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Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten

Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.

Im Fokus unserer Forschung stehen diese Forschungsschwerpunkte.

Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.

Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.

Aktuelles

31.Aug. 2026

ILS-Gleichstellungsplan wurde aktualisiert

Die Gleichstellung aller Geschlechter begegnet uns täglich im Alltag. Bereits seit einigen Jahren sind Themen wie „Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit“ oder die geschlechtergerechte Sprache breit in allen Medien vertreten und werden diskutiert. Das ILS ist sich seiner Verantwortung bewusst und hat bereits 2022 den ersten Gleichstellungplan veröffentlicht, als Leitfaden und Arbeitshilfe zur Förderung und Verwirklichung der Gleichstellung aller Geschlechter im Institut. Der vorliegende Plan wurde von einer Arbeitsgruppe überarbeitet und aktuellen Anforderungen angepasst. Mehr…

28.Aug. 2026

JRF-Sommertour im ILS

Ein fester Termin im Kalender: Der Vorstand der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft hat uns auch in diesem Jahr auf seiner Sommertour besucht. Im Gespräch mit Ramona Fels und Prof. Dr. Dieter Bathen haben wir uns über die Zusammenarbeit, aktuelle Themen am Forschungsstandort NRW und unsere anstehende Evaluierung im Herbst dieses Jahres ausgetauscht. Das ILS ist Gründungsmitglied der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft. Mehr zur JRF

27.Aug. 2026

ILS unterzeichnet Bauhaus-Manifest

Vor 100 Jahren prägte das Bauhaus mit seinen Ideen von Gestaltung, gesellschaftlicher Verantwortung und interdisziplinärem Denken eine neue Vorstellung davon, wie wir unsere räumliche Lebenswelt gestalten können. Daran erinnern die Initator*innen des Bauhaus-Manifests 2026 und verteidigen das Bauhaus gegen populistische Angriffe. Das ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung hat dieses Manifest nun unterzeichnet. Mehr…

26.Aug. 2026

Wohnen macht Stadt: Junges Wohnen – Impulsgeber der Stadt- und Quartiersentwicklung

Save the Date: Die Wohnraumversorgung junger Menschen ist seit Langem ein Thema der Wohnungspolitik. Gerade Studierende und Auszubildende stehen vielerorts in Nordrhein-Westfalen vor der Herausforderung, geeigneten Wohnraum zu finden. Im Fachforum am 3. Dezember werden Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung zur Wohnraumversorgung und zu den Bedarfen von Studierenden und Auszubildenden vorgestellt sowie ein quartiersbezogenes Programm und Praxisbeispiele von Bauprojekten präsentiert. Im Fokus steht die Frage, wie bezahlbarer Wohnraum für junge Menschen in angespannten Wohnungsmärkten geschaffen werden kann und welche Chancen sich daraus für lebendige Nachbarschaften ergeben. Zur Veranstaltung

20.Aug. 2026

Gemeinsam Innovation gestalten: Das ILS beim Innovationskongress NRW

Der Innovationskongress NRW dient als Plattform zur Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft. Die Veranstaltung am 8. Oktober in Düsseldorf bietet die Möglichkeit zum Austausch über aktuelle Fragen des Innovationsstandorts NRW. Die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft ist mit dem Programmpunkt „Transfer, der wirkt: Wie Anwendungsforschung Innovation in NRW schneller in die Praxis bringt“ vertreten. ILS-Wissenschaftler Dr. Bastian Heider ist dort als Experte dabei. Das ILS präsentiert sich außerdem in der begleitenden Ausstellung. Der Innovationskongress wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen veranstaltet. Mehr…

Publikationen

3.Juni 2026

Publikation: Fragile Behausungen

Dr. Lea Fischer und Dr. Michael Kolocek haben einen Fachaufsatz veröffentlicht, in dem sie Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt MaBIs (Marginalisierte Bevölkerungsgruppen und die solidarische Innenstadt) präsentieren. Aus einer raumwissenschaftlichen Perspektive diskutieren sie verschiedene Dimensionen informeller Arbeitstätigkeiten, etwa den Verkauf von Straßenmagazinen, das Betteln oder das Pfandsammeln. Der Aufsatz ist einer von über 40 Beiträgen in dem mehr als 800 Seiten umfassenden Sammelband von Frank Sowa und seinem Herausgeber*innenteam. Aus unterschiedlichen Perspektiven widmen sich die Autorinnen und Autoren den Lebenswirklichkeiten von Menschen, die in fragilen Behausungen leben. Der Band ist Open Access erhältlich. Mehr…

18.Mai 2026

Mixed-use ideals, market pressures, and the marginalization of crafts in contemporary urban development: evidence from five German cities

