Veröffentlicht am: 28. Mai 2026

Nachberichterstattung Fachforum: Wohnen macht Stadt „Zukunft großer Siedlungen: Städtebauliche und wohnungswirtschaftliche Herausforderungen im Bestand“

Am 20. Mai 2026 hatte das ILS gemeinsam mit dem MHKBD zum Fachforum „Wohnen macht Stadt“ in das Baukunstarchiv NRW nach Dortmund eingeladen. Im Rahmen der Veranstaltung tauschten sich rund 75 Teilnehmende intensiv über die Entwicklung großer Siedlungen in Nordrhein-Westfalen aus, mit Blick auf wissenschaftliche Erkenntnisse zum aktuellen Bestand sowie auf realisierte Projekte, Schlüsselfaktoren und Herausforderungen zur Weiterentwicklung großer Siedlungen. Ein Schwerpunkt lag zudem in der Frage, welche Rolle Kooperationen zwischen Kommunen, Wohnungsunternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie die Kombination von Programmen aus der Städtebau- und Wohnraumförderung spielen.

Aktuelle ILS-Studie zum Bestand und der Entwicklungen großer Siedlungen wurde präsentiert

Den Auftakt machte Dr. Sabine Weck (ILS), die in ihrem Vortrag eine aktuelle Studie zum Bestand und der Entwicklung großer Siedlungen in Nordrhein-Westfalen vorstellte. Fast 500 solcher Siedlungen wurden in NRW identifiziert. Anhand der Schlaglichter Image und Attraktivität, Nachbarschaft sowie Modernisierung und Bezahlbarkeit erläuterte sie an untersuchten Fallbeispielen die Herausforderungen und Potenziale in der Weiterentwicklung dieser Großwohnsiedlungen und Zeilenbausiedlungen.

Praxisbeispiele aus Moers und Wesel

Anschließend präsentierte Andreas Hanke (Büro „Stadtbildplanung“ aus Dortmund) die Eicker Wiesen in Moers – eine Großwohnsiedlung als gelungenes Fallbeispiel, welche die Relevanz eines integrierten Erneuerungsansatzes und den Einbezug von Bewohner*inneninteressen illustriert. Das zweite Praxisbeispiel behandelte das Zitadellenviertel in Wesel, eine Zeilenbausiedlung. Vorgestellt wurde es von Jacqueline Thate (Büro „Pesch und Partner Architekten“ aus Dortmund) mit einem besonderen Fokus auf die Wohnumfeld- und Freiraumgestaltung. Beide Beispiele verdeutlichten die zentrale Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Stadt als wesentlicher Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Entwicklung.

In einer abschließenden Diskussionsrunde mit regem Austausch waren sich die Teilnehmenden einig: Große Siedlungen sind heute wichtige Wohnstandorte in Nordrhein-Westfalen – für deren Weiterentwicklung bedarf es einen langen Atem, produktive Partnerschaften und eine integrierte Förderpraxis.

© ILS/von Bischopink

Aktualisiert am: 28. Mai 2026