Published on: 19. June 2026
Ankunftsquartiere stärken: Wie können Teilhabe und Zusammenhalt vor Ort gelingen?
Diese Frage stand im Zentrum der Abschlusstagung „Von der Ankunft zur Teilhabe“ gestern in Essen. Nach drei Jahren Forschungs-Praxis-Projekt „Teilhabe in ,neuen‘ Ankunftsquartieren stärken“ kamen Perspektiven aus Wissenschaft, Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft, Politik und Wohnungswirtschaft zusammen.
Das Projekt hat gezeigt: Ankunftsquartiere sind weit mehr als Orte besonderer Herausforderungen. Sie eröffnen Zugänge zu Wohnraum, Beratung, Bildung, sozialen Netzwerken und alltagspraktischem Wissen. Damit leisten sie eine wichtige Funktion für die gesamte Stadtgesellschaft. Um diese stadtweite Funktion erfüllen können, benötigen Kommunen verlässliche Rahmenbedingungen und ausreichende Handlungsspielräume, um auf sich verändernde Bedarfe reagieren zu können. Neben lokalem Engagement sind daher verlässliche soziale Infrastrukturen, langfristige Finanzierungsmodelle, flexible und bedarfsorientierte lokale Governance-Strukturen sowie politische Aufmerksamkeit für die konkreten Bedingungen vor Ort erforderlich.
Die Tagung bot Raum für kommunale Praxisbeispiele zur Stärkung von Ankommen und Teilhabe, Posterpräsentationen der beteiligten Projektkommunen, wissenschaftliche Einordnungen und den Austausch über Handlungsperspektiven für Verwaltung, Politik, Wohnungswirtschaft und Zivilgesellschaft. Mit der essayistischen Annäherung an das Ankommen und Bleiben von Dinçer Güçyeter erhielt das Thema zudem eine besondere, reflektierende Perspektive.
Das von der Stiftung Mercator GmbH geförderte Projekt wurde in Kooperation von ILS Research, Technische Universität Berlin, Deutsches Institut für Urbanistik (Difu) und STADTRAUMKONZEPT GmbH durchgeführt. Im Fokus standen zentrale Projektbefunde, Erfahrungen aus den Partnerkommunen und die Frage, welche Unterstützung Ankunftsquartiere brauchen, um Ankommen und Teilhabe nachhaltig zu stärken.
Weitere Informationen und Materialien zum Projekt finden Sie hier.
Kontakt
Dr. Isabel Ramos Lobato
Telefon: +49 (0) 231 9051-191
E-Mail: isabel.ramos-lobato@ils-forschung.de
Modified on: 19. June 2026