ILS-Wissenschaftler Bastian Heider hat zusammen mit Stefan Siedentop von der TU Dortmund einen Artikel in Planning, Practice and Research veröffentlicht. Die Arbeit beschäftigt sich mit funktionalen Entmischungsprozessen und der Verdrängung von Handwerksbetrieben aus verdichteten Stadtgebieten in Nordrhein-Westfalen und identifiziert dabei ein komplexes Zusammenspiel von unterschiedlichen Wirkungsfaktoren wie der Überplanung von Gewerbeflächen, den Anstieg von Boden- und Immobilienpreisen, Emmissionskonflikte durch heranrückende Wohnbebauung sowie den Mangel an geeigneten Expansionsflächen. Die Stadtplanung hat diese Verdrängungsprozesse in der Vergangenheit oftmals ignoriert oder sogar indirekt befördert. Jüngere Initiativen zur Standortsicherung des Handwerks deuten aber auf eine zunehmende Sensibilisierung der Planung für die Belange des Handwerks und dessen Bedeutung für eine resiliente und funktional durchmischte Stadt hin. https://doi.org/10.1080/02697459.2026.2668492. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

27.Apr. 2026

Free access until June 14, 2026:
Assessing the potential to scale-up urban agriculture in the Global North.

Urban Agriculture (UA) wird häufig als Weg zur Verbesserung der städtischen Nachhaltigkeit, Ernährungssicherheit und Resilienz angepriesen, doch liegen städteübergreifende Belege für ihre skalierbaren, systemweiten Auswirkungen nach wie vor nur in begrenztem Umfang vor und sind methodisch uneinheitlich. Wir bewerten das theoretische Skalierungspotenzial und die Auswirkungen auf den Nahrungsmittel-Energie-Wasser-Stoffwechsel (FEW) von ausgeweiteter, technisch einfacher UA in fünf Städten des Globalen Nordens – London, New York City, Paris, Dortmund, and Gorzów Wielkopolski – unter Verwendung eines harmonisierten zweiteiligen Rahmens. Die Ergebnisse liefern eine übertragbare, städteübergreifende Methodik und identifizieren politikrelevante Ansatzpunkte – insbesondere die Förderung von Hausgärten, die Sicherung von Landnutzungsrechten, die Unterstützung neuer Landwirte oder Gärtner sowie die Verknüpfung der Ausweitung mit Kompostierungs- und Wassergewinnungspraktiken –, um kontextsensitive Strategien zur Skalierung der UA zu entwerfen. https://authors.elsevier.com/c/1muYocUG5e8ki. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

20.Apr. 2026

Company bikes in Germany – Are they associated with the frequency of bicycle commuting and everyday cycling?

Janina Welsch und Frederic Rudolph vom T3 Transportation Think Tank haben gemeinsam einen Artikel in der Fachzeitschrift „Active Travel Studies: An Interdisciplinary Journal“ veröffentlicht. In der Studie geht es um Diensträder, die Teil des Mobilitätsmanagements und der Fahrradförderung von Arbeitgebern sein können. Bisher war allerdings unklar, ob und wie stark sie die tatsächliche Fahrradnutzung beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen für die Häufigkeit der Fahrradnutzung auf dem Weg zur Arbeit, dass das Dienstrad ein signifikant positiver Faktor ist. Im Vergleich zur niedrigsten Nutzung gilt dies allerdings nur für die mittlere und nicht für die höchste Stufe. Ein „Dienstrad-Effekt“ ist zwar bei der alltäglichen Fahrradnutzung ebenfalls nicht direkt nachweisbar. Es können aber indirekte Effekte angenommen werden. Diensträder sind mehrheitlich E-Bikes und diese sind sowohl positiv signifikant mit der Fahrradnutzung auf dem Weg zur Arbeit als auch mit der im Alltag assoziiert. Gerade angesichts aktuell steigender Kosten für Benzin und Diesel könnte das Fahrrad für kürzere und mittlere Distanzen für viele Beschäftigte eine zunehmend attraktivere Alternative werden. Hier steht den Arbeitgebern mit dem Dienstrad ein wirksames Instrument zur Verfügung, um nachhaltigeres Pendeln zu fördern. https://doi.org/10.16997/ats.1774. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

26.März 2026

Industrial Land Conversion in German Regions: Extent, Spatial Patterns and the Role of Urban Policy

ILS-Wissenschaftler Bastian Heider hat gemeinsam mit Kolleg*innen der TU Dortmund und des IÖR und einen Artikel in der Fachzeitschrift European Planning Studies veröffentlicht. Der Beitrag analysiert langfristige Entwicklungen und räumliche Muster der Umnutzung von Gewerbe- und Industrieflächen in deutschen Stadtregionen. Die Ergebnisse zeigen im Gegensatz zu vielen anderen internationalen Studien keinen signifikanten Verlust von Industrie- und Gewerbeflächen in den meisten Kernstädten. Dies verdeutlicht den Einfluss nationaler und lokaler Planungsinstitutionen im Kontext globaler Stadtentwicklungsphänomene wie Reurbanisierung und der Verdrängung von Industrie aus zentralen Stadtgebieten. https://doi.org/10.1080/09654313.2026.2644411. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Veranstaltungen

