WEBVTT

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00:00:05.900 --> 00:00:11.360
Herzlich Willkommen zum ILS-Videopodcast
"5 Minuten Stadtforschung". In der heutigen

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00:00:11.360 --> 00:00:17.270
Folge geht es um urbane Landwirtschaft und dabei
ganz konkret um die Rolle von Kläranlagen in der

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00:00:17.270 --> 00:00:22.670
Lebensmittelproduktion. Im kürzlich erschienenen
ILS-TRENDS beschäftige ich mich genau mit diesem

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00:00:22.670 --> 00:00:27.830
Thema. Im Projekt SUSKULT geht es nämlich um
die Entwicklung eines ressourcenschonenden

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00:00:27.830 --> 00:00:33.440
und nachhaltigen Agrarsystems im städtischen
Raum. Das Projekt geht der Frage nach wie man

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00:00:33.440 --> 00:00:38.570
Ressourcenverschwendung minimieren, Kreisläufe
schließen, aber auch gleichzeitig Lebensmittel

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00:00:38.570 --> 00:00:44.540
nachhaltig und urban produzieren kann. In dem
SUSKULT-Projekt werden nämlich Kläranlagen mit

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00:00:44.540 --> 00:00:48.560
einem landwirtschaftlichen Produktionssystem
verknüpft, wie Sie in der Abbildung sehen

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00:00:48.560 --> 00:00:53.030
können. Kläranlagen haben ein besonderes
Potenzial in der Lebensmittelproduktion.

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00:00:53.030 --> 00:00:59.120
Im häuslichen Abwasser haben wir nicht nur
Schadstoffe, sondern auch viele Nährstoffe,

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00:00:59.120 --> 00:01:04.700
wie zum Beispiel Kalium, Phosphor und Stickstoff,
die für die Pflanzenproduktion benötigt werden.

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00:01:04.700 --> 00:01:10.220
Vor allem Phosphor ist eine endliche Ressource
mit der wir nachhaltiger und bewusster umgehen

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00:01:10.220 --> 00:01:15.140
müssen. Im Projekt SUSKULT entwickeln
Projektpartner*innen Filtertechniken,

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00:01:15.140 --> 00:01:21.620
die genau diese wertvollen Nährstoffe sauber
und verlässlich von den Schadstoffen aus

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00:01:21.620 --> 00:01:27.350
unserem häuslichen Abwasser trennen. Diese
wiedergewonnenen Nährstoffe werden dann in

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00:01:27.350 --> 00:01:33.590
eine Nährstofflösung aufkonzentriert, die dann
wiederum für die hydroponische Agrarproduktion

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00:01:33.590 --> 00:01:41.990
genutzt werden können. Hydroponisch bedeutet dass
die Pflanzen völlig ohne Erde angebaut werden. Die

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00:01:41.990 --> 00:01:47.840
Wurzeln liegen dabei in dieser Nährstofflösung
und können diese zusammen mit Wasser aufnehmen.

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00:01:47.840 --> 00:01:54.410
Die nicht aufgenommenen Nährstoffe versickern
dabei aber nicht, sondern können dem System wieder

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00:01:54.410 --> 00:01:59.720
zurückgeführt werden. Der erdlose Anbau ermöglicht
es die Pflanzen in geschlossenen Räumen anzubauen.

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00:01:59.720 --> 00:02:07.280
Mit Klimaanlagen oder moderner LED-Technik können
dann auch Temperaturen und Lichtbedingungen so

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00:02:07.280 --> 00:02:13.130
eingestellt werden, dass es einen optimalen
Pflanzenwachstum generieren kann. Zudem kann

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00:02:13.130 --> 00:02:19.490
man mit dieser hydroponischen Anbauweise in
mehreren Ebenen übereinander Pflanzen anbauen.

