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NaMoLi II – Nachhaltige Mobilität in Lincoln II
Implementierung innovativer nachhaltiger Mobilitätskonzepte in Neubausiedlungen und Konversionsflächen am Beispiel der Lincoln-Siedlung in Darmstadt
Auftrag:Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF), Fördermaßnahme „MobilitätsWerkStadt 2025“
Kooperation:Wissenschaftsstadt Darmstadt (Lead) und Goethe-Universität Frankfurt am Main/ Institut für Humangeographie/ AG Mobilitätsforschung
Laufzeit:09/2021 – 08/2024

Die Entwicklung von lebenswerten und autoreduzierten Neubauquartieren kann ein zentraler Baustein für die nachhaltige Transformation städtischer Verkehrssysteme sein. Die eigene Wohnung ist schließlich Start und Ziel der meisten Alltagswege. Zeichnet sich das Wohnumfeld also durch hochwertig gestaltete öffentliche Räume und Anreize zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel aus, so kann davon ausgegangen werden, dass – so der Planungsansatz – die Bewohnerinnen und Bewohner generell seltener auf das Auto zurückgreifen.

Das Forschungsprojekt „NaMoLi II“ nimmt daher am Beispiel des Konversionsgebiets Lincoln-Siedlung in Darmstadt die Effekte, Strategien sowie Erfolgsfaktoren und Hemmnisse autoreduzierter Quartiersentwicklung in den Blick. Bereits im Zuge des Vorgänger-Projekts NaMoLi I konnte ein Team der AG Mobilitätsforschung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main feststellen, dass sowohl der Besitz als auch die Nutzung des Autos nach einem Umzug in die Lincoln-Siedlung leicht zurückgingen. Die Forschenden der Goethe-Universität werden im Rahmen von NaMoLi II weiterhin die Veränderungen des Mobilitätsverhaltens während der andauernden Quartiersentwicklung analysieren und das Mobilitätsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird das wohnstandortsbezogene Mobilitätsmanagement weiterentwickeln.

Die Forschungsgruppe Mobilität und Raum am ILS untersucht derweil die für die Entwicklung eines autoarmen Quartiers wesentlichen Planungsprozesse und Akteurskonstellationen. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf den Interessensausgleich zwischen städtischen und privaten Akteuren, wie etwa Wohnungsbauunternehmen, gelegt. Die entsprechenden Aushandlungsprozesse werden mit qualitativen Forschungsansätzen begleitet und analysiert. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt des ILS widmet sich der Frage, inwiefern die Grundsätze autoreduzierter Quartiersentwicklung auch auf städtische Teilräume übertragbar sind, die sich durch andere Bebauungsdichten, Wohnbautypologien und Sozialstrukturen auszeichnen. Dieses Transferpotenzial wird an den Beispielen des innerstädtischen Entwicklungsgebietes Mülheim-Süd in Köln sowie des suburbanen Quartiers Schillinggelände in Bielefeld-Sennestadt ebenfalls qualitativ untersucht.

Publikationen

Klein, Marcus; Klinger, Thomas; Lanzendorf, Martin (2021): >Nachhaltige Mobilität in Lincoln. Evaluation des Mobilitätskonzepts und Veränderungen im Mobilitätsverhalten der Bewohner*innen der Lincoln-Siedlung in Darmstadt. Frankfurt am Main = Arbeitspapiere zur Mobilitätsforschung, Bd. 25.

Dieses Projekt wird von der ILS Research gGmbH durchgeführt.

Projektleitung:

Projektteam:

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