Berichte aus der Forschung
Energiekulturen. Atlas regionaler Energiewenden – Geschichte, Planung, Vision
Wer die Energiewende gestalten will, muss sie mit den Menschen planen – besonders dort, wo gegenüber Wind- oder Solarprojekten noch Vorbehalte bestehen. Der „Atlas regionaler Energiewenden" zeigt, dass die Energiewende auch ein kultureller, sozialer und planerischer Transformationsprozess ist. Die im Forschungsprojekt PlanTieFEn entstandene Publikation verbindet technische, rechtliche und soziale Aspekte der Energieplanung mit regionalen Identitäten, historischen Entwicklungspfaden und lokalen Zukunftsvorstellungen.
Zentral ist der Ansatz einer „Planwende“, der eine frühzeitige und substanzielle Beteiligung der Bevölkerung sowie die systematische Berücksichtigung sozio-kultureller Faktoren in Planungs- und Genehmigungsprozessen fordert. Der Atlas kombiniert kartografische Analysen zu Potenzialen erneuerbarer Energien und Planungsrecht mit qualitativen Erkenntnissen aus Workshops und regionalen Dialogen. Ergänzt werden diese durch Energievisionen, die gemeinsam mit Akteur*innen vor Ort entwickelt wurden.
Der Atlas richtet den Blick exemplarisch auf drei sehr unterschiedliche Regionen in Deutschland – den Oberrhein (Hochschwarzwald) , das Ruhrgebiet (Dortmund–Unna) und Vorpommern (Region Greifswald). Im Mittelpunkt steht die Frage, wie regionale Geschichte, Identität, Landschaft und Beteiligung die Planung und Umsetzung erneuerbarer Energien prägen.
Die Veröffentlichung liefert neue Perspektiven darauf, wie die Energiewende vor Ort gelingen kann. Zu den Autor*innen zählen die ILS-Wissenschaftler*innen Sarah Friese, Jonas Marschall und Prof. Dr. Thomas Weith.
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