Forschungsprojekte
| Auftrag: | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) |
| Kooperation: | Prof. Dr.-Ing. Jan Polívka (TU Berlin), Dr. Vilim Brezina (BBSR) |
| Laufzeit: | 08/2026 – 07/2029 |
Das Projekt analysiert den Diskurs zur Steuerung von Kurzzeitvermietungen und zum Wohnraumschutz in sechs ausgewählten deutschen Städten. Exemplarisch wird Airbnb als digitales räumliches Schwarmphänomen untersucht. Das Geschäftsmodell digitaler Plattformen senkt die Hürden für die kurzfristige Vermietung von Zimmern, Wohnungen und Häusern und hat zu einer dezentralen Vervielfachung der Adressaten öffentlich-rechtlicher Ge- und Verbote geführt und damit neue Steuerungsprobleme geschaffen. Die massenhafte Nutzung von Wohnraum für touristische Zwecke wird vielerorts als Konkurrenz zur Wohnraumversorgung wahrgenommen. Viele deutsche Städte setzen inzwischen auf sogenannte Zweckentfremdungsverbote als Instrument zur Begrenzung von Kurzzeitvermietungen.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen jedoch nicht primär die möglichen Auswirkungen von Kurzzeitvermietungen auf lokale Wohnungsmärkte, sondern die politischen und planerischen Diskurse, die der Einführung und konkreten Ausgestaltung von Steuerungsinstrumenten zugrunde liegen. Untersucht werden die Großstädte Hamburg, Leipzig und Münster, die Mittelstädte Überlingen und Laatzen sowie die Kleinstadt Fehmarn. Damit erweitert das Projekt die bisher stark auf Großstädte konzentrierte Forschung um bislang wenig untersuchte Raumtypen.
Das Projekt führt verschiedene Diskursebenen zusammen und untersucht systematisch, wie neue Steuerungsansprüche im Umgang mit digitalen Geschäftsmodellen entstehen und wie Zweckentfremdungsverbote in der deutschen Planungspraxis ausgestaltet werden.
Projektleitung:
- Dr. Michael Kolocek
Telefon: +49 (0) 231 9051-141
E-Mail: michael.kolocek@ils-forschung.de
Projektteam:
- Dr.-Ing. Lea Fischer
Telefon: +49 (0) 231 9051-142
E-Mail: lea.fischer@ils-forschung.de - Simon Liebig
Telefon: +49 (0) 231 9051-244
E-Mail: simon.liebig@ils-forschung.de
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