Publikationen

The Reputation of Primary Schools—Rumours with Consequences for Segregation

ILS-Wissenschaftlerin Isabel Ramos Lobato hat gemeinsam mit Andreas Wettlaufer (Ruhr-Universität Bochum) einen Artikel in der Fachzeitschrift „Tijdschrift voor Economische en Sociale Geografie“ veröffentlicht. Aufbauend auf früheren Forschungen untersucht der Artikel anhand eines Mixed-Methods-Designs, wie der Ruf von Grundschulen in Diskursen in einem deutschen Stadtteil in Nordrhein-Westfalen entsteht und welche Rolle er bei der Schulwahl spielt. Es zeigt sich, dass der Ruf der lokalen Schulen im Gegensatz zu früheren Studien im Allgemeinen ihre Zusammensetzung widerspiegelt. Auch wenn dies nicht bedeutet, dass daraus tatsächlich verlässliche Rückschlüsse auf die Qualität einer Schule gezogen werden können, ist der Ruf ein sehr wichtiges Kriterium für die Schulwahl in allen sozialen Gruppen. Dennoch variieren die Wahrnehmungen einzelner Grundschulen je nach Bildungsabschluss der Eltern, was zur Schulsegregation beiträgt. https://doi.org/10.1111/tesg.70060. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Entrepreneurs’ ‘Triadic Spatial Paradox’: theorising the hybrid home‑based business workspace experience

ILS-Wissenschaftlerin Cornelia Tippel hat gemeinsam mit Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift „International Small Business Journal: Researching Entrepreneurship“ veröffentlicht. Der Artikel beschäftigt sich mit der Bedeutung von Raum im Unternehmertum und entwickelt auf Grundlage der Erfahrungen von Home-Based Businesses (HBBs) das konzeptionelle Modell des ‚Triadic Spatial Paradox‘. Der Beitrag zeigt, wie sie ihre hybriden und sich wandelnden Wohn-/Arbeitsräume persönlich wahrnehmen, mit Bedeutung versehen und gestalten sowie wie sie die damit verbundenen raumbezogenen Spannungen und Paradoxien in ihrem Arbeitsalltag beschreiben. https://doi.org/10.1177/02662426251410801. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Belief-driven and socio-spatially effective? Transition pathways from car-oriented to car-reduced planning on the neighborhood scale

ILS-Wissenschaftlerin Annika Schröder hat gemeinsam mit Sina Steele von der Goethe-Universität Frankfurt einen Artikel in der Fachzeitschrift International Journal of Sustainable Transportation veröffentlicht. Die Entwicklung von Mobilitätskonzepten für Neubauquartiere trifft auf Strukturen und Denkmuster, die auf das Auto ausgerichtet sind. Diese stellen innovative Planungsstrategien vor Herausforderungen. Am Beispiel von Quartiersentwicklungen in Darmstadt, Bielefeld und Köln gehen die Autorinnen dem Transformationsprozess von autoorientierter zu autoreduzierter Planung auf den Grund. Basierend auf einem komplexen Zusammenspiel von Überzeugungsmustern und sozio-räumlichen Faktoren (materiell, institutionell, kulturell) leiten sie Varianten eines Planungswandels von autoorientiert zu autoreduziert ab. Sie zeigen zudem, dass es in der Praxis erfolgversprechend scheint, Planungsvisionen kontextspezifisch zu begründen, Experimentieren und Institutionalisieren zu kombinieren und Planungserfahrungen zu verbreiten. https://doi.org/10.1080/15568318.2025.2598440. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Segregation an Grundschulen und die Produktion von Ungleichheit

