Veröffentlicht am: 9. Oktober 2026
Wissenschaft im Wirtshaus: Über dritte Orte an einem dritten Ort
Neben dem Zuhause und dem Arbeitsplatz gibt es einen weiteren informellen Ort der Zusammenkunft: den „Dritten Ort“. Bei der neuesten Ausgabe von „Wissenschaft im Wirtshaus“ im Restaurant Gdanska in Oberhausen entstand daraus eine lebhafte Diskussion. Begleitet wurde diese mit einem Impuls von ILS-Wissenschaftlerin Dr. Sabine Weck.
Neben den allgemeinen Definitionen, die unter anderem auf das Standardwerk vom Soziologen Ray Oldenburg, The Great Good Place, aus den 1980er Jahren zurückgehen, standen vor allem neuere Untersuchungen und Projekte im Fokus. Gerade im Ruhrgebiet haben sich viele Initiativen hervorgetan, wie beispielsweise das Bürgerhaus Dorstfeld „Pulsschlag“ in Dortmund oder „Hier ist nicht da“ in Gelsenkirchen-Ueckendorf. Sie alle werden nicht nur durch festangestellte Mitarbeitende getragen, sondern sind mit dem Viertel und der dortigen Gemeinschaft verwoben, um Akzeptanz und Annahme zu fördern. Ein gutes Beispiel für die Nutzung einer staatlichen Kulturstätte im Sinne dieses Gedankens ist das Rheinische Landestheater in Neuss, in dessen Foyer Bürger:innen zu gemeinsamen Kursen und zum Austausch zusammenkommen.
Für die Stadtentwicklung sind diese „Dritten Orte“ wichtiger denn je: Sie bringen Frequenz in Quartiere, schaffen Räume der Begegnung, wirken Polarisierung entgegen und sind zugleich Zukunftslabore, um künftige Möglichkeiten „auszutesten“. Die Diskussion im Plenum drehte sich daher darum, wie man die Vielfalt der Angebote in Oberhausen – wie den Supermarkt der Ideen, Kitev oder soziokulturelle Zentren – noch sichtbarer machen kann.
Die Veranstaltungsreihe „Wissenschaft im Wirtshaus“ der Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung (OWT) bringt Wissenschaftler*innen und interessierte Bürger*innen in ungezwungener Atmosphäre zusammen und schafft Raum für den Austausch über aktuelle Forschung und ihre Bedeutung für den Alltag.
Die Meldung basiert auf einem Text der OWT.
Aktualisiert am: 9. Oktober 2026







