Aktuelles

Ankunftsquartiere stärken: Wie können Teilhabe und Zusammenhalt vor Ort gelingen?

Diese Frage stand im Zentrum der Abschlusstagung „Von der Ankunft zur Teilhabe“ gestern in Essen. Nach drei Jahren Forschungs-Praxis-Projekt „Teilhabe in ,neuen‘ Ankunftsquartieren stärken“ kamen Perspektiven aus Wissenschaft, Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft, Politik und Wohnungswirtschaft zusammen. Das Projekt hat gezeigt: Ankunftsquartiere sind weit mehr als Orte besonderer Herausforderungen. Sie eröffnen Zugänge zu Wohnraum, Beratung, Bildung, sozialen Netzwerken und alltagspraktischem Wissen. Damit leisten sie eine wichtige Funktion für die gesamte Stadtgesellschaft. Zum Bericht

Pressemitteilung – Mehr als nur Fahrspaß: Welche Rolle E-Scooter für die Mobilitätswende spielen können

Der eine ärgert sich über querstehende E-Scooter auf dem Gehweg, die andere sieht in ihnen einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende. Die Debatte um E-Scooterdienste in deutschen Städten wird seit ihrer Einführung kontrovers geführt. Wissenschaftler*innen des ILS – Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung in Dortmund haben die Diskussion nun auf eine empirische Grundlage gestellt. Ihre Ergebnisse zur Alltagsmobilität der Nutzenden und das Potenzial der Dienste für eine stärkere Multimodalität sind jetzt als ILS-TRENDS „E-Scooterdienste als neuer Mobilitätsbaustein auf dem Weg zur multimodalen Stadt?“ erschienen. Zur Pressemitteilung

STARTUP: Projekttreffen in der Kulturhauptstadt

Vom 8. bis 10. Juni 2026 versammelten sich die Partner des europäischen Forschungsprojekts STARTUP (Sustainable Transitions. Action Research and Training in Urban Perspective) zu einem intensiven Austausch in der Slowakei. Besonders bedeutsam war die Wahl von Trenčín als Tagungsort, da die Stadt im Jahr 2026 die Europäische Kulturhauptstadt ist und somit den idealen Rahmen bietet, um über die transformative Kraft von Kultur und Kreativität in der Stadtentwicklung zu diskutieren. Das Treffen markierte eine wichtige Etappe in der laufenden empirischen Phase, in der die theoretischen Konzepte des Projekts mit den Erfahrungen der befragten Kulturschaffenden und der gelebten Realität vor Ort abgeglichen wurden. Mehr…

ILS-Studie: „Untersuchung der Entfernungen zwischen Apotheken und der betroffenen Bevölkerung“

Mehr als 4 Millionen Bürger*innen müssen mehr als 6 Kilometer bis zur nächsten Apotheke zurücklegen. Damit leben 4,9 Prozent der 82,6 Millionen Menschen in Deutschland in einer mit Arzneimitteln schwach versorgten Region. Die absolute Zahl der vom Apothekenmangel betroffenen Menschen ist in Bayern besonders hoch (knapp 900.000 Menschen), während in Mecklenburg-Vorpommern ein besonders großer Anteil der Bevölkerung (21,7 Prozent) weite Wege bis zur nächsten Apotheke auf sich nehmen muss. Das zeigt die ILS-Studie „Untersuchung der Entfernungen zwischen Apotheken und der betroffenen Bevölkerung“, die im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände erstellt wurde. Mehr…

Nachbericht zur 25. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW: Transformation der Infrastruktur

Ob intakte Straßen und Brücken, wohnortnahe Grünflächen oder eine funktionierende Energieversorgung – Infrastruktur prägt den Alltag und entscheidet maßgeblich über Lebensqualität und Teilhabe. Vielerorts zeigen sich deutliche Mängel, und auch soziale Infrastrukturen wie Schulen oder Krankenhäuser stehen unter Druck. Die grüne Transformation stellt Städte und Regionen vor eine doppelte Herausforderung: Bestehende Defizite beheben und zugleich zukunftsfähige Lösungen entwickeln. Wie kann das gelingen? Dazu diskutierte die 25. Konferenz für Planerinnen und Planer NRW unter dem Thema „Infrastrukturen – Herausforderungen in der Transformation“ im März in Essen. Zum Nachbericht

ILS-TRENDS 04/26: E-Scooterdienste als neuer Mobilitätsbaustein auf dem Weg zur multimodalen Stadt?

