Published on: 29. September 2026
Science Night in Dortmund: ILS präsentiert sich im Dortmunder U und führt Interessierte durch die Nordstadt
Wissenschaft zum Erleben und Mitmachen mitten in der Stadt: Bei der „Science Night“ der Stadt Dortmund war das ILS am vergangenen Freitag (25. September) mit einem Stand und einer Exkursion dabei.
Wie gelingt die nachhaltige Agrar- und Nahrungsproduktion? Im Foyer des U-Turms konnten die Besucher*innen interaktiv die Projekte des Konsortiums „Agrarsysteme der Zukunft“ entdecken. An einem Multi-Touch-Tisch gab es Einblicke zu Unkrautrobotern, virtuellen Zäunen für Kühe oder der Agrarproduktion auf der Kläranlage. Groß und Klein bekamen von den ILS-Wissenschaftlern Prof. Dr. Thomas Weith und Eyaiu Hassen sowie Ramona Bruck vom Leibniz-Institut für Gartenbauwissenschaften (IGZ) direkte Einblicke in die Projekte. „Wissenschaft zum Anfassen bedeutet für uns, Forschung nicht nur zu erklären, sondern sie erlebbar zu machen. Gerade bei Fragen rund um unsere zukünftige Ernährung ist der Austausch mit der Gesellschaft besonders wichtig“, sagt Prof. Dr. Thomas Weith, der die Koordinierungsstelle am ILS leitet. Die Fördermaßnahme „Agrarsysteme der Zukunft“ wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.
Vom U-Turm aus startete auch der gemeinsame Rundgang „Planen und Forschen mit Peers“ zu der Frage, wie die Perspektiven von Menschen mit eigener Erfahrung von Armut, Wohnungslosigkeit und Ausgrenzung in Stadtforschung und Stadtentwicklung einbezogen werden können. Der Rundgang zu partizipativer Forschung und Stadtentwicklung wurde vom ILS gemeinsam mit der Strategischen Sozialplanung der Stadt Dortmund organisiert. Die Erfahrungsexperten Dennis Dickopp (bodo e. V.) und Hassan Adzaj (Romano Than e. V.) führten die rund 20 Teilnehmenden durch die Dortmunder Nordstadt, mit Stationen u. a. am Dietrich-Keuning-Haus, Café Berta und einem Nähcafé an der Nordstraße. Die Gruppe gewann Einblicke in die Bedeutung der Nordstadt für Armutsbetroffene und Wohnungslose, Neuzugewanderte und Alteingesessene. Erläutert wurden Herausforderungen und Erfolge in der Bildungs- und Integrationsarbeit, insbesondere mit Jugendlichen. Am Beispiel einiger durch die Stadt angekaufter Häuser am Nordmarkt und den Aktivitäten der GrünBau gGmbH im Bereich Wohnungsvermittlung wurden grundsätzliche Fragen der Wohnraumversorgung besprochen. In der Abschlussdiskussion in den Räumlichkeiten des Vereins Romano Than wurde deutlich: „Die Perspektiven von marginalisierten Bevölkerungsgruppen sind für Stadtforschung und -planung essenziell, aber sie brauchen das Engagement aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und nicht zuletzt der breiten Zivilgesellschaft, um in Forschungs- und Planungsprozessen gehört und langfristig eingebunden zu werden“, so die beiden ILS-Wissenschaftlerinnen Dr. Lea Fischer und Dr. Laura Torreiter. Das ILS forscht zurzeit im von der VolkswagenStiftung geförderten Projekt „MaBIs – Marginalisierte Bevölkerungsgruppen und die solidarische Innenstadt“ zusammen mit Peer-Researchern.
Neben dem ILS präsentierten sich rund 50 weitere Akteure aus Dortmund – von Hochschulen und Museen bis hin zum Dortmunder Zoo. Weitere Informationen auf der Seite der Stadt Dortmund.
Modified on: 29. September 2026









