Zeitz, Jana Friederike

Jana Friederike Zeitz, M.Sc. Geography

(area of specialisation: Urban and Regional Development Management)

Studied Geography with specialisation on Urban and Regional Development at the Department of Geography, Ruhr University Bochum.

Research interests:

  • The right to the city
  • Social and spatial inequality
  • Urban and neighbourhood development planning
  • Housing market and allocation strategies

Contact:
Phone: + 49 (0) 231 9051-244
E-Mail: jana.zeitz@ils-research.de

Dr. Lea Fischer im Interview mit der taz

Viele Städte erlassen Bettelverbote; Dortmund hat sein Verbot im Umfeld von Außengastronomie verschärft. Im ILS-Projekt „Marginalisierte Bevölkerungsgruppen und die solidarische Innenstadt“ beobachten wir: Vor dem Hintergrund des Wandels von Innenstädten werden auch soziale Konflikte immer drängender. Bettelverbote sind Versuche, Innenstädte für bestimmte Nutzergruppen attraktiv zu halten – nicht unbedingt für marginalisierte Menschen. Deshalb ist es umso wichtiger, solidarische Ansätze im Kleinen in den Fokus zu rücken wie Konfliktmanagement und informelle Vereinbarungen. Der taz-Autor Marvin Kalwa steigt tief ein in lokale Debatten und gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge.Zum Artikel

Was Ankunftsquartiere stark macht: Projektteam stellt Ergebnisse beim Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik vor

Wie können Kommunen Teilhabe und Zusammenhalt in Ankunftsquartieren nachhaltig stärken? Mit dieser Frage beschäftigte sich unser gemeinsames Projekt mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) und der TU Berlin. Die Ergebnisse stellte das Projektteam am 15. September in einem Fachforum beim 19. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik vor. Mehr…

Was Ankunftsquartiere stark macht: Projektteam stellt Ergebnisse beim Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik vor

Wie können Kommunen Teilhabe und Zusammenhalt in Ankunftsquartieren nachhaltig stärken? Mit dieser Frage beschäftigte sich unser gemeinsames Projekt mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) und der TU Berlin. Die Ergebnisse stellte das Projektteam am 15. September in einem Fachforum beim 19. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik vor.

Grundlage des Fachforums waren Erkenntnisse aus dem von der Stiftung Mercator geförderten Projekt „Teilhabe in ‚neuen‘ Ankunftsquartieren stärken“. Als Ankunftsquartiere werden Quartiere bezeichnet, die durch internationale Zuwanderung, einen hohen Anteil ausländischer Bewohner*innen und eine hohe Fluktuation geprägt sind. Von 2023 bis 2026 begleitete das Projektteam deutschlandweit elf Kommunen. Gemeinsam mit lokalen Akteur*innen wurden Herausforderungen identifiziert sowie Strategien und konkrete Maßnahmen entwickelt, um Teilhabechancen zu verbessern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort zu stärken.

Das Fachforum wurde geleitet von Ricarda Pätzold und Wolf-Christian Strauss (beide Difu). Die ILS-Wissenschaftlerinnen Dr. Isabel Ramos Lobato und Hannah Brill stellten die zentralen Erkenntnisse des Projekts vor. Im weiteren Verlauf wurden diese mit Erfahrungen aus der kommunalen Praxis in Saalfeld, Bremerhaven und Gevelsberg zusammengeführt und diskutiert. „Ankunftsquartiere leisten einen wichtigen Beitrag für Ankommen und Teilhabe Neuzugewanderter“, so Isabel Ramos Lobato. „Wir haben im Fachforum diskutiert, wie Kommunen dafür gute Rahmenbedingungen schaffen können, etwa die aktive Einbindung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Quartier und die Bereitschaft, etablierte Routinen und Regelungen zu hinterfragen, um Raum für neue Nutzungen und Formen des Miteinanders zu schaffen.“

Die zentralen Ergebnisse wurden in einer Broschüre für die kommunale Praxis aufbereitet. „Was Ankunftsquartiere stark macht“ ist online verfügbar.

Weitere Informationen zum Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik gibt es hier.

