Veröffentlicht am: 3. Juli 2026
Abschlussveranstaltungen zum Projekt NaMoLi III
Wie lassen sich quartiersbezogene Mobilitätskonzepte langfristig verstetigen, welche Wirkung entfalten sie und wie werden sie zum Planungsstandard? Diese Fragen standen im Zentrum der Abschlussveranstaltung von NaMoLi III „Nachhaltige Mobilität in der Lincoln-Siedlung und darüber hinaus?“ Mitte Juni in Köln – organisiert von der ILS Research und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW.
Hanna Wagener von der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Isabelle Hirschmann von der HEAG mobilo, Simon Werschmöller, Marcus Klein von der Goethe-Universität Frankfurt und ILS-Wissenschaftlerin Annika Schröder stellten spannende Ergebnisse aus Praxis und Forschung vor. Im Fokus stand zum Beispiel, wie Stadt und Mobilitätsdienstleister das Mobilitätsmanagement im Quartier dauerhaft gemeinsam organisieren. Außerdem zeigten die Befragungsergebnisse der Goethe-Universität: Mit der Zeit steigt die Zufriedenheit mit dem Mobilitätskonzept, gleichzeitig sinken Autobesitz und -nutzung. Ein starkes Signal auch für andere Kommunen. Die ILS-Forschung machte zudem deutlich: Quartiersbezogene Mobilitätskonzepte können nur zum Standard werden, wenn lokale Akteur*innen Pilotprojekte strukturell verankern, sie übertragen und gewonnene Erkenntnisse aktiv verbreiten.
In der abschließenden Podiumsdiskussion zwischen Ascan Egerer (Stadt Köln), Gerfried Edelmann (Wissenschaftsstadt Darmstadt), Prof. Dr.-Ing. Ulrike Reutter (Bergische Universität Wuppertal) und Dr. Inga Molenda (Zukunftsnetz Mobilität NRW) wurde klar: Entscheidend sind integrierende Strukturen in Verwaltungen, gesamtstädtische Rahmen wie SUMPs – und Menschen, die die Transformation aktiv vorantreiben.
„Es braucht Menschen aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung, die Visionen haben.“ (U. Reutter)
„Meine Aufgabe – an der Schnittstelle von Verwaltung und Politik – ist es, quartiersbezogene Mobilitätskonzepte immer wieder zu erklären und in der Praxis zu zeigen, dass sie funktionieren. (A. Egerer)
Mit NaMoLi III endet nicht nur das gemeinsame Projekt sondern fast zehn Jahre Forschung zur Lincoln-Siedlung und damit zur Zukunft quartiersbezogener Mobilität. Ein kürzlich im Projekt entwickelter Handlungsleitfaden zu zukunftsorientierter Mobilität in neuen Quartieren findet sich hier.
Förderung: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Weitere Beteiligte: Büro INOVAPLAN/StetePlanung, sowie die Stadt Köln als Transferkommune

© ILS

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Aktualisiert am: 3. Juli 2026





