14.000 Deckel – diese beeindruckende Anzahl haben die Mitarbeitenden des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) in den vergangenen zweieinhalb Jahren für die Aktion „Deckel gegen Polio“ gesammelt. Die Kunststoffdeckel von Getränkeflaschen oder -kartons werden dabei vom Verein „Deckel Drauf“ an Recyclingunternehmen weiterverkauft. Mit dem Erlös werden weltweit Impfungen gegen die Infektionskrankheit Poliomyelitis, kurz Polio oder auch Kinderlähmung finanziert.

Die Idee zur „Deckel-gegen-Polio-Sammlung“ hatte eine Mitarbeitende des ILS vorgestellt. Plastikdeckel, die sonst im Müll oder im Pfandautomaten landen, wurden am Institut gesammelt und dann dem Verein zur Verfügung gestellt. „Manchmal sind es die kleinen Dingen, die viel bewirken können“, freut sich ILS-Geschäftsführer Michael Paul über den Erfolg. Laut Angaben des Vereins ermöglicht der Erlös von 500 gesammelten Deckeln eine Impfung gegen Kinderlähmung. Die 14.000 Deckel vom ILS entsprechen damit 28 lebenswichtigen Impfdosen.

In Deutschland gilt Polio als ausgerottet, weltweit gibt es mit Afghanistan, Pakistan und Nigeria jedoch noch drei Länder, in denen die Krankheit auftritt. Die Ursache der Poliomyelitis, die Polioviren, können bisher nur durch Impfungen eingedämmt werden. Der Verein „Deckel Drauf“ unterstützt mit den Erlösen aus den Kunststoffdeckelverkäufen die weltweite Kampagne „End Polio Now“. Ziel der dort tätigen Organisationen ist es, dass jedes Kind die Möglichkeit einer Impfung erhält und kein Kind mehr an der unheilbaren Krankheit Poliomyelitis erkrankt.

Unter anderem weil die Preise für Sekundärrohstoffe wie das Polypropylen (PP) und High-Density-Polyethylen (HDPE) aus den Deckeln zuletzt deutlich gesunken sind, stellt der Verein die Sammelaktion Ende Juni ein. Nach Angaben des Vereins konnten insgesamt 3.315.000 Impfungen weltweit finanziert werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Aktion