Dortmunder Konferenz Raum- und Planungsforschung 2020: „Räume neu denken – Planung in einer Welt im Wandel“
Die Dortmunder Konferenz Raum- und Planungsforschung 2020 ist eine zweitägige Veranstaltung zu aktuellen Themen der Raumplanung und der raumbezogenen Forschung. Sie findet seit 2012 alle zwei Jahre in Dortmund statt und richtet sich an ein internationales und interdisziplinäres Publikum. Veranstaltet wird die zweisprachige Konferenz (deutsch/englisch) von der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund, der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), in Hannover, sowie dem Institut für Landes- und Stadtentwicklung (ILS), in Dortmund. Sie steht unter dem Motto: „Räume neu denken – Planung in einer Welt im Wandel

Räume und ihre planerische Gestaltung neu zu denken erscheint als ein zentrales Gebot in einer Welt entfesselten Wandels, einer Welt mit immer kürzeren Innovationszyklen, unvorhersehbaren Strukturbrüchen und schnell alternden Gewissheiten. Im europäischen Kontext – und nicht nur hier – ist Raumentwicklung zunehmend geprägt von Wachstum und Schrumpfung, von teilräumlichen Aufwertungen und Armutskonzentrationen, von globaler Integration und innerer Peripherisierung, von hochtechnologischer Aufrüstung und Desinvestitionsphänomenen. All dies vollzieht sich gleichzeitig und häufig in enger räumlicher Nähe. Mehr denn je ist Raumentwicklung durch diskontinuierliche sowie disparate Entwicklungen und innere Widersprüche geprägt, was die handelnden Akteure in Politik, Planung und Wirtschaft mit einem hohen Maß an Unsicherheit und Unvorhersehbarkeit konfrontiert.

Zugleich haben gesellschaftliche Liberalisierung, ökonomische Deregulierung, Dezentralisierung und nicht zuletzt auch die Privatisierung öffentlicher Güter und Dienstleistungen die institutionellen Rahmenbedingungen des planerischen Handelns nachhaltig überformt. Das äußert sich in veränderten Akteurs- und Governance-Arrangements und einem Wandel der Planungskultur. Stadt- und Regionalplanung agiert heute stärker als früher wachstums- und wettbewerbsorientiert. Zugleich haben diskursive, nicht-hierarchische Steuerungsformen, die auf kollektive Selbststeuerung zielen, an Bedeutung gewonnen. Drängende Aufgaben wie die der Klimafolgenanpassung, Energiewende oder Wohnraumschaffung stoßen auf langwierige Planungsverfahren und eine zunehmend veränderungskritische Gesellschaft.

Die Dortmunder Konferenz für Raum- und Planungsforschung 2020 möchte Beiträge leisten zur Beantwortung der Fragen, in welchem Maße dies Handlungsweisen und Steuerungsfähigkeiten der Akteure der Raumplanung verändert hat und wie sich dies auf Prozesse des „Herstellens“ von Räumen insgesamt auswirkt. Dabei werden ebenfalls Ergebnisse des Verbundprojekts „ZUKUR – Zukunft der Stadtregion Ruhr“ zur Diskussion gestellt.

Den Call for Paper sowie weitere Information zur Dortmunder Konferenz 2020 finden Sie hier.