JRF-Institute beteiligen sich gemeinsam am Wissenschaftstag Dortmund

 
Gemeinsam mit dem RIF Institut für Forschung und Transfer lud das ILS am vergangenen Donnerstag zu einer Tour des Dortmunder Wissenschaftstags ein. Unter dem Titel „Datenbergbau in der Forschungsbrauerei – und in Kommunen“ informierten die beiden Dortmunder Johannes Rau-Institute die rund 30 Teilnehmenden, wie Wissensextrakte aus großen Datenmengen gewonnen und genutzt werden können. In der Forschungsbrauerei des RIF durften die Teilnehmenden das erste Bier probieren, das in einem cyber-physischen Demonstrator gebraut wurde.

Das erste Bier aus der Forschungsbrauerei fand äußerst (wissens-)durstige Abnehmerinnen und Abnehmer. Dabei durften die Teilnehmenden des Dortmunder Wissenschaftstags ein Bier probieren, das seine besondere Qualität nicht nur im Glas, sondern ebenfalls am Monitor unter Beweis stellt. Die Entstehung der ersten 100 Liter Bier im cyber-physischen Braudemonstrator in den Laborräumen des RIF ist mit Messdaten fast lückenlos dokumentiert. Mit diesen Daten wird das Forschungsprojekt DaPro eine Versuchsumgebung für maschinelles Lernen in Internet of Things-Architekturen aufbauen sowie die Mehrwerte von maschinellem Lernen für die Getränkeindustrie aufzeigen.

Martin Schulwitz (ILS) zeigte in einem Vortrag über das Forschungsprojekt WEBWiKo auf, wie auf Basis kleinräumiger, kommunaler Bevölkerungsdaten sehr spezifische Bevölkerungsprognosen erstellt und interaktiv in einem Online-Tool zusammengestellt und aufbereitet werden können. Neu ist der Ansatz, die Prognosen der verschiedenen Kommunen einer Region automatisiert miteinander zu koordinieren. Die Ergebnisse liefern wichtige Grundlagen für eine bedarfsgerechte Planung, zum Beispiel von Schul- oder Kita-Plätzen.

WEBWiKo“ macht kommunale Planung flexibel, nachhaltig und kooperativ. Gemeinsam mit fünf Kommunen im Bremer Raum entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Stadtentwicklung und Informatik in Zusammenarbeit mit dem Kommunalverbund ein Tool, das verlässliche Prognosen für Bevölkerungswandel, Wohnraum und soziale Infrastruktur ermöglicht. Es ist der Grundstein für abgestimmte und zukunftsgerichtete Planungen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen von „Kommunen innovativ“. Diese Fördermaßnahme unterstützt Kommunen, die im Verbund mit Wissenschaft nachhaltige Strategien für Ortsentwicklung, Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen erforschen und anwenden. Ihr Fokus dabei: Ein verantwortungsvoller Umgang mit Land- und Flächenressourcen.

Der 16. Dortmunder Wissenschaftstag wurde von windo e. V. (Wissenschaft in Dortmund), der Stadt Dortmund und der Dortmund-Stiftung ausgetragen. Der Wissenschaftstag stand allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen. Vom Dortmunder Rathaus aus starteten 13 Touren durch die Dortmunder Wissenschaftslandschaft. Dabei konnte ein Blick hinter die Kulissen der Forschungsinstitute, Hochschulen und kulturellen Einrichtungen geworfen und Wissenschaft live erlebt werden.