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Temporäre Nutzungen als Bestandteil des modernen Baulandmanagements.

Red. Bearb.: Egbert Dransfeld u. Daniel Lehmann. Hrsg.: Forum Baulandmanagement NRW
Dortmund 2007, 131 S. mit zahlr. Abb. u. Fotos
Digital hier erhältlich (PDF-Grafik PDF-Datei, 3,0 MB)

Baulandmanagement galt bislang als Synonym für die strategische Baulandbereitstellung. Baulandmanagement als Bestandteil einer nachhaltigen Stadtentwicklung ist jedoch mehr als die reine Entwicklung von Agrarland zu Bauland. Ein ganzheitliches Baulandmanagement muss im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung den gesamten Flächenwirtschaftskreislauf steuern. Dies beinhaltet auch den Umgang mit Nutzungsaufgaben.

In Zeiten des wirtschaftlichen Wachstums und in Folge steigender Siedlungsflächennachfrage ist zweifellos die Baulandbereitstellung Hauptaufgabenfeld des Baulandmanagements. In Zeiten demographischen Wandels und wirtschaftlicher Schrumpfung rücken aber die nachfolgenden Abschnitte des Lebenszyklus von Flächen in den Vordergrund. Vor diesem Hintergrund hat sich das Aufgabenspektrum des Baulandmanagements bereits in vielen nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden verschoben und auch die noch prosperierenden, wachsenden Gemeinden müssen sich auf zukünftig geänderte Rahmenbedingungen einstellen. Die Verwertungszyklen werden kürzer und die Anzahl der Nutzungsaufgaben steigt. Temporäre Nutzungen sind nicht nur zeitgemäß, sondern sie ermöglichen auch einen flexiblen Umgang mit sich schnell ändernden Nachfragesituationen.

Die Erfahrungen aus den neuen Bundesländern mit Zwischennutzungen lassen darüber hinaus auch weitergehende positive Impulse für die Stadtentwicklung erhoffen. Einschränkungen ergeben sich durch ungesteuerte Entwicklungen. Gerade die Gefahr einer Verstetigung von weniger erlösträchtigen Nutzungen ist bislang ein Hemmnis – insbesondere in den Augen der jeweiligen Grundstückseigentümer. An diesem Punkt setzt die vorliegende Studie an. Sie führt die bisherigen Erfahrungswerte mit Zwischennutzungen zusammen und überträgt diese Informationen auf die nordrhein-westfälischen Rahmenbedingungen. Die vorliegenden Informationen und Hinweise sollen den Städten und Gemeinden helfen, Zwischennutzungen zu initialisieren und für ein nachhaltiges ganzheitliches Baulandmanagement zu instrumentalisieren. Sie wendet sich darüber hinaus auch an alle anderen Akteure des Bodenmarktes, insbesondere die Grundstückseigentümer. Von besonderem praktischem Wert sind nicht zuletzt auch die enthaltenen Vertragsbeispiele, welche wertvolle Anregungen für die Formulierung eigener Regelungen liefern können.


Inhaltsverzeichnis
I  Einleitung
 1.   Anlass und Zielsetzung der Studie
 2.Aufbau der Studie
IIEinführung in das Thema
 1. Brachen und Leerstand als Voraussetzung für Zwischennutzungen
 2. Zwischennutzung: eine Begriffsbestimmung
 3.Zwischennutzungen als Bestandteil des modernen Baulandmanagements
III  Zwischennutzungen – eine Kategorisierung
 1. Ungeplante Zwischennutzungen
 2. Geplante Zwischennutzungen
 3. Die Differenzierung nach der Dauer von Zwischennutzung
 4.Die Differenzierung nach der Vornutzung
 5. Die Differenzierung nach Arten von Zwischennutzungen
IV Die Akteure und ihre Ziele
 1. Die Akteure bei Zwischennutzungen
 2. Die Zielsetzungen der Akteure
 3. Zwischenfazit
V Die Umsetzungen von Zwischennutzungen und rechtliche Anforderungen
 1. Das Instrumentarium zur Umsetzung von Zwischennutzungen
 2. Bei der Umsetzung einer Zwischennutzung zu beachtende Rechtsvorschriften
 3. Einordnung in das Planungsrecht (BauGB)
VI Kosten und Finanzierung von Zwischennutzungen
 1. Bei Zwischennutzungen entstehende Kosten
 2. Möglichkeiten der Finanzierung von Zwischennutzungen
VII Grundstückswertermittlung bei Zwischennutzungen
 1. Nachfragebezogene Ursachen von Zwischennutzungen
 2. Die Grundstückswertermittlung bei zwischengenutzten Brachflächen
 3. Die Grundstückswertermittlung bei zwischengenutzten Gebäuden
VIII  Fallbeispiele
 1. Phönix-West
 2. Gelsenkirchen Güterbahnhof Schalke-Süd
 3. Projekt Industriewald Ruhrgebiet
IX Vor- und Nachteile von Zwischennutzungen
 1. Nachteile von Zwischennutzungen
 2. Vorteile von Zwischennutzungen
X Fazit
XI Kurzfassung
XII Literatur zum Thema
 

Anhang: Vertragsbeispiele
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis



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Schmidt, Stephan; Krehl, Angelika; Fina, Stefan; Siedentop, Stefan (2020): Does the monocentric model work in a polycentric urban system? An examination of German metropolitan regions. In: Urban Studies, online first May 27, 2020. doi: 10.1177/­0042098020912980.

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Hersperger, Anna M.; Grădinaru, Simona R.; Siedentop, Stefan (2020): Towards a better understanding of land conversion at the urban-rural interface: planning intentions and the effectiveness of growth management. In: Journal of Land Use Science, online first May 25, 2020. doi: 10.1080/­­1747423X.­2020.1765426.

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Eichhorn, Sebastian (2020): Disaggregating Population Data and Evaluating the Accuracy of Modeled High-Resolution Population Distribution – The Case Study of Germany. In: Sustainability, online first May 13, 2020. doi: 10.3390/su12103976. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

Klimawandel, internationale Migration und Urbanisierung

Ohne Zuwanderung fast überall Schrumpfung: Ergebnisse aus dem Projekt „Climate Change Impacts on Migration and Urbanization“ (IMPETUS) zeigen die Bedeutung der internationalen Migration für die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. Mehr…

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Danielzyk, Rainer; Dittrich-Wesbuer, Andrea; Hilti, Nicola; Tippel, Cornelia (Hrsg.) (2020): Multilokale Lebensführungen und räumliche Entwicklungen – ein Kompendium. Hannover = Forschungsberichte der ARL, Nr. 13. Weitere aktuelle Fachpublikationen finden Sie hier.

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