Zeitz, Jana Friederike

Jana Friederike Zeitz, M.Sc. Geography

(area of specialisation: Urban and Regional Development Management)

Studied Geography with specialisation on Urban and Regional Development at the Department of Geography, Ruhr University Bochum.

Research interests:

  • The right to the city
  • Social and spatial inequality
  • Urban and neighbourhood development planning
  • Housing market and allocation strategies

Contact:
Phone: + 49 (0) 231 9051-244
E-Mail: jana.zeitz@ils-research.de

ILS-TRENDS 04/26: E-Scooterdienste als neuer Mobilitätsbaustein auf dem Weg zur multimodalen Stadt?

Seit der Einführung von E-Scooterdiensten wird kontrovers diskutiert, ob sie die sozial-ökologische Verkehrs- und Mobilitätswende unterstützen oder behindern. Befürworter*innen sehen in ihnen einen flexiblen Mobilitätsbaustein auf dem Weg zur multimodalen Stadt, während Kritiker*innen befürchten, dass sie umweltfreundliche Verkehrsarten verdrängen oder neue Unfallrisiken schaffen. Entsprechend reichen die kommunalen Strategien von gezielter Integration bis hin zu restriktiven Maßnahmen. Dieses ILS-TRENDS möchte zur Versachlichung der Debatte beitragen, indem es die Alltagsmobilität der Nutzenden von E-Scooterdiensten und deren Potenzial für eine stärkere Multimodalität betrachtet. Zum Heft

Meilenstein im IMECOGIP-Projekt

Im Dezember 2025 wurde innerhalb des IMECOGIP-Projektes das „Chinesisch-deutsche EnhancES Innovationsstudio“ in Qingdao eröffnet. Der lokale Praxispartner in Qingdao ist das Qingdao Surveying and Mapping Institute (QSMI). Das QSMI ist ein Dienstleister, der in zahlreichen Bereichen der Vermessung, Umweltbeobachtung und -analyse tätig ist. Unter anderem unterstützt das QSMI die Planung einer High-Tech-Entwicklungszone im Norden der Stadt, die nach den Prinzipien der Green City, Sponge City und CO2-neutralen Stadt entwickelt werden soll. Hier kommt das in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum und dem ILS entwickelte Tool „EnhancES“ ab sofort als fester Bestandteil in der Planungspraxis zum Einsatz. Prof. Dr. Harald Zepp, der Koordinator des Konsortiums, wurde von Dr. Peter Sliwka von der DLR-Projektmanagementagentur begleitet, der während dieser Reise das IMECOGIP-Projekt in China besuchte.

Das Video zeigt ein paar Impressionen des Besuchs.

JRF vor Ort: Grün, aktiv mobil und gerecht: Wege zu gesunden Städten

Gezeichnetes Bild einer Stadt mit urban Gardening, Fahrradstreifen, Grünanlagen, Treffpunkten

Auszug aus dem ILS-Wimmelbild zu Stadtgesundheit © Stefanie Levers

18. Mai 2026
10:00-14:00 Uhr
Westfälischer Industrieclub, Markt 6, Dortmund

Gesundheit wird immer mehr zum Thema der Stadtentwicklung – in Wissenschaft und Praxis. Städte stehen vor wachsenden Herausforderungen wie steigende Temperaturen in dicht bebauten Quartieren, Lärm- und Luftverschmutzung oder fehlende Grün- und Freiräume zur Erholung. Um gute Lebensverhältnisse für alle in urbanen Räumen zu schaffen, gewinnt ein ganzheitlicher Ansatz an Bedeutung, der Gesundheit, Umweltqualität und gerechte Lebensverhältnisse zusammendenkt. Im Fokus stehen dabei unter anderem die Sicherung ruhiger und zugleich zentral gelegener Wohnorte, der Ausbau qualitativ hochwertiger Grün- und Wasserflächen, die Förderung aktiver Mobilität sowie ein gerechter Zugang zu gesundheitsfördernden Stadträumen für alle Bevölkerungsgruppen.  Bei dieser „JRF vor Ort“-Veranstaltung am 18. Mai wollen wir gemeinsam diskutieren, wie unsere Städte lebenswerter, kühler und aktiver gestaltet werden können. 

Programm

10 Uhr: Beginn

Begrüßung

  • Prof. Dr. Dieter Bathen, Vorstandsvorsitzender, Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF)
  • Ralf Zimmer-Hegmann, kommissarischer wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer, ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung
  • Alexandra Landsberg, Abteilungsleiterin für Nachhaltige Entwicklung, Klimawandel, Circular Economy und Transformation, Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV)

Keynote: Was macht eine gesunde Stadt für Alle aus? Bedeutung von Umweltgerechtigkeit für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung

  • Prof. Dr. Gabriele Bolte, Leiterin der Abteilung Sozialepidemiologie des Instituts für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen

Blick in die Wissenschaft

  • Schatten ist kein Zufall, sondern planbar! Datengetriebene Forschung für die kommunale Klimaanpassung
    Dr. Bastian Heider, ILS
  • Urbane Potenziale entdecken: Aktive Mobilität als Schlüssel für gesunde Städte
    Dr. Kerstin Conrad, ILS
  • Green Care in Europa: Naturbasierte Therapien für mehr mentale Gesundheit
    Dr. Noriko Otsuka, ILS

12 Uhr: Mittagsimbiss

Keynote: Gesundheitsbezogener Hitzeschutz in NRW – Ansätze des LfGA NRW und Stand der Praxis

  • Dr. Odile Mekel, Leiterin des Fachbereichs Gesundheitskompetenz und kommunale Gesundheitsförderung und Leitung der Fachgruppe Grundsatzfragen, gesundheitsbezogener Hitzeschutz beim Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen

Abschlussdiskussion

14 Uhr: Ende der Veranstaltung

Flyer

Alle Informationen finden SIe auch im Flyer.

