Stadtforschung − den urbanen Wandel in seiner Vielfalt verstehen und gestalten
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Die Urbanisierung des frühen 21. Jahrhunderts unterliegt einer enormen Dynamik: Urbane Räume entstehen, wachsen und verändern sich, ihr Wandel ist vielgestaltig und verläuft zunehmend diskontinuierlich und disparat. Ein besseres Verständnis dieser Prozesse ist ein zentrales Anliegen der raumwissenschaftlichen Stadtforschung des ILS. Wir untersuchen die verschiedenen Dimensionen des urbanen Wandels auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und international vergleichend. Im aktiven Dialog mit Praxis, Politik und Gesellschaft entstehen daraus wichtige Erkenntnisse für eine nachhaltige Transformation und Gestaltung urbaner Räume.
Im Fokus unserer Forschung stehen drei Forschungsschwerpunkte.
Aktuelles
ILS-Wissenschaftlerinnen bei der Generalversammlung des GREENME-Projekts in Polen
Vom 17. bis 19. September waren vier ILS-Wissenschaftlerinnen auf der diesjährigen 3. Generalversammlung (GAM) des GreenME-Projekts in Warschau vertreten. Kathrin Specht, Noriko Otsuka, Lizzy Moonga und Shaojuan Xu sind gemeinsam nach Polen gereist. Sie haben unter anderem den ersten Entwurf einer Strategie zur Integration von Green-Care in nationale und internationale politische Leitlinien vorgestellt. Mehr…
Qualität und Wirkung gehen Hand in Hand
Institutionalisierung und Professionalisierung von Evaluation stellen in den vergangenen Jahren auch wichtige Themenfelder im Bereich der raumbezogenen Forschung und Entwicklung dar. Die Jahrestagung der DeGEval – Gesellschaft für Evaluation hat deshalb vom 17. bis zum 19. September in Saarbrücken diskutiert, unter welchen Bedingungen sie in unterschiedlichen Politikfeldern gelingen kann. Mit der Session „Wirkungsmanagement institutionalisieren: Implementierung von Wirkungserfassung und -analyse am Beispiel der ARL“ hat sich die ARL in die Fachdiskussion eingebracht. Zu den Vortragenden zählte auch ILS-Wissenschaftler Prof. Dr. Thomas Weith. Mehr…
Pressemitteilung: Nicht pauschal mehr, sondern an der richtigen Stelle bauen
„Flächen für Wohnungsbau müssen dort gesucht werden, wo sie auch gebraucht werden“: Stadtforscher*innen des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu), des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und des ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung fordern eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen Wohnungsbaudebatte. In einem gemeinsamen Fachkommentar kritisieren sie die pauschale Forderung nach immer mehr Bauland als zu kurzsichtig. Zur Pressemitteilung
Share4Equity-Video – Projekt erforscht Mobilitätsgerechtigkeit und Sharing Dienste
Verschiedene Sharing-Dienste für Pkw, Fahrrad oder E-Scooter werden bereits in vielen Städten angeboten, konzentrieren sich dabei jedoch häufig auf die Innenstädte und sind nicht für alle Bewohnende zugänglich. Im Anfang des Jahres gestarteten Projekt „Share4Equity – Shared mobility services towards equitable and sustainable mobilities“ forschen Partner aus den vier europäischen Ländern Deutschland, Schweden, Italien und Polen und aus Kanada zusammen zum Thema Mobilitätsgerechtigkeit und Sharing Dienste. Das vom ILS koordinierte Projekt untersucht, wie Sharing-Dienste verteilt sind, welche Gruppen derzeit besonders davon profitieren (könnten), wie sich informelle Sharing Angebote wie z.B. Fahrgemeinschaften mit bestehenden Angeboten kombinieren lassen und ob und wie Kommunen und Anbieter zu einer gerechteren Mobilität beitragen können. Details dazu gibt es in einem aktuellen Video. Mehr…