ILS-Wissenschaftlerin Isabel Ramos Lobato hat gemeinsam mit anderen Kolleg*innen einen Artikel in der Fachzeitschrift sub/urban veröffentlicht. Der vorliegende Beitrag untersucht am Beispiel einer Großstadt in NRW die Ursachen von Grundschulsegregation. In vielen deutschen Städten zeigt sich auf der Grundschulebene ein zum Teil gravierendes Ausmaß an Segregation. Dies ist problematisch, da insbesondere in der Grundschule zentrale Weichenstellungen für die soziale Mobilität und den sozialen Zusammenhalt erfolgen. Basierend auf einer Kombination quantitativer und qualitativer Daten zeigt die Analyse, wie räumliche, individuelle und institutionelle Faktoren sowie deren Wechselwirkungen zur Entstehung und Verstärkung von Schulsegregation beitragen, und verdeutlicht damit die Komplexität der Segregationsprozesse im Bildungssystem. Ein besseres Verständnis dieser Wechselwirkungen ist nicht nur aus wissenschaftlicher Perspektive unerlässlich, sondern auch, um Maßnahmen zur Linderung von Schulsegregation zielgerichtet einsetzen zu können. https://doi.org/10.36900/suburban.v13i2/3.1025. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Energy renovation challenges in dense low-income neighbourhoods with fragmented ownership: insights from Dortmund–Nordstadt, Germany

ILS-Wissenschaftler Stefano Cozzolino hat gemeinsam mit Lisa Haag einen Artikel in der Fachzeitschrift „Town Planning Review“ veröffentlicht. In politischen Dokumenten wird die energieeffiziente Sanierung von Wohngebäuden zunehmend als globale Priorität genannt, die auf lokaler Ebene umgesetzt werden muss. Dieser Artikel untersucht die Herausforderungen bei der Umsetzung solcher energieeffizienten Sanierungsstrategien in dicht besiedelten, einkommensschwachen Stadtvierteln, die durch eine hohe Fragmentierung des Eigentums gekennzeichnet sind. Mit Fokus auf die Dortmunder Nordstadt kombiniert die Studie die Analyse räumlicher Daten und Politikdokumente sowie die intensive Zusammenarbeit mit privaten Eigentümer*innen und kommunalen Akteur*innen. Es werden die spezifischen Perspektiven privater Akteur*innen untersucht und gleichzeitig weiterrgehende Schlussfolgerungen für die Stadtplanung gezogen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung kontextsensitiver Ansätze und weisen auf das Potenzial von quartiersspezifischen, niedrigschwelligen Beteiligungsformaten hin, um Maßnahmen zu erleichtern. https://doi.org/10.3828/tpr.2025.37. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

The impact of migration background and ethnicity on car, bus and bicycle use in England

Menschen mit Migrationshintergrund oder die sich selbst als zugehörig zu einer ethnischen Minderheit identifizieren zeigen in ihrem Alltag häufig eine andere Verkehrsmittelnutzung als die Bevölkerungsmehrheit. Warum das so ist, dazu gab es bisher kaum quantitative Studien in Europa und in Großbritannien. ILS-Wissenschaftlerin Janina Welsch und Giulio Mattioli von der TU Dortmund schließen diese Lücken mit der Analyse von Daten einer Umfrage in britischen Haushalten aus 2018–2019. Mit Hilfe von ordinalen Regressionsmodellen untersuchen sie den Einfluss der Migrationsgeneration und der ethnischen Zugehörigkeit auf die Häufigkeit der Nutzung von Autos, Bussen und Fahrrädern. Die Ergebnisse zeigen, dass das Verkehrsverhalten je nach Migrationshintergrund und ethnischer Zugehörigkeit erheblich variiert, wobei letztere eine größere Rolle spielt. Mehr dazu: https://doi.org/10.1007/s11116-025-10696-5. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

„Neue“ Ankunftsräume zwischen Inklusion und Exklusion. Eine Literaturanalyse räumlicher Zuzugsmuster in Europa

