neugenutzt. Neuigkeiten zur Transformation großer Handelsimmobilien
Ausgabe 01/2023

© Boulderwelt Karlsruhe
Liebe Leser*innen,
die Diskussion um die Umnutzung ehemaliger Warenhausimmobilien hat durch die Ankündigung des Galeria-Konzerns, sein Standortportfolio insolvenzbedingt weiter maßgeblich zu verkleinern, erneut an Aktualität gewonnen. Auch wenn derzeit noch nicht absehbar ist, ob es bei den genannten Standorten bleibt, werden sich auch verschiedene NRW-Kommunen auf die Schließung ihres Warenhauses einstellen müssen. Und gegebenenfalls kommen auch einige Kaufhausstandorte dazu, denn im März hat Peek & Cloppenburg (Düsseldorf) ein Schutzschirmverfahren beantragt, um sich in Eigenregie zu sanieren und die Fortführung aller 67 Standorte bundesweit zu sichern. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.
Angesichts der aktuellen Entwicklungen planen Baukultur NRW und ILS gemeinsam mit dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBD) am 15. Juni eine Exkursion an bereits umgenutzte Warenhausstandorte in Essen, Herne und Recklinghausen. Mit guten Beispielen möchten wir zeigen, was aus nicht mehr marktgängigen Warenhäusern werden kann. Bitte geben Sie uns schnellstmöglich über die Rubrik Frage des Monats eine Rückmeldung, ob Sie dabei sein möchten.
Darüber hinaus informieren wir über das neue Landesprogramm „Zukunft Innenstadt Nordrhein-Westfalen“ des Städtebauministeriums NRW. Hier sind 5 Mio. Euro prioritär für die Förderung von Machbarkeitsstudien, Nachnutzungskonzepten, Gutachten oder Beratungen sowie ggf. auch den Zwischenerwerb von Warenhausimmobilien in Kommunen vorgesehen, die von der aktuellen Schließungswelle des Galeria-Konzerns betroffen sind.
Das Projekt des Monats führt uns nach Baden-Württemberg. In Karlsruhe hat im letzten Herbst eine Boulderhalle in einem ehemaligen Textil- bzw. Technikkaufhaus eröffnet – Klettern inmitten der Stadt.
Melden Sie sich gern bei uns, wenn Sie konkrete Fragen zum Thema haben. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören und wünschen eine angenehme Lektüre!
Nina Hangebruch, ILS

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Ihre Ansprechpartnerinnen
Sie möchten uns Feedback zum ersten Newsletter geben? Sie haben Beratungsbedarf zur Umnutzung einer großen Handelsimmobilie in Ihrer Kommune und denken, dass Ihre Frage auch für andere Kommunen interessant sein könnte und in größerer Runde diskutiert werden sollte? Dann melden Sie sich gern bei uns!
Nina Hangebruch ist Dipl.-Ing. Raumplanung und seit Anfang 2022 im ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung für alle Projekte rund um die Transformation großer Einzelhandelsimmobilien zuständig. Mit ihrem Erfahrungsschatz fällt ihr immer ein spannendes Projekt ein, wenn es um interessante Referenzen und Vorbilder geht.
E-Mail: nina.hangebruch@ils-forschung.de
Judith Artmann ist Referentin im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung Nordrhein-Westfalen und koordiniert seit Januar 2021 die Landesinitiative Zukunft. Innenstadt. Nordrhein-Westfalen. In diesem Netzwerk arbeiten drei Landesministerien und 13 Partnerinstitutionen gemeinsam an der Stärkung der Innenstädte und Zentren.
E-Mail: judith.artmann@mhkbd.nrw.de
Nina Heming ist Projektmanagerin bei der IMORDE Projekt- und Kulturberatung GmbH, die die Geschäftsstelle des Netzwerk Innenstadt NRW innehat. Das Netzwerk Innenstadt NRW ist eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft von derzeit 172 nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden. Seit 2020 betreut das Netzwerk Innenstadt unter anderem den Erfahrungsaustausch zum Thema Handelsgroßimmobilien.
E-Mail: heming@innenstadt-nrw.de





