Seit der Einführung von E-Scooterdiensten wird kontrovers diskutiert, ob sie die sozial-ökologische Verkehrs- und Mobilitätswende unterstützen oder behindern. Befürworter*innen sehen in ihnen einen flexiblen Mobilitätsbaustein auf dem Weg zur multimodalen Stadt, während Kritiker*innen befürchten, dass sie umweltfreundliche Verkehrsarten verdrängen oder neue Unfallrisiken schaffen. Entsprechend reichen die kommunalen Strategien von gezielter Integration bis hin zu restriktiven Maßnahmen. Dieses ILS-TRENDS möchte zur Versachlichung der Debatte beitragen, indem es die Alltagsmobilität der Nutzenden von E-Scooterdiensten und deren Potenzial für eine stärkere Multimodalität betrachtet. Zum Heft

Publikation: Fragile Behausungen

Dr. Lea Fischer und Dr. Michael Kolocek haben einen Fachaufsatz veröffentlicht, in dem sie Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt MaBIs (Marginalisierte Bevölkerungsgruppen und die solidarische Innenstadt) präsentieren. Aus einer raumwissenschaftlichen Perspektive diskutieren sie verschiedene Dimensionen informeller Arbeitstätigkeiten, etwa den Verkauf von Straßenmagazinen, das Betteln oder das Pfandsammeln. Der Aufsatz ist einer von über 40 Beiträgen in dem mehr als 800 Seiten umfassenden Sammelband von Frank Sowa und seinem Herausgeber*innenteam. Aus unterschiedlichen Perspektiven widmen sich die Autorinnen und Autoren den Lebenswirklichkeiten von Menschen, die in fragilen Behausungen leben. Der Band ist Open Access erhältlich. Mehr…

Stellenausschreibung: Studentische Unterstützung gesucht

Die Forschungsgruppe Mobilität und Raum des ILS sucht ab dem 01.07.2026 oder später studentische Unterstützung im Projekt „ways2work“. Die Stelle hat einen Umfang von 8 Wochenstunden und ist zunächst befristet bis zum 31.12.2026, eine Verlängerung wird angestrebt. Das vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt „ways2work“ befasst sich mit Fragen nachhaltiger Mobilität im Kontext von Arbeits- und Dienstwegen und entwickelt gemeinsam mit Kommunen, Betrieben und weiteren Akteurinnen und Akteuren praxisnahe Lösungen für eine zukunftsfähige Mobilität in Gewerbegebieten. Mehr…

JRF-WissensLunch: „Teilhabe stärken: Ankunftsquartiere als Schlüsselräume kommunaler Integrations- und Stadtentwicklungspolitik“

ILS-Wissenschaftlerin Dr. Isabel Ramos Lobato wird am 26. Juni 2026 beim JRF-WissensLunch einen Vortrag halten. Darin richtet sie den Blick auf sogenannte Ankunftsquartiere als Orte, an denen Zugänge zu Wohnen, Bildung, Arbeit, Beratung und sozialen Netzwerken im Alltag eröffnet, aber auch begrenzt werden. Auf Grundlage mehrjähriger transdisziplinärer Forschung wird diskutiert, wie Ankunftsquartiere entstehen, welche Rolle sie für lokale Teilhabe spielen und was es braucht, um sie als Schlüsselräume kommunaler Integrations- und Stadtentwicklungspolitik zu stärken. Mehr…

Nachbericht zum Fachforum „Wohnen macht Stadt“

Am 20. Mai 2026 hatte das ILS gemeinsam mit dem MHKBD zum Fachforum „Wohnen macht Stadt“ in das Baukunstarchiv NRW nach Dortmund eingeladen. Im Rahmen der Veranstaltung tauschten sich rund 75 Teilnehmende intensiv über die Entwicklung großer Siedlungen in Nordrhein-Westfalen aus, mit Blick auf wissenschaftliche Erkenntnisse zum aktuellen Bestand sowie auf realisierte Projekte, Schlüsselfaktoren und Herausforderungen zur Weiterentwicklung großer Siedlungen. Ein Schwerpunkt lag zudem in der Frage, welche Rolle Kooperationen zwischen Kommunen, Wohnungsunternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie die Kombination von Programmen aus der Städtebau- und Wohnraumförderung spielen. Mehr…

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