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ILS-JOURNAL Nr. 3/2016

Hrsg.: ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH Dortmund 2016, 12 S. mit Abb. u. Fotos

ISSN: 1867-6790

Digital hier erhältlich (PDF-Grafik PDF-Datei, 9,2 MB)


Stadtpolitik und Stadtplanung stehen zahlreichen Herausforderungen gegenüber: die ethnisch-kulturelle Vielfalt und die Individualisierung von Lebensstilen haben deutlich zugenommen, zugleich wächst die soziale Segregation. Ökonomische und städtebauliche Aufwertungsprozesse, insbesondere in zentralen Lagen, stehen neben Quartieren mit zunehmender Armut, defizitärer Infrastruktur und der Gefahr sozialer Desintegration. Gleichzeitig müssen die Auswirkungen des Klimawandels, Fragen der Ressourcenschonung und Energieeinsparung, aber auch das Angebot an bezahlbarem Wohnraum, Infrastruktur, Daseinsvorsorge und Mobilität für unterschiedliche Altersgruppen und Ansprüche nachhaltig gesichert werden. Mit diesen alten und neuen Herausforderungen verbinden sich auch veränderte Anforderungen an die politische Aushandlung von städtischen Strategien und Maßnahmen. Dies gilt mit Blick auf neue Akteure, die ihre Beteiligung an Planung machtvoll einfordern, wie auch hinsichtlich der Ausgestaltung von Entscheidungsprozessen.

Instrumente, Formate und Mechanismen der Partizipation werden in der Stadtforschung als zentral erachtet, um gesellschaftliche Mitwirkung zu ermöglichen, aber auch um unterschiedliche Perspektiven zu integrieren und Interessenskonflikte zu moderieren. Die Formen der Beteiligung sind breit gefächert und reichen von Information, Konsultation und Kooperation bis hin zu Mitbestimmung und aktiver Mitgestaltung. Teilhabe hingegen weist über die Beteiligung in und an Planungsprozessen oder demokratischen Wahlen hinaus und meint die Möglichkeiten und Chancen aller Menschen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.



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