Zeitz, Jana Friederike
Jana Friederike Zeitz, M.Sc. Geography
(area of specialisation: Urban and Regional Development Management)

Studied Geography with specialisation on Urban and Regional Development at the Department of Geography, Ruhr University Bochum.
Research interests:
- The right to the city
- Social and spatial inequality
- Urban and neighbourhood development planning
- Housing market and allocation strategies
Contact:
Phone: + 49 (0) 231 9051-244
E-Mail: jana.zeitz@ils-research.de
TIME/LESS. Sensing, Planning, Designing in Complex Cities and Regions
ILS researcher Stefano Cozzolino, together with Christian Lamker from the University of Groningen and Fabio Bayro Kaiser from the RWTH Aachen University, published a special issue of ‘Transactions’. Time is a crucial yet often underexplored dimension of spatial planning. This special issue followed up a 2024 conference in Aachen, organised by the AESOP Thematic Group ‘Planning and Complexity’, and brings together perspectives that connect time and complexity as fundamental dimensions of urban change and planning. Its central contribution is to show how engaging explicitly with temporal dynamics can enrich complexity-informed planning, particularly under conditions of uncertainty and non-linearity. The issue explore this topic through three interconnected dimensions: sensing, planning, and designing. https://doi.org/10.24306/TrAESOP.2026.02.002. Further current selected papers can be found here.
Towards regional land-use management: the design process of policy instruments for collective action
ILS researchers Angelika Münter and Peter Stroms-van der Vlugt, together with colleagues from TU Dortmund University, have published an article in the Journal of Environmental Policy & Planning. Drawing on the case of the Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler region, it examines how shared narratives shape the design of inter-municipal policy instruments for sustainable land-use management. Building on theories of collaborative governance, the paper shows that collaboratively designed soft policy instruments, such as a regional density concept, establish a shared knowledge base and enable more evidence-informed discussion of planning conflicts. They create opportunities to coordinate responses to the tension between housing provision and reducing land take across the region. However, inter-municipal competition, a lack of binding commitments and reliance on project-based funding constrain implementation, which remains dependent on voluntary local ratification. Without institutionalized regional capacities and mechanisms for sharing costs and benefits, jointly developed knowledge does not automatically translate into collective action. https://doi.org/10.1080/1523908X.2026.2740012. Further current selected papers can be found here.
Europäisches Forschungsprojekt STARTUP in Madrid
Vom 29. September bis zum 3. Oktober 2026 kamen die Partnerinnen und Partner des europäischen Forschungsprojekts STARTUP in der spanischen Metropole Madrid zu ihrem nächsten internationalen Konsortiumstreffen zusammen. Nach den vorangegangenen Stationen in Stockholm, Dortmund und der Slowakei bildete die Tagung in der spanischen Hauptstadt, ausgerichtet von der Universidad Complutense de Madrid (UCM) gemeinsam mit dem kreativen Kollektiv Zuloark, eine maßgebliche Weichenstellung für die zweite Halbzeit des Projekts. Mehr…
Europäisches Forschungsprojekt STARTUP tagt in Madrid: Endspurt für Fallstudien und Start der Praxistrials
Vom 29. September bis zum 3. Oktober 2026 kamen die Partnerinnen und Partner des europäischen Forschungsprojekts STARTUP in der spanischen Metropole Madrid zu ihrem nächsten internationalen Konsortiumstreffen zusammen. Nach den vorangegangenen Stationen in Stockholm, Dortmund und der Slowakei bildete die Tagung in der spanischen Hauptstadt, ausgerichtet von der Universidad Complutense de Madrid (UCM) gemeinsam mit dem kreativen Kollektiv Zuloark, eine maßgebliche Weichenstellung für die zweite Halbzeit des Projekts.
