Veröffentlicht am: 14. April 2026
Dr. Lea Fischer (ILS) erhält den JRF-Dissertationspreis 2026: Auszeichnung für herausragende Forschung zu Bürgerbeteiligung und Planungskultur
Dr. Lea Fischer vom JRF-Institut ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung ist mit dem JRF-Dissertationspreis 2026 ausgezeichnet worden. Die feierliche Preisverleihung fand am 13. April 2026 bei der Jahresfeier der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) in Düsseldorf statt. Überreicht wurde der mit 2.000 Euro dotierte Preis von Raphael Tigges MdL, dem Vorsitzenden des JRF-Kuratoriums.
Ausgezeichnet wurde Dr. Fischer für ihre Dissertation „Die Erwartungen hinter Bürgerbeteiligung. Planende Verwaltungen und die Konstruktion der Bürger:innenrolle in Planungsprozessen“. Als Mitarbeiterin des JRF-Instituts ILS in Dortmund verfasste sie die mit der höchsten akademischen Auszeichnung „summa cum laude“ bewertete Arbeit an der RWTH Aachen.
In ihrer Dissertation untersucht Dr. Fischer, wie kommunale Planungsprozesse durch Erwartungen, Rollenbilder und Vorstellungen über Bürgerbeteiligung geprägt werden. Die Arbeit zeigt, dass das Gelingen demokratisch legitimierter Planung nicht allein von formalen Verfahren abhängt, sondern wesentlich auch von den impliziten Annahmen, mit denen Verwaltungen Beteiligung gestalten.
Besonders hervorzuheben ist der inter- und transdisziplinäre Ansatz der Dissertation. Dr. Fischer verbindet Planungswissenschaft, Organisations- und Demokratietheorie mit empirischer Forschung und richtet den Blick gezielt auf kleinere und mittelgroße Kommunen. Damit rückt sie einen Bereich in den Fokus, der für die Planungspraxis in Deutschland besonders relevant ist, in der Forschung bislang jedoch weniger Beachtung gefunden hat.
Die Dissertation überzeugt durch theoretische Schärfe, methodische Qualität und hohe Praxisrelevanz. Ein besonderer Mehrwert liegt im Transfer: Mit einem intervenierenden Planspiel schafft Dr. Fischer einen konkreten Zugang für die Verwaltungspraxis und eröffnet Möglichkeiten für Reflexion, Lernen und Veränderung.
Aus Sicht der Auswahljury des JRF-Kuratoriums verbindet die Arbeit wissenschaftliche Exzellenz mit hoher gesellschaftlicher Relevanz in besonderer Weise. Sie setzt einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung von Planungskultur, Bürgerbeteiligung und kommunaler Handlungsfähigkeit in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. Zugleich greift sie zentrale Fragestellungen des JRF-Leitthemas „Städte & Infrastruktur“ auf.
Die Auszeichnung wurde im Beisein zahlreicher Wegbegleiter*innen. Anwesend waren neben Familie und Freunden auch die Leitung des ILS sowie die Erstbetreuerin und Dekanin der RWTH Professorin Agnes Förster.
Die Meldung basiert auf der Meldung der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft.
Kurz und kompakt: Die Preisträgerin stellt ihre Disseration vor
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Mehr InformationenImpressionen der Preisverleihung
Aktualisiert am: 14. April 2026