Leerstandsentwicklung im Ruhrgebiet
Am 17. September fand das 12. Treffen der Arbeitsgruppe Ladenumnutzung als Exkursion im Ruhrgebiet statt. Veranstaltet von ILS und MHKBD nahmen Vertreter*innen aus 17 Modellkommunen und den Bezirksregierungen aus NRW teil. Stationen in den Innenstädten von Wanne-Eickel, Gelsenkirchen und Essen boten Einblicke in Strategien, Projekte und Beispiele zur Umnutzung von Ladenlokalen – von Stadterneuerung über Leerstandsaktivierung bis zu kreativen Neunutzungen. Der Austausch vor Ort stärkte die Vernetzung der Kommunen und zeigte praxisnah auf, wie Innenstadtbereiche zukunftsfähig gestaltet werden können. Mehr…
Publikationen
Die urbane Mobilitätswende messbar machen? Konzeption und Anwendung eines Mobilitätswendeindex am Beispiel der Städte Darmstadt, Frankfurt und Wiesbaden
ILS-Wissenschaftler Johannes Aertker und Thomas Klinger aus der FG M haben mit weiteren Kollegen einen Artikel in „Raumforschung und Raumordnung | Spatial Research and Planning“ veröffentlicht. Der Beitrag diskutiert einen auf der Grundlage des Konzepts der Mobilitätskulturen entwickelten Index zur Messung der sozialökologischen Transformation urbaner Mobilität, auch als Mobilitätswende bezeichnet. Damit soll es kommunaler Politik und Planung möglich werden, Fortschritte bei der Umsetzung der Mobilitätswende quantitativ zu messen. Im Ergebnis zeigt sich dass der Mobilitätswendeindex Potenzial für die Analyse von Veränderungen der Mobilitätskultur in Städten hat. https://doi.org/10.14512/rur.2277. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
”We Stretched the Rules”: How Street-Level Bureaucrats in Schools Shape Newcomers’ Access to Resources
ILS-Wissenschaftlerin Cornelia Tippel hat gemeinsam mit Heike Hanhörster von der TU Berlin einen Artikel in der Fachzeitschrift „Urban Planning“ veröffentlicht. Der Beitrag nutzt Lipskys (1980/2010) Konzept der „Street-Level Bureaucracy“, um die alltäglichen Arbeitspraktiken von Schulmitarbeitenden (z.B. Schulleitungen, Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen) zu analysieren und so ihre informelle und formelle Rolle in der lokalen Ankommenspolitik und bei der Vermittlung wichtiger Ressourcen für Neuankommende zu verstehen. Dabei betont der Artikel die Einbettung der Schulmitarbeitenden, vor allem in lokale Netzwerke sozialer Infrastrukturen. https://doi.org/10.17645/up.8570. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Special Issue: Exploring conformorality in planning debates
Stefano Cozzolino aus der Forschungsgruppe „Raumbezogene Planung und Städtebau“ hat zusammen mit Anita De Franco von der Polytechnischen Universität Mailand ein Special Issue in der Zeitschrift „Transactions“ verantwortet. Das Special Issue ist ein Produkt der jährlichen Konferenz der AESOP Thematic Group „Ethics, Values and Planning“, die letztes Jahr im September unter dem Titel „Breaking through conformorality in urban and regional studies“ im ILS stattgefunden hat. Inhaltlich geht es um das interessante Konzept „Conformorality“, das die Tendenz von Einzelnen innerhalb einer bestimmten Gemeinschaft beschreibt, sich an bestimmten Ideologien und Werten zu orientieren. Konkret geht es um die Fragen, welche Rolle und welchen Einfluss die „Conformorality“ in Planungsdebatten einnimmt. https://doi.org/10.24306/TrAESOP.2024.01.000. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
