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Wissenschaftliche Begleitforschung zum Landeswettbewerb „Ways2work - Kooperatives Mobilitätsmanagement in Gewerbegebieten“
Auftrag:Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV NRW)
Kooperation:Industrie- und Handelskammer/ Netzwerkbüro Betriebliche Mobilität NRW (IHK BEMO); Zukunftsnetz Mobilität NRW; Mobility Hub Handwerk NRW
Laufzeit:09/2023 – 12/2027

Berufsbedingte Pendelverkehre machen einen erheblichen Teil des Personenverkehrs aus und werden überwiegend mit dem Pkw zurückgelegt. Besonders Gewerbe- und Industriegebiete sind zentrale Orte dieser Pendelverkehre, weisen jedoch meist autoorientierte Strukturen und Defizite bei umweltfreundlichen Angeboten wie ÖPNV, Rad- oder Fußverkehr auf. Damit stoßen betriebliche Ansätze des Mobilitätsmanagements in vielen Fällen an strukturelle Grenzen. Angesichts ambitionierter Klimaziele und wachsender verkehrlicher Belastungen gewinnt kooperatives Mobilitätsmanagement als gemeinsame Aufgabe von öffentlichen und wirtschaftlichen Akteur*innen zunehmend an Bedeutung.

Mit dem Landeswettbewerb ways2work hat das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV NRW) einen Förderansatz geschaffen, der auf kooperatives Mobilitätsmanagement setzt, indem er Akteur*innen zusammenbringt und praxisnahe Mobilitätslösungen entwickelt, die zu einer besseren Erreichbarkeit und mehr Klimaschutz beitragen. Sieben Modellprojekte aus NRW befinden sich derzeit in der Umsetzungsphase und erproben Formen der Zusammenarbeit sowie Maßnahmen für nachhaltige Mobilität.

Die wissenschaftliche Begleitforschung übernimmt die Forschungsgruppe Mobilität und Raum am ILS (2023 bis 2027). Untersucht wird, wie sich kooperative Ansätze des Mobilitätsmanagements in der Praxis entwickeln und welche Faktoren ihren Erfolg begünstigen. Zu Projektbeginn wurden quantitative Befragungen mit rund 4.000 Beschäftigten in ca. 70 Unternehmen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Auto eine zentrale Rolle spielt, zugleich aber Offenheit für alternative Mobilitätsformen wie dem Fahrrad und Elektromobilität besteht. Ergänzend wurden 32 qualitative Interviews mit relevanten Akteur*innen aus den sieben Projekten geführt. Dabei wird deutlich, dass die veränderten Akteurskonstellationen neue Arbeitsroutinen erfordern, die gezielte Unterstützung und Absicherung benötigen. Zum Projektende sind Schlussbefragungen sowie weitere Interviews geplant, die einen Vorher-Nachher-Vergleich ermöglichen sollen. Gleichzeitig werden nicht weiterverfolgte Wettbewerbsbeiträge im Sinne eines „transformativen Scheiterns“ auf ihr Weiterwirken und ihre Lernpotenziale hin analysiert.

Ways2work dient damit als Lernfeld für eine breite institutionelle Verankerung nachhaltiger Mobilität in NRW. Gemeinsam mit Partnernetzwerken wie dem Zukunftsnetz Mobilität NRW (ZNM), dem IHK-Netzwerkbüros Betriebliche Mobilität NRW (IHK BEMO) sowie dem MobilityHub Handwerk NRW unterstützt das Projekt unterschiedliche Akteursgruppen bei der Entwicklung, Erprobung und dem Roll-out neuer Mobilitätslösungen. Weitere Informationen und Angebote sind auf der Projektseite einsehbar.

Publikationen

ILS-TRENDS 04/24 – Dittrich-Wesbuer, Andrea; Garde, Jan; Gerten, Christian (2024): Kooperatives Mobilitätsmanagement: Ein Ansatz zur Mobilitätswende auf Arbeitswegen. ILS-TRENDS 04/24. Dortmund. https://doi.org/10.58122/y1tz-w162

ILS-TRENDS 05/25 – Dittrich-Wesbuer, Andrea; Garde, Lisa; Garde, Jan (2025): Kooperatives Mobilitätsmanagement: Von der Idee zur Breitenwirkung? ILS-TRENDS 05/25. Dortmund. https://doi.org/10.58122/dv8j-6n59


Dieses Projekt wird von der ILS gGmbH durchgeführt.

Projektleitung:

Projektteam:

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