Blick auf die Erhebungs und Peer-Review-Phasen
Zu Beginn der intensiven Arbeitssitzungen standen die vorläufigen Ergebnisse aus Arbeitspaket 3 (WP3: „Local workshops, open science peer review and final case study reports“) im Fokus, dessen wissenschaftliche Leitung beim ILS liegt. Die Projektpartner blickten gemeinsam auf die empirisch intensiven Erhebungs- und Peer-Review-Phasen der letzten Monate zurück, in deren Rahmen die sogenannten Local Cultural Praesidia (LCP), die kleinteiligen kulturellen und kreativen Ankerpunkte in den acht beteiligten europäischen Partnerstädten eingehend kartiert, befragt und in ihrer Quartierswirkung analysiert wurden. Die Präsentationen verdeutlichten die hohe Qualität des zusammengetragenen Datenmaterials, machten aber gleichzeitig klar, dass das Konsortium nun unmittelbar in den zeitkritischen Endspurt einbiegt: Bis Ende Dezember müssen die umfassenden Case Study Profiles, welche die Gesamtheit der einzelnen LCP-Profile sowie deren wissenschaftliche und praxisbezogene Gesamteinschätzungen bündeln, final fertiggestellt und abgegeben werden.
Workshop-Sessions zu den anlaufenden Arbeitspaketen
Neben der Koordinierung dieser intensiven Schlussphase von WP3 richtete sich der Blick in Madrid aber auch bereits strategisch auf die nachfolgenden sowie parallel anlaufenden Arbeitspakete. In vertiefenden Workshop-Sessions wurden die Zielsetzungen und Schnittstellen der Arbeitspakete 5, 6 und 7 eingehend vorgestellt und im Plenum diskutiert: WP5 („Spatial processes, urban design and reuse practices“) beleuchtet die räumlichen Transformationsprozesse, die gestalterischen Ansätze sowie die nachhaltigen Umnutzungspraktiken urbaner Orte; WP6 („Governance, policy and open science“) analysiert die steuerungspolitischen Rahmenbedingungen, entwickelt Policy-Empfehlungen und verankert Open-Science-Prinzipien im Forschungsprozess; und WP7 („Common indicators, comparative analysis, cross-evaluation and effect evaluation methodology“) erarbeitet einheitliche Indikatorensets, komparative Querschnittsanalysen sowie eine tragfähige Methodik zur Wirkungsbewertung der Initiativen. Diese Vorstellung des Stands der Arbeitspakete lieferte allen Beteiligten erste Inspirationen, wie aus den einzelnen empirischen Bausteinen schrittweise ein schlüssiges europäisches Rahmenwerk für kultur- und kreativbasierte Stadtentwicklung (Creative Placemaking Framework) entstehen könnte.
Ortsbegehungen und Ouartiersanalysen
Der Donnerstag (1. Oktober) erwies sich als ein besonderes inhaltliches und methodisches Highlight des Treffens, als die Teilnehmenden die akademischen Tagungsräume verließen, um sich in Kleingruppen zu ethnografischen Ortsbegehungen und Quartiersanalysen im Madrider Bezirk Arganzuela sowie im historischen Stadtzentrum aufmachten. Ausgangspunkt und Hauptanlaufstelle dieser Feldforschung war das LCP Infinito Delicias, wo die Forscher*innen und Praxisakteur*innen im direkten Austausch mit den Verantwortlichen und Initiatorinnen vor Ort wertvolle Einblicke in deren alltägliche Arbeit, organisatorische Hürden und Raumansprüche gewinnen konnten. Die Gelegenheit, einen unmittelbaren visuellen und räumlichen Eindruck von der physischen und sozialen Einbettung der Kulturorte in ihrem jeweiligen nachbarschaftlichen Umfeld zu erlangen, vertiefte das qualitative Verständnis für den lokalen Kontext nachhaltiger Quartiersarbeit. Die zahlreichen kollegialen Gespräche und Diskussionen am Rande der Erkundungen stießen auf allen Seiten gegenseitige Inspirationen an und festigten die Vertrauensbasis innerhalb des transdisziplinären Projektteams spürbar.