How schools affect neighbourhoods: a conceptual framework for the multiple roles of public schools
Isabel Ramos Lobato hat einen Artikel im „Nordic Journal of Studies in Educational Policy“ veröffentlicht. Basierend auf empirischen Daten aus einer Umfrage unter Bewohnern in fünf finnischen Städten wird in diesem Beitrag ein konzeptioneller Rahmen für das Verständnis der Rolle und des Potenzials von Schulen in der Nachbarschafts- und Sozialentwicklung vorgeschlagen. https://doi.org/10.1080/20020317.2024.2412411. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Catalysts of connection. The role of digital information and communication technology in fostering neighbourhood social cohesion: A systematic review of empirical findings
Simon Liebig aus der Forschungsgruppe „Sozialraum Stadt“ hat zusammen mit Jan Üblacker und Hawzheen Hamad einen Artikel in der Zeitschrift „Urban Studies“ veröffentlicht. Der Aufsatz präsentiert die Ergebnisse einer systematischen Auswertung von 52 empirischen Studien über die Beziehung zwischen DICT (digitale Informations- und Kommunikationstechnologien) und sozialem Zusammenhalt in der Nachbarschaft. Es ging um die Frage, auf welche Weise DICT den sozialen Zusammenhalt in der Nachbarschaft behindert oder fördert. https://doi.org/10.1177/00420980241281502. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.
Veranstaltungen
Patient*in Innenstadt: Städtebauliches Kolloquium in Aachen
Am 16. Mai 2023 beginnt um 18:00 Uhr der zweite Teil des Städtebaulichen Kolloquium zum Thema „Patient*in Innenstadt“ im Foyer des Reiff Museums in Aachen. Die Veranstaltung steht unter der Überschrift „Frischer Wind für die Innenstädte“ und wird von ILS-Direktor Prof. Dr. Stefan Siedentop moderiert. Mehr…
Städtebauliches Kolloquium an der TU Dortmund: „All together now! Kooperation und Kollektivität im Urbanen“
Am 2. Mai startet das städtebauliche Kolloquium im Sommersemester 2023 an der TU Dortmund. Los geht es um 18 Uhr im Rudolf-Chaudoire-Pavillon zum Oberthema „All together now! Kooperation und Kollektivität im Urbanen“. Referent*innen sind Michael Ziehl (cityscience.lab, Hamburg), Benjamin Melzer (werkstadt.pact, Essen) sowie Agnieszka Wnuczak und Christoph Stark (kitev.de, Oberhausen). Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der TU Dortmund.
Jahreskonferenz der AESOP-Themengruppe „Ethics, Values and Planning“
Die Jahreskonferenz steht in diesem Jahr unter dem Motto “Breaking through ‘conformorality’ in urban and regional studies”. Sie findet vom 14. bis zum 15. September 2023 in Dortmund statt. Die Konferenz begrüßt Beiträge, die sich kritisch mit der Konformität in der Stadtforschung auseinandersetzen, und lädt Wissenschaftler*innen ein, dieses Thema aus ihrer eigenen Perspektive zu untersuchen. Einsendeschluss ist der 15. Juni 2023. Mehr…
Anmeldung für „Wohnen macht Stadt“
Jetzt anmelden für das nächste Fachforum zum Thema „Großwohnsiedlungen nachhaltig erneuern“ am 01. Juni 2023 ab 14 Uhr in Dortmund. Mehr…
Forum StadtBauKultur: „Genug gebaut, Dortmund! – Umbau statt Neubau am Stadtrand“
Unter dem Motto „Genug gebaut, Dortmund! Umbau statt Neubau am Stadtrand“ diskutiert das Forum StadtBauKultur am Montag, 24. April 2023, um 19 Uhr im Parkhaus Barop. Jenseits des Neubaus will die Veranstaltung die großen Potentiale und Entwicklungsmöglichkeiten im Bestand beleuchten. Die Anmeldung ist bis zum 20. April 2023 möglich. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Forums.



















