Published on: 28. April 2026

Wissenstransfer anders machen?! Tagung zur Energiewende im Wissenschaftspark Gelsenkirchen

Wie können wissenschaftliche Erkenntnisse zur Energiewende besser vermittelt werden? Wie gelingt ein Austausch dazu? Dazu diskutierte am vergangenen Montag (27. April) auf Einladung des Wissenschaftsforums Ruhr im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen rund 70 Teilnehmende. Die Veranstaltung stellte verschiedene Fragen rund um das Thema Transfer in den Mittelpunkt.

Inputs aus verschiedenen Projekten zeigten die Bandbreite von Reallaboren, Pop-Up-Stores und Ausstellungen. In seiner Keynote rief Prof. Dr. Uwe Schneidewind dazu auf, bestehende Ansätze des Wissenstransfers grundlegend zu überdenken. Gerade das Ruhrgebiet, so Schneidewind, biete ideale Voraussetzungen, um neue Formate des Austausches zwischen Wissenschaft und Praxis zu erproben und neue Formen des Transfers zu etablieren.

Für das ILS stellte Prof. Dr. Thomas Weith konkrete Ansätze aus der Forschungspraxis vor. Neue Formate können dazu beitragen, bislang nicht erreichte Zielgruppen anzusprechen. Ein Beispiel ist der kürzlich erschienene „Atlas regionaler Energiewenden“, der die technischen, rechtlichen und sozialen Aspekte der Energieplanung mit regionalen Identitäten, historischen Entwicklungspfaden und lokalen Zukunftsvorstellungen verknüpft. Ebenso bieten Kommunikationsansätze aus der Zentralen Koordinierungsstelle „Agrarsyteme der Zukunft“ vielfältige interaktive und auch futuristische Ansatzpunkte.

In der abschließenden Podiumsdiskussion sowie in den Fachdebatten wurde deutlich: Mut zum Experimentieren zahlt sich aus. Insbesondere in der stärkeren Vernetzung unterschiedlicher Akteure liegt großes Potenzial für einen erfolgreichen Wissenstransfer zur Energiewende.

© ILS/von Bischopink

Modified on: 28. April 2026