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Standards für Mobilitätszentralen.

Schlussbericht im Rahmen des Projektes "Standards für den Öffentlichen Verkehr - Instrument zur Steigerung der Effizienz und Sicherung der Qualität"
Von Guido Müller, Sebastian Rabe, Philipp Stierand u. a. Auftragg.: Ministerium für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Hrsg.: Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Forschungsbereich Verkehr
Dortmund 2003, 84 S. mit zahlr. Abb.

Digital hier erhältlich (PDF-Grafik PDF-Datei, 1,1 MB)

Mobilitätszentralen sind Serviceeinrichtungen, die Informationen und Dienstleistungen rund um die Mobilität anbieten und verkehrsmittelübergreifend bündeln. Sie finden in Deutschland zunehmende Verbreitung, wobei Trägerschaft und Dienstleistungspalette sehr unterschiedlich sind. Das Projekt "Standards für Mobilitätszentralen" hat in engem Dialog mit den Betreibern Mindeststandards und Qualitätskriterien für Mobilitätszentralen erarbeitet. Zu ihrer Umsetzung liefert der Bericht eine Reihe von Empfehlungen. Diese sollen dazu beitragen, die Qualität der Mobilitätsdienstleistungen zu stärken, um so den Beitrag der Mobilitätszentralen zu einem nachhaltigen Verkehr zu stützen.

Die Notwendigkeit von Mindestqualitätsstandards ist unumstritten. 98 % der Befragten stimmen dieser Notwendigkeit zu. Die Bereiche Personal / Qualifikation sowie Serviceangebot und Außendarstellung werden am häufigsten als vorrangige Handlungsfelder genannt. Zum Ziel der Qualitätssteigerung gehört ebenso die Optimierung der Abläufe im Sinne des Prozessmanagements. Der Aufbau von Mobilitätszentralen geschieht oft schrittweise unter Anknüpfung an bestehende Einrichtungen wie Kundencenter. Die Ermöglichung eines weichen Übergangs darf nicht zur Aufweichung von Standards führen. Für die Kunden muss klar erkennbar bleiben, was von einer Mobilitätszentrale erwartet werden kann. Das Projekt definiert hierzu verschiedene Stufen auf dem Weg zu einer vollen Mobilitätszentrale.

Die bisher fehlende bundesweite Vernetzung der Mobilitätszentralen ist für die Entwicklung gemeinschaftlicher Strategien wie einheitlichem Namenszusatz, Symbol oder Telefonnummer von maßgeblicher Bedeutung. Die Erweiterung der bisher stark auf Infrastruktur ausgerichteten Förderkulisse ist ebenso notwendig: Mobilitätszentralen sollten z. B. explizit in den Förderkatalog des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) aufgenommen werden.

Die Befragungsergebnisse zeigen eine positive Dynamik für die Zukunft. Gleichzeitig tragen die sich ändernden Rahmenbedingungen im Bereich des ÖPNV zur Verunsicherung bei. In Zukunft wird insbesondere der Verknüpfung von Mobilitätsdienstleistungen mit Freizeit-, Kultur- und touristischen Informationen besondere Bedeutung zukommen. Bei der Einbindung neuer Medien in den Mobilitätszentralen ist zu erwarten, dass technische Neuentwicklungen stärker als bisher adaptiert werden.


Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
1. Ausgangslage
 1.1 Mobilitätszentralen - ein dynamisches und heterogenes Feld
 1.2Ziele des Projekts
 1.3Entwicklung von Mobilitätszentralen in Nordrhein-Westfalen
 1.4Vorteile und Grenzen von Qualitätsstandards
2.Methodik der Untersuchung
3.Standards und Empfehlungen
 3.1 Serviceangebot
 3.2 Personal und Qualifikation
 3.3 Trägerschaft und Kooperationen
 3.4 Finanzierung
 3.5 Zugang und Medien
 3.6 Lage
 3.7 Öffnungs- und Sprechzeiten
 3.8 Ausstattung
 3.9 Informationsquellen
 3.10 Außendarstellung
4.Qualität durch die Orientierung an Prozessen
5.Umsetzung der Standards
 5.1 Mögliche Umsetzungsstrategien
 Abstimmungsprozesse
 Aufbau eines Netzwerkes der Mobilitätszentralen
 Verankerung in Förderprogrammen
 Gütesiegel für Mobilitätszentralen?
 Qualitätsmanagement bei Mobilitätszentralen
 5.2 Anpassung des Konzepts an lokale Bedingungen
 Aufbaustufen von Mobilitätszentralen
 Mobilitätszentralen im städtischen und ländlichen Raum
6.Ausblick
Anhang
 Literatur
 Verwendete Literatur für das Literaturscreening Mobilitätszentralen
 Weitere zitierte Literatur
 Fragebogen
 Teilnehmer/-innen des Workshops "Standards von Mobilitätszentralen"
 Karte: Mobilitätszentralen in Deutschland
 Tabelle: Mobilitätszentralen in Deutschland


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Schmidt, Stephan; Krehl, Angelika; Fina, Stefan; Siedentop, Stefan (2020): Does the monocentric model work in a polycentric urban system? An examination of German metropolitan regions. In: Urban Studies, online first May 27, 2020. doi: 10.1177/­0042098020912980.

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Hersperger, Anna M.; Grădinaru, Simona R.; Siedentop, Stefan (2020): Towards a better understanding of land conversion at the urban-rural interface: planning intentions and the effectiveness of growth management. In: Journal of Land Use Science, online first May 25, 2020. doi: 10.1080/­­1747423X.­2020.1765426.

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Eichhorn, Sebastian (2020): Disaggregating Population Data and Evaluating the Accuracy of Modeled High-Resolution Population Distribution – The Case Study of Germany. In: Sustainability, online first May 13, 2020. doi: 10.3390/su12103976. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

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Danielzyk, Rainer; Dittrich-Wesbuer, Andrea; Hilti, Nicola; Tippel, Cornelia (Hrsg.) (2020): Multilokale Lebensführungen und räumliche Entwicklungen – ein Kompendium. Hannover = Forschungsberichte der ARL, Nr. 13. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

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