und mittlere Distanzen für viele Beschäftigte eine zunehmend attraktivere Alternative werden. Hier steht den Arbeitgebern mit dem Dienstrad ein wirksames Instrument zur Verfügung, um nachhaltigeres Pendeln zu fördern. https://doi.org/10.16997/ats.1774. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

26.März 2026

Industrial Land Conversion in German Regions: Extent, Spatial Patterns and the Role of Urban Policy

ILS-Wissenschaftler Bastian Heider hat gemeinsam mit Kolleg*innen der TU Dortmund und des IÖR und einen Artikel in der Fachzeitschrift European Planning Studies veröffentlicht. Der Beitrag analysiert langfristige Entwicklungen und räumliche Muster der Umnutzung von Gewerbe- und Industrieflächen in deutschen Stadtregionen. Die Ergebnisse zeigen im Gegensatz zu vielen anderen internationalen Studien keinen signifikanten Verlust von Industrie- und Gewerbeflächen in den meisten Kernstädten. Dies verdeutlicht den Einfluss nationaler und lokaler Planungsinstitutionen im Kontext globaler Stadtentwicklungsphänomene wie Reurbanisierung und der Verdrängung von Industrie aus zentralen Stadtgebieten. https://doi.org/10.1080/09654313.2026.2644411. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

26.März 2026

Anpassung von Kommunen an Hochwassergefahren

Die ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith und Lennart Bosse haben einen Artikel in der Fachzeitschrift „RaumPlanung“ veröffentlicht. Der Artikel analysiert und bewertet Kriterien basiert das kommunale Anpassungshandeln nach dem Hochwasser 2021 auf empirischer Grundlage. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Anzahl und große Vielfalt konkret umgesetzter Maßnahmen von Schutz und Vorsorge sowie weiterhin bestehende Herausforderungen und bietet zukünftige Orientierung für zuständige Akteure im Management von Hochwasser. https://ifr-ev.de/raumplanung/wassersensible-stadt/. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

27.Feb. 2026

Step by step: Exploring accessibility perceptions of older adults and young families outside urban cores through walk-along interviews

Die ILS-Wissenschaftlerinnen Janina Welsch und Anna-Lena van der Vlugt haben zusammen mit Kolleg*innen der Universität Groningen einen Artikel in der Fachzeitschrift „Journal of Urban Mobility“ veröffentlicht. In dem Artikel sind erste Ergebnisse der Walk-Along-Interviews aus dem Projekt „AccessCity4All“ veröffentlicht. Basierend auf Interviews zur wahrgenommenen Erreichbarkeit in der Provinz Groningen, einem der Fallstudiengebiete des Projekts, werden neue Erkenntnisse über die Wahrnehmungen zweier vulnerabler Gruppen hinsichtlich ihrer Erfahrungen beim Zufußgehen und der Erreichbarkeit von wichtigen Einrichtungen in ländlich bzw. suburban geprägten Siedlungen präsentiert. https://doi.org/10.1016/j.urbmob.2026.100199. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Veranstaltungen

Forum Stadtbaukultur: IGA 2027 – Blümchenschau oder Stadtentwicklung?

In fast genau einem Jahr, am 23. April 2027, wird die Internationale Gartenausstellung Ruhrgebiet (IGA) eröffnet. In dem knapp 180tägigen Ausstellungszeitraum bis Mitte Oktober 2027 werden dazu mehr als 3 Millionen Besuchende erwartet. In Dortmund-Huckarde entsteht derzeit aus diesem Anlass eine neue öffentliche Grünfläche: der „Kokereipark“. Gemeinsam mit den angrenzenden Arealen der Kokerei Hansa, dem Nahverkehrsmuseum Mooskamp und dem Deusenberg bildet er das Dortmunder Ausstellungsgelände der IGA 2027 – den „Zukunftsgarten“. Welche Zielsetzungen werden im Ruhrgebiet mit der IGA 2027 verfolgt? Was dürfen die Besuchenden in Dortmund erwarten? Und lohnt der Aufwand auch langfristig? Die Diskussion und Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen stehen im Mittelpunkt dieses Forum Stadtbaukultur, am 27. April 2026. Mehr…

