{"id":22039,"date":"2019-05-24T11:32:22","date_gmt":"2019-05-24T09:32:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ils-forschung.de\/2019\/05\/forschung-ueber-laendergrenzen-hinweg-das-ils-und-seine-beziehungen-zu-europa\/"},"modified":"2019-05-24T11:32:22","modified_gmt":"2019-05-24T09:32:22","slug":"forschung-ueber-laendergrenzen-hinweg-das-ils-und-seine-beziehungen-zu-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ils-forschung.de\/en\/2019\/05\/forschung-ueber-laendergrenzen-hinweg-das-ils-und-seine-beziehungen-zu-europa\/","title":{"rendered":"Forschung \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg: Das ILS und seine Beziehungen zu Europa"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:calc( 1100px + 0px );margin-left: calc(-0px \/ 2 );margin-right: calc(-0px \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:100%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:0px;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:0px;--awb-width-medium:100%;--awb-spacing-right-medium:0px;--awb-spacing-left-medium:0px;--awb-width-small:100%;--awb-spacing-right-small:0px;--awb-spacing-left-small:0px;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p>Das Institut f\u00fcr Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) erforscht die aktuelle und k\u00fcnftige Entwicklung von St\u00e4dten und Regionen interdisziplin\u00e4r und international vergleichend. Europa spielt dabei eine zentrale Rolle: Als Raum f\u00fcr l\u00e4nder\u00fcbergreifende Forschungskooperationen ebenso wie als vielf\u00e4ltiger Untersuchungsraum. Die Europ\u00e4ische Union ist au\u00dferdem F\u00f6rdermittelgeber und Gestalter von wissenschaftlichen Rahmenprogrammen. In der Woche vor der Europawahl nehmen wir drei konkrete Projekte aus der ILS-Forschung genauer in den Blick.<\/p>\n<p><strong>RELOCAL \u2013 territoriale Gerechtigkeit in Europa <\/strong><br \/>\nSeit knapp drei Jahren untersucht das Projekt <a href=\"https:\/\/www.ils-forschung.de\/en\/research\/research-projects\/?id=172\">RELOCAL<\/a> (kurz f\u00fcr: Resituating the Local in Cohesion and Territorial Development) Entwicklungsans\u00e4tze in unterschiedlichen europ\u00e4ischen Regionen und fragt dabei, wie sehr die europ\u00e4ische Strukturpolitik regionale Unterschiede bisher ber\u00fccksichtigt und inwieweit deren st\u00e4rkere Beachtung territoriale Ungleichgewichte in der EU verringern kann. Mit einem bottom-up-Ansatz wird dabei das Spannungsfeld von regionalen Entwicklungsans\u00e4tzen und europ\u00e4ischen Koh\u00e4sionszielen und -politiken untersucht.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Forschungsvorhaben hat sich ein Konsortium mit Partnern aus 13 L\u00e4ndern gebildet, das vergleichend mehrere Fallstudien untersucht. \u201eWir geben als Konsortium Antworten auf europ\u00e4ische Fragen. Das kann nur mit europ\u00e4ischen Antworten gelingen, die die regionale Diversit\u00e4t in Europa ber\u00fccksichtigen\u201c, erkl\u00e4rt Projektleiterin Dr. Sabine Weck vom ILS den Ansatz. Das ILS begleitet in Deutschland das Zentrum f\u00fcr Jugend- und Soziokultur in G\u00f6rlitz als einen wichtigen Katalysator von Kulturangeboten in der Stadt sowie das Projekt \u201eSmart Country Side\u201c in den Kreisen Lippe und H\u00f6xter, das die M\u00f6glichkeiten der Digitalisierung nutzt, um zusammen mit Dorfgemeinschaften L\u00f6sungen f\u00fcr mehr Lebensqualit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum zu finden. Die Berichte der Fallstudien sind jetzt erschienen: <a href=\"https:\/\/relocal.eu\/smartcountryside\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Smart Country Side<\/a> und <a href=\"https:\/\/relocal.eu\/local-youth-as-urban-development-actors\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jugend- und Soziokultur<\/a>.