Die ILS-Wissenschaftler*innen Hannah Brill, Isabel Ramos Lobato und Nils Hans haben gemeinsam mit Miriam Neßler und Heike Hanhörster von der TU Berlin einen Artikel in der Fachzeitschrift sub/urban veröffentlicht. In diesem Beitrag werden die räumlichen Auswirkungen der zunehmenden Diversifizierung von Migrationsprozessen analysiert. Im Fokus stehen dabei sich neuformierende Ankunftsräume in Europa jenseits „traditioneller“ urbaner Migrationszentren. Auf Basis einer systematischen Literaturanalyse lassen sich fünf zentrale Dimensionen identifizieren, die die Ankunftsbedingungen für Neuzugewanderte vor Ort prägen. Der Beitrag plädiert für einen differenzierten Blick auf lokale Ankunftskontexte im Sinne des local turn in der Migrationsforschung, der die komplexen Wechselwirkungen zwischen lokalen und überörtlichen Bedingungen berücksichtigt. https://doi.org/10.36900/suburban.v13i2/3.1027. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Supporting the transformation of urban food systems: The food network of the city of Dortmund.

Die ILS-Wissenschaftlerinnen Melissa Leimkühler, Kathrin Specht, Chiara Iodice und Barbara Schröter haben einen Artikel in der Fachzeitschrift „Urban Agriculture & Regional Food Systems“ veröffentlicht. Der Artikel untersucht, wie das Dortmunder Ernährungssystem nachhaltig gestaltet werden kann. Im Zentrum stehen die wichtigsten Akteure, ihre Rollen und Beziehungen sowie die Hindernisse der Transformation. Die Analyse zeigt, dass eine enge Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Kommune entscheidend ist und der Ernährungsrat Dortmund eine zentrale Vernetzungsfunktion übernimmt. Für eine erfolgreiche Weiterentwicklung braucht es vor allem bessere Koordination, Finanzierung, politische Beteiligung, Sichtbarkeit und Networking. Die Ergebnisse liefern konkrete Impulse für die Stärkung urbaner Ernährungssysteme. https://doi.org/10.1002/uar2.70029. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Kreislaufwirtschaft im Verbund – Synergien zwischen Abwasser- und Lebensmittelwirtschaft

ILS-Wissenschaftler Thomas Weith, Ann-Kristin Koch und Melissa Leimkühler haben gemeinsam mit Julian Gatawis einen Artikel in der Fachzeitschrift „Geographische Rundschau veröffentlicht. Der Artikel untersucht, wie urbane Kreislaufwirtschaft Agrarsysteme entlasten kann: Klimawandel, Ressourcenknappheit und Flächendruck erhöhen den Bedarf an nachhaltigen Lösungen. Kläranlagen bieten großes Potenzial als Nährstoffquelle, doch bestehende Verfahren konzentrieren sich meist nur auf Phosphor. Anhand von NEWtrient®-Szenarien zeigt der Artikel, wie neue Konzepte Kläranlagen künftig besser in die Nährstoffversorgung integrieren können. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

The JUST GROW framework: conceptualizing how city regions can govern urban agriculture for equity and sustainability

Die ILS-Wissenschaftlerinnen Ann-Kristin Koch, Barbara Schröter und Kathrin Specht haben mit weiteren Kolleg*innen aus dem Projekt JUST GROW einen Artikel in der Fachzeitschrift „Frontiers in Sustainable Food Systems“ veröffentlicht. Der Artikel befasst sich mit einem neuen Rahmenkonzept für die Schaffung gerechtigkeitsorientierter Wege zur Steuerung und Förderung der nachhaltigen Transformation von stadtregionalen Ernährungssystemen (CRFS). Das JUST GROW-Rahmenkonzept integriert daher drei miteinander verknüpfte Gerechtigkeitsprinzipien in einen umfassenden Governance-Prozess, der kollektives Wissen, inklusive Beratung und bewusstes Handeln umfasst, und fordert offene und inklusive Mitgestaltungsprozesse unter Einbeziehung von zivilgesellschaftlichen Interessengruppen, Entscheidungsträger*innen und Forscher*innen. https://doi.org/10.3389/fsufs.2025.1653448. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Nach oben