Abschlussbericht des Projekts „Soziale Integration im Quartier“ erschienen

In vielen Städten ist eine zunehmende sozialräumliche Polarisierung zu beobachten. Das vom Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) finanzierte Projekt „Soziale Integration im Quartier: Förderung von Netzwerken und Begegnungen in benachteiligten Sozialräumen“ ist deshalb der Frage nachgegangen, inwieweit von Armut geprägte Gebiete eine zusätzliche benachteiligende Wirkung auf die soziale Lage ihrer Bewohnerschaft haben. Untersucht wurde das anhand zweier von Armut geprägter Quartiere in Dortmund.

Die Ergebnisse zeigen, dass auch einkommensarme Bewohnerinnen und Bewohner in benachteiligten Quartieren auf ein ausgeprägtes Unterstützungsnetzwerk für die Alltagsorganisation zurückgreifen. Der Zugang zu Ressourcen, die soziale Aufwärtsmobilität ermöglichen – wie Hilfe bei der Jobsuche – ist aber stark eingeschränkt. Dabei fördert der Kontakt zu ressourcenstärkeren Haushalten nicht automatisch die soziale Aufwärtsmobilität. Stärker als es die bisherige Forschung erwarten lässt, wird die dafür notwendige Unterstützung auch durch Personen der gleichen sozialen Lage bereitgestellt. Die kleinräumige Wohnumgebung stellt sich dabei als wichtiger Kontext für Kontakte und Unterstützung heraus. Hilfestellungen erfolgen hier nicht nur innerhalb fester Netzwerke, sondern auch durch wiederkehrende Begegnungen.

Das Forschungsprojekt wurde am ILS von Dr. Heike Hanhörster und Dr. Isabel Ramos Lobato in Kooperation mit Prof. Dr. Andreas Farwick (Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Dr. Reiner Staubach (Planerladen e. V.) durchgeführt.
Der nun veröffentlichte Abschlussbericht ist hier verfügbar.