<\/p>\n<p>\u201eEs zeigt sich in beiden F\u00e4llen wie \u00fcber einen bottom-up Ansatz und das kooperative Miteinander von kommunalen und b\u00fcrgerschaftlichen Akteuren ein besonderer Mehrwert mit Blick auf die Lebensqualit\u00e4t und Zukunftsf\u00e4higkeit in den jeweiligen Orten entsteht, der nicht \u00fcber herk\u00f6mmliche Verfahren entstanden w\u00e4re\u201c, so Weck zu den Ergebnissen. Unabh\u00e4ngig von strukturellen Herausforderungen, bei denen weiterhin auch der Staat gefragt sei, haben die lokalen Partner von ihren Projekten profitiert. \u201eEntscheidend ist, dass in beiden Projekten ein Mehrwert auf lokaler Ebene dadurch entsteht, dass Entscheidungen \u00fcber das Lebensumfeld vor Ort getroffen werden und an den Ort angepasste L\u00f6sungen gemeinsam entwickelt werden.\u201c<br \/>\nDie Arbeit im europ\u00e4ischen Konsortium bewertet Weck als positiv: \u201eSolche Kooperationen sind gewinnbringend f\u00fcr uns. Internationale Vernetzung ist f\u00fcr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wichtig, weil wir so vom Forschungsstand in anderen L\u00e4ndern erfahren und wie Politik dort Vorhaben angeht. Diese l\u00e4nder\u00fcbergreifende Arbeit reflektiert damit auch unsere Arbeit und unser Vorgehen\u201c, so Weck.<br \/>\nRELOCAL wird von der EU im Rahmenprogramm Horizon 2020 f\u00fcr Forschung und Innovation gef\u00f6rdert. Ziel des F\u00f6rderprogramms ist es, europaweit eine wissens- und innovationsgest\u00fctzte Gesellschaft und eine wettbewerbsf\u00e4hige Wirtschaft aufzubauen.<\/p>\n<p>Mehr auf: <a href=\"https:\/\/relocal.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/relocal.eu\/<\/a><\/p>\n<p><strong>FEW-Meter \u2013 wie geht effiziente Landwirtschaft mit den Ressourcen in der Stadt?<\/strong><br \/>\nOb im Schrebergarten f\u00fcr die Selbstversorgung oder auf einer gro\u00dfen Stadtfarm &#8211; urbane Landwirtschaft liegt im Trend. Bisher liegen aber nur begrenzte Daten \u00fcber die Auswirkungen und Potenziale dieser Praktiken vor. Ein internationales Team von Forscher\/-innen aus f\u00fcnf L\u00e4ndern will das \u00e4ndern: Mit <a href=\"https:\/\/www.ils-forschung.de\/en\/research\/research-projects\/?id=224\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">FEW-Meter<\/a>, einem der im Rahmen der \u201eSustainable Urbanisation Global Initiative (SUGI)\/Food-Water-Energy Nexus\u201d gef\u00f6rderten Projekten, suchen sie nach M\u00f6glichkeiten, die Nutzung nat\u00fcrlicher Ressourcen in der urbanen Landwirtschaft messbar zu machen und zu verbessern. Das Projekt wird kofinanziert aus dem EU-Programm Horizon 2020.<\/p>\n<p>\u201eImmer mehr Menschen leben in St\u00e4dten und die Frage ist, inwieweit die Ressourcen, die in den St\u00e4dten ben\u00f6tigt werden, auch dort produziert werden k\u00f6nnen\u201c, berichtet Runrid Fox-K\u00e4mper, die das Forschungsvorhaben am ILS leitet. Im Projekt werden Ressourcenstr\u00f6me modelliert, um die Auswirkungen verschiedener Formen urbaner Landwirtschaft auf Nahrungs-, Energie- und Wasserressourcen zu messen und Methoden zur Effizienzsteigerung und F\u00f6rderung der st\u00e4dtischen Nachhaltigkeit zu erforschen. M\u00f6glicherweise kann urbane Landwirtschaft dazu beitragen, Stoffkreisl\u00e4ufe in der Stadt zu schlie\u00dfen, z. B. weil der Kompost aus Abf\u00e4llen f\u00fcr die Gem\u00fcseproduktion genutzt werden kann, das dann wieder in der Stadt konsumiert wird. Zurzeit sammeln G\u00e4rtnerinnen und G\u00e4rtnern in f\u00fcnf Fallstudienregionen in London, Paris, Warschau, New York und im Ruhrgebiet Daten zu Ressourcenverbr\u00e4uchen und der Ernte in ihren G\u00e4rten.