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00:02:19.490 --> 00:02:27.800
Das hat dann auch den Vorteil, dass diese Systeme
flexibel im Stadtraum errichtet werden können, wie

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00:02:27.800 --> 00:02:34.970
zum Beispiel in direkter Nähe zur Kläranlage oder
auch auf nicht genutzten städtischen Flächen. Die

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00:02:34.970 --> 00:02:41.000
kontrollierbaren Umweltbedingungen und der geringe
Flächenbedarf den SUSKULT mitbringt, bieten

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00:02:41.000 --> 00:02:47.180
Lösungsansätze für einen ressourcenschonenden und
flächensparenden Nahrungsmittelanbau. Außerdem

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00:02:47.180 --> 00:02:52.670
trägt die lokale Produktion zur Verringerung
von Transportwegen und gleichzeitig auch zur

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00:02:52.670 --> 00:02:58.400
Verkehrsreduzierung bei. Stadtplanerisch ist es
nun besonders spannend zu schauen, wie man solche

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00:02:58.400 --> 00:03:03.680
SUSKULT-Anlagenbau, auch NEWtrient©-Center
genannt, in die Städte integrieren kann.

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00:03:09.470 --> 00:03:15.890
Wir haben mit Projektpartner*innen und weiteren
Stakeholdern aus Wissenschaft und Praxis

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00:03:15.890 --> 00:03:22.850
Szenarien zur Umsetzung dieser SUSKULT-Anlagen
entwickelt. Dabei haben wir für fünf verschiedene

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00:03:22.850 --> 00:03:29.960
Kläranlagenstandorte im Ruhrgebiet Szenarien
geschrieben, in Form von kurzen Geschichten, die

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00:03:29.960 --> 00:03:36.470
aufzeigen wie eine solche Lebensmittelproduktion
im Jahr 2050 aussehen könnte. Geplant sind

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00:03:36.470 --> 00:03:42.770
Marktstände oder Verkaufsautomaten, in denen
diese SUSKULT- Produkte verkauft werden können.

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00:03:42.770 --> 00:03:49.310
Hauptsächlich wird das SUSKULT-Gemüse aber in
den umliegenden Supermärkten angeboten. Außerdem

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00:03:49.310 --> 00:03:53.330
haben wir in den Szenarien beschrieben, dass
es Kooperationen mit den Schulen geben könnte

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00:03:53.330 --> 00:04:00.230
und die Thematik der Kreislaufwirtschaft in die
Lehrpläne mit aufgenommen wird. Für das Klärwerk

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00:04:00.230 --> 00:04:06.440
in Dortmund Deusen haben wir uns überlegt, dass
es einen Food Truck geben könnte, welcher das

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00:04:06.440 --> 00:04:12.980
SUSKULT Burgermenü anbietet, ausschließlich mit
vor Ort produzierten Gemüse. Die SUSKULT- Vision

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00:04:12.980 --> 00:04:19.910
sieht aber auch, neben der Gemüseproduktion, die
Produktion von Flüssig- oder Feststoffdünger vor,

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00:04:19.910 --> 00:04:25.310
welche dann von der Bevölkerung für ihren eigenen
Gemüseanbau im Garten genutzt werden kann.

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00:04:31.360 --> 00:04:37.770
Im Projekt haben wir gute Erfolge
erzielen können mit: Tomaten, Salat,

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00:04:37.770 --> 00:04:45.510
Wasserlinsen und Süßkartoffeln, welche bereits
in diesem Labormaßstab produziert wurden. Auf

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00:04:45.510 --> 00:04:50.760
der projekteigenen Homepage finden sie
Informationen und Publikationen und ab

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00:04:50.760 --> 00:04:56.460
April auch die vollständigen Szenarien. Jetzt
schon können sie sich aber ein 6-minütiges Video

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00:04:56.460 --> 00:05:02.640
anschauen, in welchem die SUSKULT-Vision
anschaulich dargestellt wird. Zudem gibt

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00:05:02.640 --> 00:05:09.300
es eine Podcastreihe "Auf `nen Käffken", in
welcher noch einmal die Projektpartner*innen

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00:05:09.300 --> 00:05:14.160
und das Projekt selbst vorgestellt wird,
aber auch die Relevanz der nachhaltigen

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00:05:14.160 --> 00:05:19.530
Nahrungsmittelproduktion erläutert wird.
Viel Spaß beim Anschauen und Zuhören.