Städtebauliches Kolloquium Sommer 2026: Neue Wissensräume als Motor für Stadtentwicklung

Die Veranstaltungsreihe „Städtebauliches Kolloquium“ an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen will im Sommer 2026 den Diskurs über die Bedeutung und Entwicklung von neuen Konzepten der wissensbasierten Stadtentwicklung anregen. Die erste von insgesamt drei Veranstaltungen stellt am 5. Mai „Neue Wissensräume als Motor für Stadtentwicklung“ in den Fokus. ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith ist mit dem Vortrag „Von Menschen und Orten: Altes und neues Wissen aus der Stadt für die Stadt“ im Programm vertreten. Zum Kolloquium

Forum Stadtbaukultur: IGA 2027 – Blümchenschau oder Stadtentwicklung?

In fast genau einem Jahr, am 23. April 2027, wird die Internationale Gartenausstellung Ruhrgebiet (IGA) eröffnet. In dem knapp 180tägigen Ausstellungszeitraum bis Mitte Oktober 2027 werden dazu mehr als 3 Millionen Besuchende erwartet. In Dortmund-Huckarde entsteht derzeit aus diesem Anlass eine neue öffentliche Grünfläche: der „Kokereipark“. Gemeinsam mit den angrenzenden Arealen der Kokerei Hansa, dem Nahverkehrsmuseum Mooskamp und dem Deusenberg bildet er das Dortmunder Ausstellungsgelände der IGA 2027 – den „Zukunftsgarten“. Welche Zielsetzungen werden im Ruhrgebiet mit der IGA 2027 verfolgt? Was dürfen die Besuchenden in Dortmund erwarten? Und lohnt der Aufwand auch langfristig? Die Diskussion und Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen stehen im Mittelpunkt dieses Forum Stadtbaukultur, am 27. April 2026. Mehr…

Wissenstransfer anders machen?! Reallabore, Pop-Ups, Performances, mobile und aufsuchende Angebote in der Energiewende

Eine gelingende Energiewende benötigt neben wissenschaftlichen Erkenntnissen, technischen Innovationen, förderlichen ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen auch neue gesellschaftliche Praktiken und Ästhetiken. Zusätzlich zu den bewährten Formaten der Wissensvermittlung wie Vorträgen oder Panels gewinnen neue Vermittlungsansätze im Kontext der Energiewende daher an Bedeutung. Die Tagung am 27. April in Gelsenkirchen möchte einen Reflexions- und Experimentierraum für neue Formate des Wissenstransfers eröffnen. Prof. Dr. Thomas Weith stellt dort in einer Session neue Kommunikationsformate zur Wissensvermittlung anhand von Beispielen aus dem ILS vor. Mehr…

Projekt REDESIGN: Eröffnung des Weltackers in Dortmund

Teilt man die rund 1,6 Milliarden Hektar Ackerfläche weltweit durch die Zahl der Menschen, bleiben rechnerisch etwa 2000 m² pro Person. Auf dieser Fläche muss alles wachsen, was uns ernährt und versorgt. Diese 2000 m² werden nun in Dortmund als Weltacker sichtbar und erlebbar. Der Aufbau des Weltackers wird gefördert durch HORIZON Europe innerhalb des Projekts REDESIGN. Der Ernährungsrat Dortmund ist aktiver Teil des REDESIGN-Projekts und realisiert den Weltacker als Reallabor als einen Lern- und Dialogort auf dem Schultenhof Dortmund. Der Weltacker wird am Sonntag, 26. April, ab 14 Uhr eröffnet. Weitere Infos und Programm

Begegnung (un)erwünscht? – Öffentliche Räume im Spannungsfeld von Begegnung, Akzeptanz und Rücksichtnahme

Öffentliche Räume sind zentrale Orte spontaner Begegnung und des städtischen Zusammenlebens, an denen Menschen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen aufeinandertreffen. Gleichzeitig werden hier auch Spannungen sichtbar, wenn verschiedene Nutzungsansprüche, Erwartungen und Lebensrealitäten aufeinanderprallen. Die Diskussionsveranstaltung der Stadt Oberhausen am 7. Mai ab 15:45 Uhr geht der Frage nach, wie öffentliche Räume als „Dritte Orte“ gestaltet werden können. ILS-Wissenschaftler Ralf Zimmer-Hegmann wird in seinem Beitrag die Bedeutung und die Herausforderungen öffentlicher Begegnungsorte für das gesellschaftliche Miteinander beleuchten. Die Veranstaltung findet auf dem Wissenschaftscampus NRW (WICA) statt. Weitere Informationen und Anmeldung

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