Anmeldung

Der Eintritt ist frei. Teilnahme ausschließlich nach Anmeldung. Die Anmeldung ist hier möglich.

Kontakt

Theresa von Bischopink
Telefon: +49 (0)231 9051-160
E-Mail: theresa.vonbischopink@ils-forschung.de

Wissenstransfer anders machen?! Reallabore, Pop-Ups, Performances, mobile und aufsuchende Angebote in der Energiewende

Eine gelingende Energiewende benötigt neben wissenschaftlichen Erkenntnissen, technischen Innovationen, förderlichen ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen auch neue gesellschaftliche Praktiken und Ästhetiken. Zusätzlich zu den bewährten Formaten der Wissensvermittlung wie Vorträgen oder Panels gewinnen neue Vermittlungsansätze im Kontext der Energiewende daher an Bedeutung. Die Tagung am 27. April in Gelsenkirchen möchte einen Reflexions- und Experimentierraum für neue Formate des Wissenstransfers eröffnen. Prof. Dr. Thomas Weith stellt dort in einer Session neue Kommunikationsformate zur Wissensvermittlung anhand von Beispielen aus dem ILS vor. Mehr…

Dr. Lea Fischer (ILS) erhält den JRF-Dissertationspreis 2026: Auszeichnung für herausragende Forschung zu Bürgerbeteiligung und Planungskultur

Dr. Lea Fischer vom JRF-Institut ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung ist mit dem JRF-Dissertationspreis 2026 ausgezeichnet worden. Die feierliche Preisverleihung fand am 13. April 2026 bei der Jahresfeier der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) in Düsseldorf statt. Überreicht wurde der mit 2.000 Euro dotierte Preis von Raphael Tigges MdL, dem Vorsitzenden des JRF-Kuratoriums.

Ausgezeichnet wurde Dr. Fischer für ihre Dissertation „Die Erwartungen hinter Bürgerbeteiligung. Planende Verwaltungen und die Konstruktion der Bürger:innenrolle in Planungsprozessen“. Als Mitarbeiterin des JRF-Instituts ILS in Dortmund verfasste sie die mit der höchsten akademischen Auszeichnung „summa cum laude“ bewertete Arbeit an der RWTH Aachen.

In ihrer Dissertation untersucht Dr. Fischer, wie kommunale Planungsprozesse durch Erwartungen, Rollenbilder und Vorstellungen über Bürgerbeteiligung geprägt werden. Die Arbeit zeigt, dass das Gelingen demokratisch legitimierter Planung nicht allein von formalen Verfahren abhängt, sondern wesentlich auch von den impliziten Annahmen, mit denen Verwaltungen Beteiligung gestalten.

Besonders hervorzuheben ist der inter- und transdisziplinäre Ansatz der Dissertation. Dr. Fischer verbindet Planungswissenschaft, Organisations- und Demokratietheorie mit empirischer Forschung und richtet den Blick gezielt auf kleinere und mittelgroße Kommunen. Damit rückt sie einen Bereich in den Fokus, der für die Planungspraxis in Deutschland besonders relevant ist, in der Forschung bislang jedoch weniger Beachtung gefunden hat.

Die Dissertation überzeugt durch theoretische Schärfe, methodische Qualität und hohe Praxisrelevanz. Ein besonderer Mehrwert liegt im Transfer: Mit einem intervenierenden Planspiel schafft Dr. Fischer einen konkreten Zugang für die Verwaltungspraxis und eröffnet Möglichkeiten für Reflexion, Lernen und Veränderung.

Aus Sicht der Auswahljury des JRF-Kuratoriums verbindet die Arbeit wissenschaftliche Exzellenz mit hoher gesellschaftlicher Relevanz in besonderer Weise. Sie setzt einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung von Planungskultur, Bürgerbeteiligung und kommunaler Handlungsfähigkeit in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. Zugleich greift sie zentrale Fragestellungen des JRF-Leitthemas „Städte & Infrastruktur“ auf.

Die Auszeichnung wurde im Beisein zahlreicher Wegbegleiter*innen. Anwesend waren neben Familie und Freunden auch die Leitung des ILS sowie die Erstbetreuerin und Dekanin der RWTH Professorin Agnes Förster.

Die Meldung basiert auf der Meldung der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft.

Kurz und kompakt: Die Preisträgerin stellt ihre Disseration vor

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Impressionen der Preisverleihung

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