Wertvoller persönlicher Austausch
Wir haben festgestellt, dass solche internationalen Präsenztreffen trotz des damit verbundenen hohen organisatorischen, finanziellen und zeitlichen Aufwands durch virtuelle Online-Meetings in keiner Weise ersetzt werden können: Erst das gemeinsame Erleben von Räumen, das unvoreingenommene Erfassen lokaler Atmosphären und das informelle Zwischengespräch schaffen jenes gemeinsame implizite Wissen, das für den Erfolg eines komplexen europäischen Verbundprojekts unerlässlich ist. Darüber hinaus bot das Projekttreffen den kreativen Projektpartnern eine ideale Plattform, um das Arbeitspaket 4 („Living Lab Trials“) weiter auszugestalten und praxistauglich zu schärfen. Da in Kürze die zweijährige Phase der experimentellen urbanen Interventionen und “Trials” in den Partnerstädten startet (teilweise schon begonnen wurde), wurden konkrete Partizipationsformate, künstlerische Aktionen und methodische Ansätze abgestimmt. Ein Praxisbeispiel für eine solche niederschwellige, partizipative Raumgestaltung stellten die Dortmunder Urbanisten vor: Mit ihrem Projekt Bunte Insel zeigen sie auf beeindruckende Weise, wie temporäre grüne Interventionen und kreative Mitmachangebote vormals triste Straßenräume in belebte nachbarschaftliche Begegnungsorte verwandeln und Anwohner*innen aktiv zur Mitgestaltung ihres Lebensumfelds befähigen.
Ortsbegehung in Madrid
Abgerundet wurde die ertragreiche Woche in Spanien durch eine weitere, freiwillige Ortsbegehung am Samstag (3. Oktober), die den Teilnehmenden vertiefende Einblicke in zwei der international renommiertesten Soziokultur- und Innovationszentren Madrids eröffnete: das La Casa Encendida und das Matadero Madrid. Das La Casa Encendida, untergebracht in einem markanten neomudéjaren Gebäude aus dem Jahr 1913 im sozial-kulturell vielfältigen Stadtteil Lavapiés, fungiert als offenes Kultur- und Sozialzentrum der Fundación Montemadrid, das zeitgenössische Kunst, Darstellende Kunst, Umweltbildungsinitiativen und soziale Programme unter einem Dach vereint. Dort fand zu dem Zeitpunkt ein Afrikanisches Festival statt. Das Matadero Madrid wiederum – ein gigantischer, historischer Schlachthof- und Viehmarktkomplex aus den 1920er Jahren direkt am Ufer des Flussraums Manzanares im Bezirk Arganzuela – gilt als eines der weltweit eindrucksvollsten Beispiele für gelungene architektonische Umnutzung (adaptive reuse) und beherbergt heute als weitläufiges Zentrum für zeitgenössische Kreativität Ausstellungsräume, Designlabore, ein Programmkino, Theaterhallen und künstlerische Residenzen.
Mit dem klaren Bewusstsein für den bevorstehenden engen Zeitplan und die anstehenden Abgabefristen zum Jahresende traten wir mit reichlich Rückenwind und frischen Impulsen die Heimreise nach Dortmund an. Die Vorfreude ist bereits groß auf das nächste Konsortiumstreffen, das im Juni 2027 im französischen Straßburg stattfinden wird.
Bayerische Flächensparoffensive – Veranstaltung in München
Flächensparende Siedlungsentwicklung war ein zentrales Thema bei der Veranstaltung „Zukunft entsteht vor Ort“ am 01. Oktober im Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. ILS-Wissenschaftlerin Dr. Angelika Münter hat dazu eine Keynote gehalten und die Erkenntnisse der ILS-Forschung aus den vergangenen Jahren, unter anderem aus dem Projekt MORO „Regionale Steuerung der Siedlungs- und Freiraumentwicklung“, vorgestellt. Zur Pressemitteilung






