Stadtentwicklung und Mobilität

In diesem Forschungsschwerpunkt setzen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den komplexen Wechselwirkungen von Stadtentwicklung und räumlicher Mobilität im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen auseinander. Stadtentwicklung auf der einen Seite schafft Rahmenbedingungen für räumliche Mobilität. Auf der anderen Seite verändert räumliche Mobilität, wie zum Beispiel Zu- und Fortzüge oder die alltäglichen Bewegungen von Personen, die Stadt. Drei Themen strukturieren die Forschungsarbeiten zu diesem Forschungsschwerpunkt:

Standortentscheidungen: Zentralitäten und Verflechtungen

Zentraler Forschungsgegenstand dieses Themas sind die Standortentscheidungen von Unternehmen und Haushalten, denn diese Entscheidungen stehen fortwährend in einem wechselseitigen Verhältnis mit der Entwicklung räumlicher Strukturen: Einerseits sind wichtige Bezugspunkte im Raum verortet und bestimmen somit den Spielraum bei den Standortentscheidungen der handelnden Akteure. Andererseits sind räumliche Strukturen das Ergebnis der einzelnen Standortentscheidungen und unterliegen dadurch einem permanenten Wandel. Dieses Wechselverhältnis zu verstehen, ist das grundsätzliche Ziel der Forschungsarbeiten zu diesem Thema. Unterschiedliche Entwicklungen wie Regionalisierungs- und Reurbanisierungprozesse sind hier ebenso zu berücksichtigen wie die Wirkungen von Prozessen der Globalisierung und Metropolisierung.

Ansprechpartner:
Frank Osterhage
Telefon: + 49 (0) 231 9051-216
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Alltagsmobilität

Die Forschungen des ILS zur Alltagsmobilität nehmen den Wandel im Mobilitätsverhalten der Bevölkerung in den Blick. Tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen beeinflussen die Entstehungsbedingungen der Alltagsmobilität in Städten und Stadtregionen in Deutschland. Hier setzt die Forschung des ILS an: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich insbesondere mit dem Mobilitätsverhalten und der Einstellung des Individuums bzw. einzelner Nutzergruppen und untersuchen die Wechselwirkungen der Alltagsmobilität mit der Stadtent­wicklung. Menschen mit Migrationshintergrund, ältere Menschen und Jugendliche stehen dabei besonders im Fokus. Darüber hinaus ist die Gestaltung von Schnittstellen und die Einbindung innovativer Angebote in das Verkehrssystem ein wichtiger Forschungsgegenstand, der insbesondere mit Blick auf die konkreten Folgen des Klimawandels und der Verknappung fossiler Ressourcen von besonderem gesellschaftlichem Interesse ist.

Ansprechpartner:
Dr. Dirk Wittowsky
Telefon: + 49 (0) 231 9051-264
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Soziale Inklusion und räumliche Fragmentierung

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Fragmentierung von Stadt werden im dritten Thema des Forschungsschwerpunkts die wechselseitigen Beziehungen zwischen Prozessen der räumlichen Mobilität und Prozessen der sozialen Mobilität untersucht. Wohnstandortentscheidungen und das alltägliche Mobilitätsverhalten sind zum einen Ergebnisse gesellschaftlicher und ökonomischer Zugangsmöglichkeiten. Möglichkeiten oder Unmöglichkeiten der räumlichen Mobilität sind aber ebenso entscheidend für Prozesse der gesellschaftlichen Teilhabe. Im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte werden die soziale und räumliche Durchlässigkeit (Permeabilität) bestimmter städtischer Räume sowie die unterschiedlichen Formen von Migration in den Städten mit ihren sozialräumlichen und raumstrukturierenden Wirkungen untersucht. Dabei stehen auch (neue) Formen der Transnationalität und ihre Folgen für die Stadtentwicklung auf der Forschungsagenda.

Ansprechpartner:
Ralf Zimmer-Hegmann
Telefon: + 49 (0) 231 9051-240
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