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KlimaNetze 2.0: Soziale Innovationen ermöglichen durch eine strukturelle Verankerung von Governanceprozessen
Auftrag:Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (Fördermaßnahme „Nachhaltige Transformation urbaner Räume“)
Kooperation:RWTH Aachen University (IfS - Lehrstuhl für Technik- und Organisationssoziologie RWTH; PT – Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung); Stadt Bielefeld; Kreis Lippe
Laufzeit:01/2020 – 09/2022

In seiner zweijährigen Laufzeit will das transformative Verbundforschungsprojekt KlimaNetze 2.0 in der Stadt Bielefeld eine unabhängige Plattform zur Unterstützung von sozialer Innovation und zivilgesellschaftlichem Engagement im Klimaschutz aufbauen. Am Ende des Förderzeitraums soll die Plattform auf Basis der entwickelten Träger- und Finanzierungsstruktur selbständig und unabhängig weiterarbeiten können. Der thematische Schwerpunkt der Plattform wird zunächst auf einer Förderung des Engagements im Themenfeld einer nachhaltigen und regionalen Ernährung liegen. Neben der Stadt Bielefeld kommt deshalb der benachbarte Kreis Lippe als weiterer kommunaler Verbundpartner dazu. Des Weiteren wird das Projekt mit dem Bielefelder Ernährungsrat, Transition Town Bielefeld und der WissensWerkStadt Bielefeld als Praxispartner zusammenarbeiten.

Das Vorgängerprojekt „KlimaNetze – Transformationen im Klima- und Ressourcenschutz durch die Gestaltung von Governanceprozessen“  erforschte und verbesserte bereits das Zusammenwirken von Akteuren im Bielefelder Klimaschutz. Im Rahmen des Projektes wurden Ideen für Reallabore entwickelt, die die Kooperationen von Aktiven und den städtischen Klimaschutz im Ganzen voranbringen sollten. Die zwei ausgewählten und umgesetzten Reallabore im Bereich der nachhaltigen Mobilität erwiesen sich als sehr wirkungsvoll. Sie zeigten, dass Engagement aus der Stadtgesellschaft für den Klimaschutz eine große Strahlkraft entfalten kann, wenn die Engagierten aus einer intrinsischen Motivation heraus selbstverantwortlich handeln können, wenn ihr Engagement Aufmerksamkeit und Unterstützung erfährt und wenn es hierzu mit Politik und Verwaltung konstruktiv vernetzt wird. Die Forschungen im Projekt KlimaNetze belegten demgegenüber aber auch, dass stadtgesellschaftliche Akteure üblicherweise nur schwer Zugänge ins politisch-administrative System finden – mit vermutlich negativen Folgen für den Klimaschutz, das Vertrauen zwischen den Akteuren und letztendlich auch für die lokale Demokratie.

Das Folgeprojekt KlimaNetze 2.0 wird nun die im Vorgängerprojekt entwickelten Strukturen und Instrumente verstetigen und auf neue Kontexte transferieren. So sollen die Handlungspotenziale von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik für den städtischen und regionalen Klimaschutz nutzbar gemacht werden. Hierzu wird eine Plattform für Innovation und Engagement im Klimaschutz entwickelt und aufgebaut. Die Plattform soll dabei mit einem Votum der Politik ausgestattet aber von politischen Entscheidungen unabhängig sein. Sie soll eine öffentliche Präsenz herstellen, um die Strahlkraft von Projekten im Klimaschutz zu erhöhen. Die Plattform wird die Funktion haben, selbstmotiviertes und -verantwortetes Engagement von Akteuren aus der Stadtgesellschaft zu aktivieren. Es werden Engagement und Ehrenamt und die Bildung neuer spezifische Akteursgruppen übergreifenden Allianzen im Klimaschutz gefördert. Insbesondere sollen dabei die Kooperation und Vernetzung zwischen engagierten stadtgesellschaftlichen Akteuren und Politik/Verwaltung gestärkt werden.  Am Ende des Förderzeitraumes soll die Plattform eine der Aufgaben entsprechende breite Träger- und Finanzierungsstruktur aufweisen und dadurch verstetigt werden.

Dieses Projekt wird von der ILS Research gGmbH durchgeführt.

Projektleitung:

Projektteam:
  • Susanne Lübker
  • Franziska Monkenbusch

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