<\/p>\n<p>Gerade weil urbane Landwirtschaft ein weltweites Thema ist, bringt die Arbeit im Konsortium einen konkreten Mehrwert: \u201eWie in allen internationalen Projekten erweitert der Blick \u00fcber den nationalen Horizont die Wissensperspektive enorm. Viele L\u00e4nder sind beim Thema st\u00e4dtische Nahrungsmittelproduktion viel weiter als Deutschland. In Bezug auf Governance-Formen und Institutionalisierung urbaner Landwirtschaft k\u00f6nnen wir viel von anderen Stadtregionen in einem internationalen Kontext lernen\u201c, so Fox-K\u00e4mper. Und wie arbeitet ein Konsortium l\u00e4nder\u00fcbergreifend? Im Fall vom \u201eFEW-Meter\u201c-Projekt trifft sich das Team zweimal im Jahr pers\u00f6nlich, regelm\u00e4\u00dfig tauschen sich die Forscherinnen und Forscher au\u00dferdem \u00fcber Videokonferenzen und eine Onlineplattform aus.<\/p>\n<p>Von den Ergebnissen des Projekts sollen m\u00f6glichst viele profitieren: Bis Mitte 2021 sollen daraus konkrete Handlungsempfehlungen f\u00fcr urbane G\u00e4rter\/-innen, Fachleute und politische Entscheidungstr\u00e4ger\/-innen werden.<\/p>\n<p>Mehr auf <a href=\"http:\/\/www.fewmeter.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.fewmeter.org<\/a><\/p>\n<p><strong>RAISE-IT \u2013 schneller unterwegs sein entlang des Rhein-Alpen-Korridors<\/strong><br \/>\nDas Projekt <a href=\"https:\/\/www.ils-forschung.de\/en\/research\/research-projects\/?id=213\">RAISE-IT<\/a> (kurz f\u00fcr Rhine-Alpine Integrated and Seamless Travel Chain) schlie\u00dft an die Ergebnisse das abgeschlossenen EU-Projekts CODE24 (2010\u22122015) an, dass die Erh\u00f6hung der Zug\u00e4nglichkeit des Rhein-Alpen-Korridors mittels Hochgeschwindigkeitsstrecken vorsah. Doch was n\u00fctzt eine schnelle Verbindung, wenn am Umstiegsbahnhof der Anschluss an regionale und lokale Verkehrsmittel nicht funktioniert?<\/p>\n<p>Neun Partner aus den Niederlanden, Deutschland und Italien nehmen das f\u00fcr den Korridor zwischen Rotterdam und Genua in den Blick. \u201eDrei der neun Partner sind Forschungseinrichtungen, die Methoden entwickeln, die zusammen mit lokalen Partnern wie regionalen Beh\u00f6rden f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Fallstudien angewendet wurden. Die Ergebnisse der Fallstudien wurden an \u201aRunden Tischen\u2018 diskutiert, zu denen lokale Interessengruppen eingeladen wurden\u201c, berichtet Dr. Noriko Otsuka vom ILS \u00fcber den Prozess.<\/p>\n<p>RAISE-IT untersucht verschiedene M\u00f6glichkeiten zur Verbesserung der Zug\u00e4nglichkeit wie die Erreichbarkeit der Bahnh\u00f6fe aus den Einzugsgebieten, die Verbindung der urbanen Bahnknotenpunkten auf der regionalen Ebene und den korridorweiten Verbindungen zwischen den zentralen Reiseverkehrsknotenpunkten in den betroffenen EU-L\u00e4ndern. Das ILS \u00fcbernimmt dabei die Analyse einer verbesserten Zug\u00e4nglichkeit bzw. Vernetzung zwischen den Bahnh\u00f6fen und den jeweiligen regionalen Einzugsgebieten. Konkret wird das am Beispiel der Bahnh\u00f6fe Arnheim, Nijmegen, D\u00fcsseldorf, Frankfurt\/Main, Karlsruhe und Genua untersucht. Besonderes im Blick sind dabei die Integration st\u00e4dtischer Mobilit\u00e4tsformen, wie Fu\u00dfl\u00e4ufigkeit, Fahrradverkehr und die Verbindung mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln. Die gewonnenen Ergebnisse sollen als Leitlinien und Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Verbesserung der Zug\u00e4nglichkeit st\u00e4dtischer Bahnhofsknotenpunkte entlang des gesamten Rhein-Alpen-Korridors dienen.<\/p>\n<p>Mehr auf: <a href=\"http:\/\/egtc-rhine-alpine.eu\/portfolio-item\/raise-it\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/egtc-rhine-alpine.eu\/portfolio-item\/raise-it\/<\/a><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":14,"featured_media":29962,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-22039","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.1.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Forschung \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg: Das ILS und seine Beziehungen zu Europa - 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