Wissenstransfer anders machen?! Reallabore, Pop-Ups, Performances, mobile und aufsuchende Angebote in der Energiewende

Eine gelingende Energiewende benötigt neben wissenschaftlichen Erkenntnissen, technischen Innovationen, förderlichen ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen auch neue gesellschaftliche Praktiken und Ästhetiken. Zusätzlich zu den bewährten Formaten der Wissensvermittlung wie Vorträgen oder Panels gewinnen neue Vermittlungsansätze im Kontext der Energiewende daher an Bedeutung. Die Tagung am 27. April in Gelsenkirchen möchte einen Reflexions- und Experimentierraum für neue Formate des Wissenstransfers eröffnen. Prof. Dr. Thomas Weith stellt dort in einer Session neue Kommunikationsformate zur Wissensvermittlung anhand von Beispielen aus dem ILS vor. Mehr…

Projekt REDESIGN: Eröffnung des Weltackers in Dortmund

Teilt man die rund 1,6 Milliarden Hektar Ackerfläche weltweit durch die Zahl der Menschen, bleiben rechnerisch etwa 2000 m² pro Person. Auf dieser Fläche muss alles wachsen, was uns ernährt und versorgt. Diese 2000 m² werden nun in Dortmund als Weltacker sichtbar und erlebbar. Der Aufbau des Weltackers wird gefördert durch HORIZON Europe innerhalb des Projekts REDESIGN. Der Ernährungsrat Dortmund ist aktiver Teil des REDESIGN-Projekts und realisiert den Weltacker als Reallabor als einen Lern- und Dialogort auf dem Schultenhof Dortmund. Der Weltacker wird am Sonntag, 26. April, ab 14 Uhr eröffnet. Weitere Infos und Programm

Begegnung (un)erwünscht? – Öffentliche Räume im Spannungsfeld von Begegnung, Akzeptanz und Rücksichtnahme

Öffentliche Räume sind zentrale Orte spontaner Begegnung und des städtischen Zusammenlebens, an denen Menschen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen aufeinandertreffen. Gleichzeitig werden hier auch Spannungen sichtbar, wenn verschiedene Nutzungsansprüche, Erwartungen und Lebensrealitäten aufeinanderprallen. Die Diskussionsveranstaltung der Stadt Oberhausen am 7. Mai ab 15:45 Uhr geht der Frage nach, wie öffentliche Räume als „Dritte Orte“ gestaltet werden können. ILS-Wissenschaftler Ralf Zimmer-Hegmann wird in seinem Beitrag die Bedeutung und die Herausforderungen öffentlicher Begegnungsorte für das gesellschaftliche Miteinander beleuchten. Die Veranstaltung findet auf dem Wissenschaftscampus NRW (WICA) statt. Weitere Informationen und Anmeldung

Handlungsempfehlungen zur Konzeption von integrierten Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere

Das ILS lädt gemeinsam mit dem Zukunftsnetzwerk Mobilität NRW am 5. Mai zur der zweiten von insgesamt drei Transferveranstaltungen aus dem Projekt NaMoLI III ein.  Dabei werden in Münster unter der Überschrift „Handlungsempfehlungen zur Konzeption von Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere“ vor allem der Entwicklungsprozess und die Instrumente der autoreduzierten Quartiersentwicklung betrachtet. Der Fokus liegt auf der Vorstellung eines Handlungsleitfadens, der innerhalb des NaMoLI III-Projekts am Beispiel der Lincoln-Siedlung in Darmstadt erarbeitet worden ist. Als Praxisbeispiel wird außerdem ein Wohnprojekt aus Arnsberg vorgestellt. Weitere Informationen und Anmeldung

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