Projektteam STARTUP bei der 14. Kulturkonferenz Ruhr

Die 14. Kulturkonferenz Ruhr im ChorForum Essen hat eindrucksvoll gezeigt, wie inspirierend und notwendig der Austausch über Kultur, Nachbarschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Das Vortrags- und Kulturprogramm setzte viele anregende Impulse und machte noch einmal deutlich, welche wichtige Rolle Kultur als Bollwerk gegen Extremismus in unserer Gesellschaft spielt. Der STARTUP-Workshop am Freitagnachmittag war gut besucht – 26 Personen nahmen teil und brachten ihre Perspektiven, Erfahrungen und Fragen in die Diskussion ein. Mehr…

Rückblick auf unseren Workshop bei der 14. Kulturkonferenz Ruhr

Die 14. Kulturkonferenz Ruhr im ChorForum Essen hat eindrucksvoll gezeigt, wie inspirierend und notwendig der Austausch über Kultur, Nachbarschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Das Vortrags- und Kulturprogramm setzte viele anregende Impulse und machte noch einmal deutlich, welche wichtige Rolle Kultur als Bollwerk gegen Extremismus in unserer Gesellschaft spielt. Gerade deshalb ist es entscheidend, möglichst alle Menschen einzubeziehen und kulturelle Räume so zu gestalten, dass Teilhabe, Begegnung und Mitgestaltung für unterschiedliche Gruppen möglich werden.

Das ChorForum bot dafür eine großartige Kulisse: Zwischen Vorträgen, Begegnungen und Pausen entstanden viele Gespräche mit Expertinnen und Experten, Kulturschaffenden, Initiativen und weiteren Interessierten. Auch unser Workshop am Freitagnachmittag war erfreulich gut besucht – immerhin 26 Personen nahmen teil und brachten ihre Perspektiven, Erfahrungen und Fragen in die Diskussion ein. Nach den Impulsvorträgen von Tobias Bäcker und Sabine Weck gingen wir in einen lebendigen Austausch über, in dem zunächst noch einmal der Kulturbegriff selbst diskutiert wurde.

Darüber hinaus wurde auch kritisch angemerkt, dass unter den bislang zehn untersuchten Initiativen im Ruhrgebiet migrantische Initiativen unterrepräsentiert sind. Diese Rückmeldung nehmen wir als wichtigen Hinweis für die weitere Auseinandersetzung mit. Zugleich wurden persönliche Geschichten geteilt, die zeigten, wie stark Überforderung im Ehrenamt das Engagement einschränken kann. Tobias Bäcker betonte in diesem Zusammenhang noch einmal, wie wichtig eine langfristige, personenunabhängige Ausrichtung von Initiativen ist – aber auch, dass es zumindest in Dritten Orten ohne Ehrenamt weder gehen kann noch gehen soll.

Als ein Ergebnis wurde festgehalten, dass kulturelle Initiativen stabile Ermöglichungsstrukturen brauchen, um langfristig tragfähig zu sein. Dazu gehören flexible Förderprogramme, weniger Bürokratie, Beratungsangebote, politische Unterstützung sowie Personen, die zwischen Verwaltung, freier Szene und Nachbarschaft vermitteln können. Die Diskussion zeigte, dass Themen wie Selbstausbeutung, nachhaltige Finanzierung, soziale Zugänglichkeit und ein breiteres Verständnis von Kultur offen und kontinuierlich verhandelt werden müssen. Kultur kann damit als Katalysator urbaner Nachbarschaft wirken, wenn sie nicht nur projektbezogen gefördert, sondern als Teil eines lebendigen kulturellen Ökosystems verstanden und unterstützt wird.

Sabine Weck machte zudem deutlich, dass wir in unseren Untersuchungsbeispielen in allen Dimensionen des Neuen Europäischen Bauhauses zumindest einige Effekte feststellen können. Der Workshop schloss mit der Möglichkeit für die Teilnehmenden, an den Wänden ihre Zustimmung oder Ablehnung zu Thesen zu formulieren, die im Projekt aus der Empirie entstanden sind. Die Möglichkeit zur Teilnahme besteht übrigens auch weiterhin online: https://horizon-startup.limesurvey.net/746776. Wir würden uns über eine rege Teilnahme sehr freuen!

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