Veröffentlicht am: 3. Februar 2026

„Agrarsysteme der Zukunft“ und „PlanTieFEn“ beim Zukunftsforum in Berlin

Wie können Konflikte um Landnutzung konstruktiv bearbeitet werden und wie sehen neue Wege für ein vorausschauendes, kooperatives Flächenmanagement aus? Auf dem Zukunftsforum Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hatte das Team von „Agrarsysteme der Zukunft“ die Möglichkeit, das Fachforum 28 „Flächen im Wandel“ mitzugestalten – gemeinsam mit dem Öko-Institut, dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), dem Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ), neuland21 und der Wüstenrot Stiftung.

Im Mittelpunkt standen Impulse zu erneuerbaren Energien, Reallaboren in Landwirtschaft, Ernährung und ländlichen Räumen sowie methodischen Tools zur Konfliktbearbeitung, die im Anschluss in Arbeitsgruppen mit den Teilnehmenden vertieft und in praxisnahe Handlungsempfehlungen übersetzt wurden.

Besonders spannend war der Workshop zu Experimentierräumen und Innovationen: Es wurde diskutiert, wie Reallabore helfen können, lokale Konflikte und Nutzungskonkurrenzen zu bearbeiten, Planungsspiele sinnvoll einzusetzen und Emotionen sowie sozio-kulturelle Transformation bewusster in Prozesse einzubeziehen.

Es wurden aus dem ILS auch die Teilergebnisse des Projekts PlanTieFEn-präsentiert. Sarah Friese und Jonas Marschall waren vom ILS vor Ort, Dr. Melanie Mbah vom Öko-Institut hat die Zwischenergebnisse dem Publikum vorgestellt.
Zentral war auch die Frage, wie Reallabore konkret umgesetzt werden können – etwa durch Reallabor-Manager*innen, klare Roadmaps und Ansätze der Hilfe zur Selbsthilfe.

So zog Prof. Dr. Thomas Weith vom ILS das Fazit: „Es lohnt sich, über klassische Beteiligungsformate hinauszugehen, neue Formate auszuprobieren und Menschen zu ermutigen, sich zu öffnen und aktiv an Innovationsprozessen mitzuwirken.“

Gruppenfoto_Copyright Schreiner IGZ Agrarsysteme der Zukunft

Foto: Schreiner/IGZ

Aktualisiert am: 3. Februar 2026